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Mit Wucht und Eleganz zum Sieg

Kurzer Prozess: Im Duell der beiden «Kellerkinder» siegt Volley Luzern gegen den TSV Jona 3:0 und setzte sich ins Mittelfeld ab. Mann des Spieles war der Jungspund Tim Köpfli.
Roland Bucher
Liessen am Block kaum Punkte zu: Strahinja Brzakovic und Chris Newcombe. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 14. Oktober 2018))

Liessen am Block kaum Punkte zu: Strahinja Brzakovic und Chris Newcombe. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 14. Oktober 2018))

Wucht (Brzakovic) und Raffinesse (Amstutz und Köpfli) beim Service, Übersicht (Gautschi) in der Offensivauslösung und Entschlossenheit (Saar) am Netz: Volley Luzern war gestern Abend die klar bessere Mannschaft. Jona, das Team mit dem kleinsten Budget und ohne ausländische Söldner, war zwar ein williger Widersacher, aber kein echter Gradmesser. Diese Tatsache mindert die Darbietung der Mannschaft von Cheftrainer Liam Sketcher keinesfalls. Volley Luzern zeigte 71 Minuten lang nichts als die Entschlossenheit, für klare Verhältnisse zu sorgen und sich ins Mittelfeld einer allerdings noch wenig aussagekräftigen Tabelle zu verabschieden.

Das gelang auf überzeugende Art und Weise. Die Einheimischen liessen sich auch von kleinen Durchhängern (11:15-Rückstand im ersten Satz), von zögerlichen Zwischenspurts der Gäste und von Eigenfehlern, deren Zahl immerhin nicht gering war, nie irritieren. Wurde es eng, legte Volley Luzern nullkommaplötzlich einen Zacken zu, packte man ein Repertoire aus, welches doch einige Kniffe und Tricks ausführlicher war als jenes der St. Galler. So bestand für die Luzerner auch nie Gefahr in eine ärgerliche Überraschung zu laufen.

Tim Köpfli – der Mann des Spiels

Es war eine Vorstellung zum Applaudieren: für schwungvolle Sequenzen bei den Smashs zum Beispiel, ein Abend auch zum Feiern, «weil es nicht gut gewesen wäre, dieses Spiel nicht zu gewinnen», wie es Teamadministrator Josef Wicki formulierte. Und es war der Abend von Tim Köpfli. Der 22-jährige Jungspund (kleines Bild), von Schönenwerd zu Luzern gekommen, holte sich verdientermassen ausserordentliche Lorbeeren ab, wurde zu Recht als Mann des Spiels gefeiert. «Das ehrt mich sehr, daran hätte ich nie geglaubt», freute sich der Aussenangreifer, der sich von grosser Anhängerschaft abklatschen lassen durfte: Freundin, Eltern, Götti, alle waren sie dabei, als dem Volley-Zögling der bisher vielleicht beste Match seiner Karriere gelang. An vorderster Front dabei die 82-jährige Grossmama Margrith. «Sie ist mein treuster Fan und fast bei jedem Spiel dabei», sagt das 192 Zentimeter grosse Talent mit einem schelmischen Lachen im Gesicht. Der Enkel betrieb in dieser Angelegenheit Werbung in bester Manier.

In Luzern einen Stammplatz erkämpfen

Tim Köpfli symbolisiert Volley Luzern treffend: talentiert, entschlossen, bestrebt nach mehr. Der Student der Wirtschaftswissenschaft duldet nichts Halbbatziges, feilt konsequent an seiner Karriere: «Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, bei Luzern einen Stammplatz anzumelden. Ich glaube, ich bin nahe dran. Das ist für mich doppelte Motivation, noch energischer an meinen Fortschritten zu arbeiten.» Der Weg soll dereinst in die deutsche Bundesliga führen, «das wäre eine riesige Herausforderung.»

Der Weg seines Teams, welches gegen Jona nie Zweifel am Sieg offen liess, führt in kleinen Schritten in die Mittelfeld-Etage der höchsten Schweizer Liga. Und mit kleinen Verbesserungen, welche nicht zuletzt die Korrektur vermeidbarer Unsauberheiten im Passspiel zum Ziel haben muss, demnächst dorthin, wo die Luzerner hin wollen: unter die ersten Vier. Der Sieg gegen Jona war ein kleiner, aber kräftiger Schritt in diese Richtung.

Männer, NLA

Runde: Volley Luzern – Jona 3:0. Lausanne – Chênois 0:3 (19:25, 21:25, 20:25). Näfels – Uni Bern 3:2 (25:21, 25:18, 22:25, 21:25, 15:10). Schönenwerd – Amriswil 1:3 (20:25, 19:25, 25:23, 22:25).

Rangliste (alle 5 Spiele): 1. Amriswil 15 (15:2). 2. Schönenwerd 12 (13:5). 3. Chênois 9 (10:7). 4. Uni Bern 8 (11:11). 5. Volley Luzern 6 (8:9). 6. Lausanne 6 (7:9). 7. Jona 2 (4:14). 8. Näfels 2 (3:14).

Volley Luzern – TSV Jona 3:0. Sporthalle, Bahnhofhalle. – 250 Zuschauer. – SR Martiz/Anricht – Spieldauer: 71 Minuten. – Sätze: 25:21, 25:20, 25:20). – Volley Luzern: Gautschi (Libero), Widmer, Newcombe, Amstutz, Köpfli, Brzakovic, Saar.

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