Volley Luzern muss in die Zusatzschleife

Eigentlich hätte Luzerns NLA-Team gestern gerne alles klar gemacht. Im Playoff-Spiel Nummer 2 bleibt Liam Sketchers Truppe aber chancenlos: 0:3-Niederlage in Genf gegen Chênois.

Roland Bucher
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Volley Luzerns Strahinja Brzakovic (links) und Chris Newcombe wehren einen Ball ab. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 16. März 2019)

Volley Luzerns Strahinja Brzakovic (links) und Chris Newcombe wehren einen Ball ab. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 16. März 2019)

Es war im Prinzip das Gegenstück zur Luzerner Gala am Samstagabend, als der Truppe von Trainer Liam Sketcher quasi alles so perfekt gelungen war, wie man es sich vor einem Spiel skizziert. Gestern war alles anders: Chênois zog von Beginn weg die Register, wirkte aggressiver, hatte bei engen Netzduellen das Glück diesmal auf seiner Seite: «Das ist Volleyball», resümierte Josef Wicki, der Teamchef, der indes dieses 0:3 (19:25, 21:25, 14:25) nicht dramatisieren will: «Kopf hoch, wir haben am kommenden Mittwoch eine zweite Chance, diesen Viertelfinal für uns zu entscheiden. Und wenn wir unsere Möglichkeiten ausschöpfen, dann werden wir das schaffen. Wir haben am Samstag eindrücklich bewiesen, dass wir mit den Genfern auf Augenhöhe sind. Es ist jetzt schlicht und einfach alles wieder offen.» Luzern kam nie wunschgemäss ins Spiel, zog in jedem der drei Sätze in der Startphase Ungenauigkeiten ein, die sich summierten und verhängnisvoll auswirkten. «Der zweite Satz war in Ordnung», zieht Josef Wicki Bilanz, «da waren wir ganz nahe am Umschwung.»

Zu viele Eigenfehler im Auswärtsspiel

Doch die Zahl an unnötigen Eigenfehlern war zu hoch, um einem starken Chênois wirklich gefährlich werden zu können: «Das müssen wir eliminieren. Wir wussten, dass diese Serie eng werden würde – und wir sie nur gewinnen können, wenn wir ganz nahe an unser Limit gelangen können.»

Die Durchgänge Nummer eins und drei indes waren eine klare Angelegenheit für die Westschweizer: «Wir dürfen einfach nicht vergessen, dass Chênois ein starker Widersacher mit viel Erfahrungswerten darstellt. Wir waren nicht überheblich, aber viel zu fehlerhaft. Das war entscheidend. Doch das können wir korrigieren.»

Also, Kopf hoch, neue Chance am Mittwoch. «Dann werden wir sehen, was das Heimrecht wert ist», meinte Wicki, was ausgedeutscht etwa bedeutet: «Wir werden auf jeden Zuschauer, auf jeden Support angewiesen sein. Das kann uns enorm helfen.» Gelingt den Luzernern am Mittwoch der Coup, dann ginge es am Mittwoch, 27. März, in die Halbfinal-Serie. «Das bleibt unsere Zielvorgabe», erklärt Wicki.

Männer. Playoff-Viertelfinals (best of 3). 2. Runde: Jona (8. der Qualifikation) – Amriswil (1.) 0:3 (23:25, 12:25, 17:25); Schlussstand 0:2. Uni Bern (7.) – Schönenwerd (2.) 0:3 (15:25, 19:25, 14:25); Schlussstand 0:2. Näfels (6.) – Lausanne UC (3.) 0:3 (20:25, 22:25, 16:25); Schlussstand 0:2. Chênois (5.) – Luzern (4.) 3:0 (25:19, 25:21, 25:14); Stand 1:1. Das weitere Programm: Halbfinals (best of 3; 26.–28. März, 6. sowie evtl. 7. April): Amriswil – Luzern/Chênois und Schönenwerd – Lausanne UC.

Frauen. Playoff-Viertelfinals (best of 3). 1. Runde: Cheseaux (8. der Qualifikation) – Düdingen (1.) 1:3 (25:17, 20:25, 18:25, 16:25); Schlussstand 0:2. Genève Volley (7.) – Aesch-Pfeffingen (2.) 0:3 (20:25, 20:25, 20:25); Schlussstand 0:2. Franches-Montagnes (6.) – Kanti Schaffhausen (3.) 2:3 (25:13, 20:25, 13:25, 25:16, 11:15); Schlussstand 0:2. Volley Lugano (5.) – Neuchâtel UC (4.) 0:3 (19:25, 14:25, 16:25); Schlussstand 0:2.

Hinweis: 3. Runde. Mittwoch, 20.00: Luzern – Chênois (Sporthalle Bahnhof).