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Volley Luzerns Kevin Saar erhält Support aus der Heimat

Grosses Ereignis für das Luzerner NLA-Team und seine Fans: Das Team von Liam Sketcher startet heute (18 Uhr, Bahnhofhalle) gegen Chenois Genève in die Playoffs. Mittendrin: Support aus Estland.
Roland Bucher
Der 24-jährige Kevin Saar (rechts) setzt im Spiel gegen Schönenwerd zum Smash an. (Bild: Roger Grütter, Luzern, 10. März 2019)

Der 24-jährige Kevin Saar (rechts) setzt im Spiel gegen Schönenwerd zum Smash an. (Bild: Roger Grütter, Luzern, 10. März 2019)

Der Endspurt in der NLA-Qualifikation war eher träge, die Niederlagen gegen Lausanne und Schönenwerd ein Tolggen ins Reinheft. Dieses – so betonen die Protagonisten – soll heute Abend aber wieder blütenweiss geöffnet werden. «Die Niederlagen sind abgehakt», beschwichtigt Trainer Liam Sketcher, der, und darauf freut sich Volley Luzern ganz besonders, auch nächste Saison an der Seitenlinie stehen wird. Jetzt richte man den Fokus auf die Playoff-Viertelfinals. «Ich weiss, dass wir das Rüstzeug besitzen, um Chenois auszubooten.» Und das am liebsten im Schnelldurchgang, fordert der Chef. «Ich würde unseren Fans am nächsten Mittwoch zwar gerne ein zweites Heimspiel gönnen. Mir und dem Team wäre aber am liebsten: heute siegen, morgen in Genf gewinnen – und dann viel Erholung bis zu den Halbfinals.»

Der Vormarsch unter die besten vier der höchsten Schweizer Liga ist das erklärte Saisonziel des Vereins. Daraus habe man eigentlich nie ein Geheimnis gemacht: «Wir sind bereit für diesen Schritt», sagt Team-Administrator Josef «Sebi» Wicki. Heute Abend wird in der Bahnhofhalle in Luzern ein grosszügiges Zuschauerspalier erwartet. Gegen 400 Fans wollen miterleben, wie Volley Luzern die Weichen für die Vorschlussrunde stellt.

Unterstützung von Freundin Elis

Unter ihnen: Janik und Diana aus Estland, die Eltern und zweitgrössten Fans von Kevin Saar, dem Captain und Aussenangreifer der Luzerner. «Sie nutzen die Chance, um fünf Tage lang die Innerschweiz kennen zu lernen», freut sich der 1,90-Meter-Mann, «und sie werden staunen, was es hier alles zu entdecken gibt.» Kevin Saar ist auch ohne seine Eltern nicht alleine in Luzern zu Hause: Elis, seine Jugendfreundin, die er mit 17 kennen gelernt und der er kürzlich den Verlobungsring übergestreift hat, unterstützt den 24-Jährigen in jeder Beziehung, in Luzern seine Volleyballkarriere zu lancieren. «Meine Lieblingsspeise ist zwar Spaghetti Bolognese», schmunzelt Saar, «aber letzthin habe ich ein Pferdesteak genossen. Es war einfach wunderbar.»

Also: mit viel Pferdestärken in die Halbfinals. Zur Ausgangslage passt durchaus auch die Lebensphilosophie des Kevin Saar:

«Wenn du an dich glaubst, dann hast du den halben Weg bereits geschafft.»

Der Este, sprunggewaltig, schlagkräftig, ideenreich beim Abschluss, nimmermüde beim Taucher nach scheinbar verlorenen Bällen und – vor allem auch – ein Vorbild für die Jungen im Team, ist irgendwie in seinem ersten Dienstjahr für Luzern bereits zu einer Identifikationsfigur gereift: «Sein Wort hat Gewicht», pflichtet Josef Wicki bei. Noch deutlicher wird Liam Sketcher: «Er ist physisch unerhört stark, athletisch einer der Stärksten, wenn nicht der Beste in dieser Liga. Er strahlt auf dem Feld unerhörte Überzeugungskraft aus. Schlicht und einfach: Alles an ihm ist nichts als professionell.»

Kevin Saar sagt artig Dankeschön für die vielen Komplimente, verweist aber darauf, dass er noch viel zu lernen habe. In Estlands Nationalteam ist er bereits berufen worden, und wenn es optimal läuft, wird man ihn 2020 an den Olympischen Spielen in Tokio spielen sehen. Ob als Spieler von Luzern, das steht noch in den Sternen geschrieben. «Luzern ist ein Sprungbrett für junge Spieler, die sich international empfehlen möchten», erklärt Wicki. Und Kevin Saar nimmt den «Ball» auf: «Ich habe mich noch nicht entschieden, wie es mit meiner Karriere weitergehen soll.« Konkret habe er Angebote aus Belgien, prioritär habe er aber derzeit nur eines im Kopf: «Wir wollen in die Halbfinals.»

Hinweis Männer, NLA. Playoff-Viertelfinal (best of 3). 1. Runde, Samstag: Luzern – Chênois Genève (18.00, Sporthalle Bahnhof). – 2. Runde, Sonntag: Chênois Genève – Luzern (18.00, Sous Moulin). – 3. Runde (eventuell). – Mittwoch: Luzern – Chênois (20.00, Bahnhofhalle).

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