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Von der Tour de France inspiriert

Doris Schweizer startete in Rickenbach an den Innerschweizer Strassenmeisterschaften. Die 29-Jährige mit Rothenburger Vergangenheit wird Vierte bei der Frauen-Elite.
Michael Wyss
Die aus Rothenburg stammende Doris Schweizer (rechts und unteres Bild) muss sich in Rickenbach mit Rang vier begnügen. (Bild: Bilder: Michael Wyss (Rickenbach, 26. August 2018)

Die aus Rothenburg stammende Doris Schweizer (rechts und unteres Bild) muss sich in Rickenbach mit Rang vier begnügen. (Bild: Bilder: Michael Wyss (Rickenbach, 26. August 2018)

«Ich liebäugle schon mit einem Podestplatz», zeigte sich Doris Schweizer gestern vor dem Start zur Innerschweizer Meisterschaft der Frauen-Elite im luzernischen Rickenbach optimistisch. Gereicht hatte es der Elitefahrerin, die morgen Dienstag ihren 29. Geburtstag feiern kann, nicht ganz. «Ich habe das Podest mit Rang vier knapp verpasst. Doch ich bin zufrieden mit dem Rennen.» Die Vorbereitung war nicht besonders gut, denn die fast 29-Jährige hatte am Donnerstag noch eine Wespe gestochen, als sie in Rickenbach auf der Strecke trainierte. «Ich habe eine Wespenallergie und konnte nicht topfit ins Rennen gehen», so das ­Mitglied des Veloclubs Pfaffnau-Roggliswil. Zu absolvieren waren auf der Strecke Rickenbach–Saffental–Holdere–Hunzikere–Krumbach–Wetzwil–Rickenbach 53 Kilometer und 815 Höhen­meter. Gewonnen wurde das Rennen von Titelverteidigerin Désirée Ehrler (RMV Cham-­Hagendorn). Bei der Männer-Elite wurde wegen Mangel an Interesse kein Rennen durchgeführt.

Neuer Standort für Meisterschaften 2019 gesucht

Organisiert wurde die ISM vom Kantonalverband Swiss Cycling Luzern in Zusammenarbeit mit regionalen Veloclubs. «Wo 2019 die ISM stattfindet wird, wissen wir noch nicht. Wir haben das Rennen im 2017 frisch lanciert und den Startschuss gemacht. Nach zweimaliger Austragung in Rickenbach wird nun ein anderer Kantonalverband für die Austragung verantwortlich sein», sagte Adrian Ruch (36), Präsident von Swiss Cycling Luzern. (mw)

Die Leidenschaft zum Radsport entdeckte Schweizer, die in Rothenburg aufwuchs und später ins solothurnische Hägendorf zügelte, 2006. Versucht hatte sich das Geburtstagskind von morgen, das in Aarau im Logistik­bereich in einem Teilzeitpensum von 40 Prozent arbeitet und in Olten lebt, auch in anderen Sportarten. «Ich war im Basketball-Schulteam, spielte in einem Verein Badminton und ging noch zum Reiten, allerdings nicht wettkampfmässig.» Woher kam dann das Interesse am Radsport? «Ich habe immer am Fernseher die Tour de France geschaut, und das hat mich fasziniert.» Warum zog es Schweizer damals zum VC Pfaffnau-Roggliswil? «Ich suchte einen Verein in der Region mit einem guten Ruf und der auch den Nachwuchs fördert. Das war für mich als damals 17-Jährige wichtig.»

Viele Erfolge gefeiert

Seit 2016 gehört Schweizer, die zwischen 2011 und 2016 bei der Elite sechs Schweizer Meister­titel (Bergfahren, Strassenrennen und Einzelzeitfahren) gewann und in ihrer Karriere in acht verschiedenen Teams unter Vertrag stand, dem dänischen Profi-Worldtour-Radsportteam Virtu Cycling an. Gegründet wurde es von Bjarne Riis (54), der im Tessin lebt, die Tour de France 1996 gewann und früher Teammanager von CSC/Saxo-Bank war. Auch international feierte die 29-Jährige schon etliche Erfolge. «Geblieben ist das Jahr 2014. Da gewann ich im spanischen Ponferrada mit meinem damaligen Team Astana an der Weltmeisterschaft im Mannschaftszeitfahren die Bronzemedaille.»

Auch an regionalen Rennen schafft sie immer wieder Topplatzierungen. In den letzten beiden Jahren wurde es etwas ruhiger um Schweizer. «Ich laborierte an einer Achillessehnenentzündung, konnte folglich mein Trainingspensum nicht mehr aufrechterhalten und musste wettkampfmässig pausieren. Das war eine schwierige Zeit für mich, da ich mit und für den Radsport lebe. Er ist Teil meines Lebens.»

30000 Kilometer jährlich

Schweizer trainiert dank ihres Teilzeitpensums täglich, vorwiegend in der Zentralschweiz und im Jura. «Im Jahr kommen so rund 30000 Kilometer und gegen 60 Renntage zusammen. Das Gros der Rennen mit einer durchschnittlichen Distanz von 140 Kilometern bestreite ich in Europa und den USA.» Wer ­finanziert das alles? «Ich trainiere wie ein Profi, kann aber davon nicht leben. Ich berappe einen grossen Teil aus meinem eigenen Portemonnaie, und mit der Unterstützung von meinem Team Virtu Cycling kann ich den Radsport auf diesem Niveau ausüben.»

Hinweis

Die kompletten Ranglisten:

www.swisscycling-luzern.ch

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