Ad Astra - von Genf nach St. Gallen

Für Ad Astra Sarnen steht am Sonntag (17.30 Uhr, Widnau) die nächste Cup-Runde bevor. Auswärts treffen die Obwaldner auf den 1.-Ligisten Rheintal Gators Widnau.

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Basil von Wyl (links) absolvierte vor drei Jahren seinen ersten Ernstkampf mit Ad Astra Sarnen. Am Sonntag darf er wiederum gegen Widnau ran. (Bild: Lars Tinner)

Basil von Wyl (links) absolvierte vor drei Jahren seinen ersten Ernstkampf mit Ad Astra Sarnen. Am Sonntag darf er wiederum gegen Widnau ran. (Bild: Lars Tinner)

Nach einem Freilos in der ersten Cup-Runde trat Ad Astra Sarnen mit einem Rumpfteam zur Cup-Runde der letzten 128 Teams in Genf an. Neben dem allgemein schmaleren Kader im Vergleich zur letzten Saison fehlten Ende Juni einige Spieler ferienbedingt, sodass der Mannschaftsbus mit einigen Junioren aufgefüllt werden musste. Trotz der widrigen Umstände besiegten die Obwaldner die unterklassigen Romands klar mit 10:0 und zogen in die 1/32-Finals ein. In diesen trifft Ad Astra auf die Rheintal Gators Widnau und hat somit in die nächste Ecke der Schweiz, an die österreichische Grenze, zu reisen. «Durch die langen Anreisen zu diesen beiden Spielen hat unser neuer finnischer Trainer immerhin die Gelegenheit, etwas von der Schweiz zu sehen», meint Basil von Wyl schmunzelnd.

Vor ziemlich genau drei Jahren traf Sarnen zuletzt auf Widnau, auch damals in den 1/32-Finals vom Schweizer Cup. Zwei Spieler, die auch jetzt noch in Rot-schwarz spielen, absolvierten dannzumal ihren ersten Ernstkampf für das Fanionteam von Ad Astra: der damals 16-jährige Basil von Wyl sowie der Finne Tatu Eronen. Während sich Eronen in diesem Spiel erwartungsgemäss bereits unter die Torschützen reihen konnte, blieb dem jüngsten von den drei Wyl-Brüdern beim 13:6-Auswärtssieg ein Torerfolg noch vergönnt.

Ein NLB-Team ist bereits gestrauchelt

An der Rollenverteilung vor dem Spiel der beiden Teams hat sich auch drei Jahre später nichts Grundlegendes geändert. Ad Astra als oberklassige Mannschaft tritt gegen den Vertreter aus der 1. Liga als Favorit an. «Auf dem Papier ist die Favoritenrolle immer einfach zu verteilen», weiss Basil von Wyl. «Aber wir sind uns sehr wohl bewusst, dass es bei den ersten Cup-Runden immer wieder zu Überraschungen kommt und sind darum gewarnt.»

Eine erste solche Überraschung gab es am vergangenen Wochenende, als Floorball Fribourg gegen UHT Schüpbach, ebenfalls ein Team aus der 1. Liga, den Kürzeren zog. Gegen Fribourg wird Ad Astra in weniger als einem Monat das erste Spiel der neuen NLB-Saison bestreiten. Die Saison beginnt dieses Jahr etwas früher als in der Vergangenheit, da aufgrund der Weltmeisterschaft in Tschechien der Meisterschaftsbetrieb im Dezember für zwei Wochen ruhen wird.

Für die Obwaldner bietet das Spiel am Sonntag neben der Möglichkeit, in die nächste Cup-Runde einzuziehen auch die Gelegenheit, am eigenen System zu feilen und sich den nötigen Schliff für die Meisterschaft zu holen. «Wir hatten seit der Ankunft unseres neuen Coaches Eetu Vehanen noch nicht allzu viele Gelegenheiten, unser System in Ernstkämpfen zu testen – abgesehen vom Czech Open am vergangenen Wochenende», so von Wyl.

Am Vorbereitungsturnier in Prag schnitt Ad Astra resultatmässig enttäuschend ab. Lediglich eines von vier Spielen konnten die Obwaldner gewinnen. Der Kägiswiler Flügelstürmer kann dem verlängerten Wochenende in Tschechien trotzdem einige positive Aspekte abgewinnen: «Einerseits konnten wir Spielpraxis sammeln, andererseits konnten wir weiter an unserem Teamgeist feilen. Beides war wichtig im Hinblick auf den Meisterschaftsstart und wird uns in den nächsten Wochen zugutekommen.» (jh)

Die bisherigen Cup-Partien der beiden Teams. 1/128-Finals: Sarnen mit Freilos. Black Roses Rappi (4. Liga) – Rheintal Gators Widnau 0:15. – 1/64-Finals: Nesslau Sharks (2. Liga) – Rheintal Gators Widnau 4:12. UHC Genève (3. Liga) – Ad Astra Sarnen 0:10.