Laura Bütlers Vorfreude auf den Heim-Sprint in Engelberg

Dank dem grossen Einsatz des Loipenteams findet heute Abend der Nachtsprint in Engelberg statt.

Roland Bösch
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Laura Bütler unterwegs beim letztjährigen Nachtsprint.

Laura Bütler unterwegs beim letztjährigen Nachtsprint.

Bild: Max Kraut (Engelberg, 11. Januar 2019)

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. «Wenn alles gut läuft, fallen in Engelberg 40 bis 50 Zentimeter Neuschnee und der Durchführung des 17. Nachtsprints steht nichts im Wege», blickte OK-Präsident Beat Waser am letzten Sonntagabend zuversichtlich in die neue Woche. Ganz so viel Schnee ist im Klosterdorf nicht gefallen. Das Flutlichtspektakel findet heute Abend aber dennoch statt. Die langjährige Erfahrung des OK rund um den Nidwaldner Skiverband und insbesondere das Engagement des Loipenteams der Gemeinde Engelberg macht es möglich. «Seppi Häcki und sein Team setzen alles daran, dass wir faire Bedingungen vorfinden», zeigt sich Beat Waser begeistert.

An ein Rennen auf der Originalstrecke am Fusse der grossen Titlisschanze ist aufgrund der schmalen Schneedecke nicht zu denken. Hingegen ist ein Rennen auf der Erlenwiese angrenzend zum Sportingpark möglich. «Dank des produzierten Schnees verfügen wir hier über eine Grundlage, welche den warmen Temperaturen und dem starken Wind Stand gehalten hat», erklärt Seppi Häcki, der Leiter des Werkdienstes der Gemeinde Engelberg und Mitglied in der Nordic Kommission.

Belastungstest für Laura Bütlers Rücken

Grünes Licht hat das OK auch vom Kloster Engelberg als Grundeigentümerin erhalten.

Die Verschiebung an den Ersatzstandort ist dennoch mit einem nicht zu unterschätzenden Mehraufwand verbunden. Da und dort wird man von Hand schaufeln müssen, um eine rund ein Kilometer lange Strecke herrichten zu können. Athleten, welche sich stark ausgeleuchtete Loipen gewohnt sind, empfiehlt OK-Präsident Beat Waser, eine Stirnlampe mitzunehmen. «Es wird extra eine Stromleitung zum Start- und Zielgelände hingezogen und für eine gute Ausleuchtung gesorgt. Auf der restlichen Strecke sind wir auf das Flutlicht des Sportingparks und des angrenzenden Fussballplatzes angewiesen», erklärt Beat Waser und meint mit einem Augenzwinkern: «Wir freuen uns auf den ersten Mond-Nachtsprint.»

Die Engelberger Langläuferin Laura Bütler ist den Verantwortlichen dankbar für den ausserordentlichen Einsatz. Die 18-Jährige ist froh um jeden wettkampfmässigen Einsatz. Die Distanzrennen anlässlich der Schweizer Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Realp musste die ehemalige Schülerin der Sportmittelschule Engelberg auslassen. «Der Rücken bereitet mir immer wieder Sorgen. Aktuell geht es etwas besser und ich kann einen Start am Freitagabend gut verantworten», erklärt die U18-Vize-Schweizer-Meisterin im Sprint. Für Laura Bütler spielt es aktuell keine Rolle, ob es ein nationales oder regionales Rennen ist. Wichtig ist für sie viel mehr, dass sie den Einsatz ohne Schmerzen übersteht.

Der Heim-Nachtsprint bereitet Laura Bütler immer wieder viel Spass. Bereits als Kind hat sie hier Sprint-Luft schnuppern und vom Podest winken können. Die neue Strecke kennt Bütler vom Training her bestens, wobei sie etwas wehmütig anfügt: «Leider war ich in diesem Winter wegen meines Rückens auch öfters zu Fuss unterwegs.» Die Rahmenbedingungen für Laura Bütler sind grundsätzlich ideal. Sie arbeitet in einem 40-Prozent-Pensum im «Go-In Sport» in Engelberg. «Meistens habe ich an meinen Arbeitstagen einen langen Mittag und so leidet das Training nicht», erklärt Laura Bütler.

Nachtsprint in Engelberg. Heute: ab 18.30 Prolog, anschliessend Finalläufe (Erlenwiese beim Sportingpark). - Infos unter: www.nsv-ski.ch