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War der Strafraum zu breit? Der FC Rotkreuz spielte im Tessin unter Protest

Wird aus der zweiten Saisonniederlage für den FC Rotkreuz am Ende ein Forfaitsieg? Zumindest spielten die Zuger im Tessin unter Protest, weil der Strafraum viel zu breit gezeichnet war. Die Amateur Liga entscheidet Ende der Woche.
Janick Wetterwald

In den ersten sieben Spielen in der 2. Liga interregional gab es für den FC Rotkreuz nur Siege. Souverän grüssten die Zuger von der Tabellenspitze. Die letzten beiden Spiele zu Hause gegen den FC Brunnen und auswärts bei der AS Novazzano gingen jedoch verloren – neuer Leader ist aktuell der FC Mendrisio.

(Printscreen football.ch, 1. Oktober 2019)

(Printscreen football.ch, 1. Oktober 2019)

Die 3:5-Niederlage vom vergangenen Samstag im Tessin ist aber noch nicht definitiv. Was ist passiert?

Zu grosser Strafraum

Rotkreuz-Trainer René Erlachner erklärt auf Nachfrage am Telefon: «Unser Torwart hat bereits beim Einlaufen gemerkt, dass die Abmessungen des Strafraums nicht stimmen können.» Daraufhin habe der FC Rotkreuz den Schiedsrichter informiert. Dieser habe den Strafraum jedoch erst auf Nachdruck begutachtet.

Bevor der Schiedsrichter das Spiel dann unter diesen Bedingungen anpfiff, deponierte der FC Rotkreuz einen Protest und bestätigte diesen fristgerecht nach dem Spiel.

Sechs Meter soll der Strafraum gemäss Erlachner insgesamt zu breit gewesen sein – 3 Meter auf jeder Seite. Dieses Bild zeigt, dass nach dem Spiel eine neue Linie gezeichnet wurde:

(Bild: PD)

(Bild: PD)

Brisant: Die AS Novazzano trug in dieser Saison bisher alle seine Heimspiele auf der Sportanlage «Campo communale», in der zehn Autominuten entfernten Gemeinde Morbio inferiore, aus. Auch die Partie gegen Rotkreuz. Es könnte also gut sein, dass nicht die AS Novazzano für die Markierungen des Platzes zuständig war. Auf der Homepage von Novazzano wird als Spielstätte die Sportanlage Campo Garbinasca angegeben.

Amateur Liga holt Stellungnahme ein

Der Verband Amateur Liga, welcher für den Spielbetrieb der 2. Liga interregional zuständig ist, bestätigt auf Anfrage den Protest des FC Rotkreuz. Ramon Zanchetto, Sekretär bei der Amateur Liga, sagt: «Wir holen nun in erster Linie die Stellungnahme bei der AS Novazzano ein. Danach entscheidet die Wettspielkommission mit Leiter Heinz Rähmi.» Klarheit in diesem Fall dürfte spätestens Ende Woche herrschen.

Im Raum stehen gemäss Zanchetto eine Bestätigung des momentanen Resultats, ein Wiederholungsspiel oder ein 3:0 Forfaitsieg für Rotkreuz. Mehr will man seitens des Verbands nicht sagen, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.

Das sagt das Reglement

Der FC Rotkreuz beruft sich mit dem Protest auf das Wettspielreglement des Schweizerischen Fussballverbandes. Dort steht auf Seite 23 unter der Ziffer 6.3 und Buchstabe f, dass ein Protest gutgeheissen werden kann «wenn die Spielfeldzeichnung, die Ausmasse und Konstruktion der Tore oder der Ball den Vorschriften der offiziellen Spielregeln nicht entsprachen». (jwe)

Beeinflusst wird die Entscheidung wohl auch vom Verhalten des Schiedsrichters. Dieser kann bei speziellen Vorkommnissen den Anpfiff um bis zu 30 Minuten später vornehmen. Der Unparteiische hätte dem Heimklub also die Chance geben können, den Strafraum neu zu zeichnen.

Ob der Schiedsrichter am vergangenen Samstag dem Heimklub dieses Angebot machte, wollen weder der Verband noch Rotkreuz-Trainer René Erlachner bestätigen.

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