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Weckruf bringt Spono ersten Titel

Die Spono Eagles schlagen Brühl mit 25:22 und sichern sich den Gewinn des Super-Cups. Trotzdem werden die Nottwilerinnen mit Ungewissheit in die Meisterschaft starten.
Stephan Santschi
Spono Nottwil feiert mit dem Super-Cup bereits den dritten Titel in diesem Jahr. (Bild: Martin Deuring (Winterthur, 26. August 2018)

Spono Nottwil feiert mit dem Super-Cup bereits den dritten Titel in diesem Jahr. (Bild: Martin Deuring (Winterthur, 26. August 2018)

Es war ein Weckruf der Marke Urs Mühlethaler. 40 Minuten waren am Sonntag im Super-Cup gegen Brühl gespielt, als die Nottwilerinnen erstmals seit dem 0:1 wieder in Rückstand gerieten (12:13). Der Trainer der Spono Eagles bat zum Time-out und richtete sich folgendermassen an sein Team: «Was braucht es denn noch, damit ihr Emotionen zeigt? Ihr spult das ab wie ein Scheiss-Trainingsspiel!» 20 Minuten später durfte er festhalten: Message angekommen, Zweck erfüllt. Nottwil gewann 25:22 und besiegte St. Gallen nach den Finals in Meisterschaft und Cup der letzten Saison zum dritten Mal in Serie in einem Endspiel.

Nach Mühlethalers kleiner Standpauke kamen die Adler vom Sempachersee deutlich entschlossener auf den Platz zurück. Neben einer soliden Abwehr und guten Goalies wussten sich im Angriff nun auch Pascale Wyder und Judith Matter stark in Szene zu setzen. Bis zur 49. Minute wuchs die Führung der Spono Eagles auf fünf Tore an (19:14), die Partie war entschieden. «Eigentlich sollte das nicht nötig sein, die Spielerinnen müssten sich selber wecken können. Eine Emotionsministerin haben wir in unserem Team aber noch nicht finden können», merkte Mühlethaler an.

Sieben Spielerinnen gehen nach dem Doublegewinn

Letztlich war er mit dem Auftritt seiner Equipe zufrieden, immerhin brachte sie in der Winterthurer AXA-Arena den ersten Titel der Saison ins Trockene. «Wir freuen uns, schätzen den Erfolg aber realistisch ein», meinte Mühlethaler, ehe er mit «Standortbestimmungstitel» ein neues Wort kreierte. «Ich war überrascht, dass wir gegenüber Brühl im athletischen Bereich Vorteile zu verzeichnen hatten.» Schliesslich war der personelle Aderlass nach dem Doublegewinn gross – mit Lisa Frey, Xenia Hodel, ­Patrizia Ramseier und Tamara ­Aegerter verliessen vier Leistungsträgerinnen den Verein. Auch Tatiana Heini und Patricia Arnet sind nicht mehr dabei, während Gianna Calchini für ein halbes Jahr im Ausland studiert.

Gleichwertig ersetzt worden sind sie nicht, mit dem Einbezug von sieben Spielerinnen der zweiten Mannschaft soll der Substanzverlust aber etwas abgefedert werden. Vor allem die 16-jährige Torhüterin Soraya Schaller («sie ist eine Rakete») und die 18-jährige rechte Aufbauerin Annika Hauptlin («ein ungeschliffener Diamant») beeindrucken den Trainer. «Klar würde ich mir drei, vier zusätzliche Spielerinnen wünschen. Präsident, Sportchef und Trainer müssen sich aber nichts vorwerfen, wir haben alles probiert.» Entweder seien die potenziellen Neuverpflichtungen nicht bereit gewesen, genügend in den Sport zu investieren, oder es hätten berufliche und private Gründen gegen einen Wechsel gesprochen.

Mühlethaler: «Spono ist immer noch Spono»

Trübsal blasen mag Mühlethaler nicht: «Wir kommen anders daher, aber nicht schlechter. Spono ist immer noch Spono, das haben wir im Super-Cup gespürt. Doch wir müssen topfit sein. Unsere Achillesferse ist das dünne Kader, es verträgt keine Ausfälle.» Der Fokus in der Vorbereitung lag deshalb auf der Athletik.

Am Wochenende beginnt nun die neue SPL1-Saison. Da auch die anderen Spitzenteams (Brühl, Zug, Thun) Leistungsträgerinnen abgeben mussten, streben die Nottwilerinnen wieder nach dem Double. «Die Kräfteverhältnisse haben sich nicht dramatisch verändert. Wahrscheinlich rücken wir alle etwas näher zusammen, es dürfte spannender werden.»

1. Runde. Samstag. 15.00: RW Thun – Yellow Winterthur. – 17.30: LC Brühl – Leimental.– 19.00: LK Zug – Herzogenbuchsee. – Sonntag. 12.00: GC Amicitia Zürich – Spono Eagles.

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