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Luca Toni: Weltmeisterlicher Besuch in Luzern

Die Schweizer Meister der Coca Cola Junior League sind gekürt. Für die Besten gibt es einen Händedruck von Luca Toni, dem Weltmeister mit Italien von 2006.
René Barmettler
Luca Toni (links) lässt sich mit einem Fan fotografieren. (Bild: Roger Grütter (Luzern. 24. Juni 2018))

Luca Toni (links) lässt sich mit einem Fan fotografieren. (Bild: Roger Grütter (Luzern. 24. Juni 2018))

Die A-Junioren des SC Düdingen jubeln am Sonntagnachmittag auf dem Balkon, als ob es kein Morgen gäbe. Die Freiburger feiern den Schweizer Meistertitel, nachdem sie Zug 94 im Final auf der Luzerner Allmend 1:0 bezwungen hatten. Links daneben steht Luca Toni, applaudiert höflich, reicht jedem Spieler die Hand und lässt sich auf Wunsch auch noch für ein gemeinsames Foto mit Einzelspielern ablichten.

Letztes Jahr nahm diese Aufgabe Xherdan Shaqiri wahr. Mit dem Unterschied, dass unser Nationalspieler von Bodyguards beschützt werden musste, weil die vielen anwesenden Buben und Mädchen ihn sonst schlicht erdrückt hätten. Der Ansturm auf den ungleich grösseren (193 cm), ehemaligen Starstürmer aus Italien findet in gesitteter Manier statt. Toni betritt ganz unspektakulär die Bühne, kann sich frei bewegen, lässt sich mit zahlreichen Müttern und Vätern von Junioren fotografieren, schüttelt viele Hände und guckt sich danach auch noch ein Junioren-Finalspiel an.

Sein Torjubel ging um die Welt

Der Ansturm der Jugend hält sich diesmal in Grenzen, Tonis Höhepunkt in seiner Karriere ist ja auch bereits ein Weilchen her. Eine Frau italienischer Abstammung fragt in ihrer Muttersprache, ob Luca Toni etwa Stürmer und Weltmeister von 2006 gewesen sei? Richtig, die Erinnerung hat sie nicht im Stich gelassen. Weltmeister wurde er mit Italien, sein Torjubel – Ohrschrauber genannt – ging um die Welt und fand viele Nachahmer. Darauf ist der inzwischen 41-Jährige auch heute noch stolz. «Dieser Torjubel entstand während meiner Zeit in Palermo», erzählt er den Besuchern. Dort spielte er zwischen 2003 und 2005, ehe seine Karriere so richtig Fahrt aufnahm. Es spielte bei der AC Fiorentina (2005–2007/2012–2013), Bayern München (2007–2009), der AS Roma (2010), Juventus Turin (2011–2012) und liess seine Karriere bei Hellas Verona ausklingen (2013–2016). Derzeit ist er auf der nicht gerade verzweifelten Suche nach einer Aufgabe im Fussballmanagement, aber auch der Nachwuchsbereich interessiert ihn. «Hauptsache bei einem Verein, bei dem ich den Nachwuchs vorwärts bringen kann», sagt er und lobt die Schweizer, die in diesem Bereich seiner Ansicht nach «Applaus» verdient hätten. Die Schweiz spielt an der WM-Endrunde um den Einzug in die Achtelfinals, seine Landsleute müssen die WM von zu Hause aus anschauen.

Die Frage, die längst kein Italiener mehr hören mag, wird dennoch gestellt. Wie weh tut es, nicht dabei zu sein? «Brutto!», ruft Luca Toni aus, «hässlich!» Und beklagte, dass es um die Fussball-Infrastrukturen in seinem Land nicht zum Besten bestellt sei. «Das sieht hier in Luzern viel besser aus.» Dennoch zeigt er sich überzeugt, dass seine «Squadra Azzurra» sofort wieder aufstehen wird. «Das wird bereits beim nächsten EM-Qualifikationsspiel geschehen», verspricht er, denn «Champions werden in Italien immer geboren.» Ein Naturgesetz, sozusagen.

Sein Finaltipp: «Belgien gegen die Schweiz»

Er selber hatte «viel Glück, nicht jeder wird ein Champion. Wichtig ist aber, dass man Sport treibt, anstatt Playstation zu spielen. Leidenschaft, nie aufgeben und Spass haben sind entscheidend im Fussball.» Und in perfekter Gentleman-Manier tippt er am Ende der Fragerunde den WM-Final. «Belgien», sagt er, und – nach einigem Nachdenken – «gegen die Schweiz.» Applaus begleitet mit etwas Gelächter ist die Reaktion des Publikums. Und mit dem für ihn so typischen Schalk im Gesicht verabschiedet sich Luca Toni in Richtung Balkon, wo die Pokale für die A-, B-, und C-Junioren bereitstehen.

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