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Wiedersehen nach einem Jahrzehnt

Morgen Samstag spielt Ad Astra Sarnen zu Hause gegen Uster das erste NLA-Spiel der Vereinsgeschichte.
Bestreitet seine erste Saison mit Sarnen: der 34-jährige Verteidiger Jaska Kunelius (rechts).Bild: pd

Bestreitet seine erste Saison mit Sarnen: der 34-jährige Verteidiger Jaska Kunelius (rechts).Bild: pd

Lange ist es her, seit Ad Astra Sarnen und der UHC Uster zuletzt in einem Ernstkampf aufeinander trafen. Vor mehr als einem Jahrzehnt, im Jahr 2008, war dies letztmals der Fall. Damals konnte das Zürcher NLA-Team die Obwaldner 1. Liga-Equipe im Cup mit 5:2 aus dem Wettbewerb werfen. Während sich Ad Astra Sarnen in den darauf folgenden Jahren kontinuierlich nach oben arbeitete und nun im Oberhaus angelangt ist, nehmen die Ustermer mittlerweile ihre zehnte Saison in Folge in der NLA im Angriff. Somit stehen sich die beiden Teams am Samstag (19.30 Uhr, Dreifachhalle Sarnen) nun erstmals als Gegner in derselben Liga gegenüber.

Zwei Sarner mit Ustermer Vergangenheit

Zwei Spieler aus dem aktuellen Kader weisen eine Vergangenheit beim UHC Uster auf. Sowohl für Lauri Liikanen als auch für den Neo-Sarner Kaapo Savinainen war das Zürcher Oberland die erste Station in der Schweiz. Liikanen brach nach 2015 einer Saison im Zürcher Oberland seine Zelte in der Schweiz zwischenzeitlich ab und kehrte nach Finnland zurück, ehe er sich im Sommer 2017 Ad Astra anschloss. Mittlerweile nimmt er bereits seine dritte Saison in Sarnen in Angriff.

Sein finnischer Landsmann Kaapo Savinainen wechselte nach Ende der abgelaufenen Saison von Uster nach Sarnen. Nun sollen die beiden in Sarnen ein torgefährliches Duo bilden. «Seit wir in Finnland gemeinsam spielten, sind Lauri und ich gute Freunde. Umso schöner, dass wir nun in der Schweiz wieder zusammen im selben Team auf Torjagd gehen dürfen», freut sich Savinainen. Auf die Tore der beiden finnischen Angreifer wird Ad Astra in der NLA angewiesen sein, um Punkte einfahren zu können.

Savinainen verpasst Spiel gegen Ex-Team

Aufgrund einer Verletzung wird Kaapo Savinainen das Auftaktspiel gegen sein ehemaliges Team verpassen. Bei einer unglücklichen Aktion im Training am vergangenen Samstag verletzte sich der Finne. «Es ärgert mich sehr, dass ich das Spiel gegen Uster verpasse. Ich hoffe, dass ich mich schnell erhole und dem Team bald auf dem Feld helfen kann», blickt Savinainen voraus. Headcoach Eetu Vehanen bereitet der Ausfall seines ersten Centers leichte Kopfschmerzen: «Unser Kader ist eher schmal besetzt, viele Ausfälle können wir uns nicht leisten – und schon gar nicht von Schlüsselspielern.»

Kaapo Savinainen ist gespannt, wie sich seine ehemaligen Teamkollegen in Sarnen präsentieren werden: «Usters Spiel ist ausgerichtet auf saubere Abwehrarbeit und schnelle Konterangriffe. Das Spiel mit dem Ball überlassen sie in der Regel eher dem Gegner.» Die Frage ob dies auch gegen den Aufsteiger der Fall sein wird, oder ob die Ustermer eine offensivere Taktik wählen, dürfte Coach Vehanen beschäftigen. Dieser lässt sich jedoch nicht in die Karten blicken: «Unabhängig davon wie der Gegner taktisch auftritt, müssen wir zuerst unsere Arbeit erledigen. Das ist die Grundlage dafür, um in dieser Liga um Punkte kämpfen zu können.»

Reihten die Obwaldner in der NLB im Vorjahr Sieg an Sieg aneinander ist anzunehmen, dass dies in der NLA nicht mehr so häufig der Fall sein wird. «Davon ist auszugehen», ist sich Vehanen bewusst. «Unser Ziel ist ganz klar der Ligaerhalt. Über sein und nicht sein entscheidet jedoch nicht das erste Spiel. Je schneller wir uns an das Niveau in der höchsten Schweizer Liga gewöhnen, umso besser.» Allzu viel Angewöhnungszeit gewährt der Spielplan den Sarnern jedoch nicht: Nach Uster warten mit Alligator Malans, dem Vizemeister GC Unihockey und dem Meister SV Wiler-Ersigen die drei Schwergewichte der Liga auf Ad Astra. (jh)

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