Willisau demonstriert Heimstärke – 24:14 gegen Einsiedeln

Der Favorit Willisau Lions gewinnt gegen Einsiedeln mit 24:14. Stefan Reichmuth glückt das Comeback.

Simon Gerber
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Der Willisauer Florian Bissig (links) gegen den Einsiedler Dani Kälin in der Kat. 57 kg Freistil.
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Der Willisauer Lukas Bosserz (links) gegen den Einsiedler Lars Neyer in der Kat. 65 kg Freistil.
Der Willisauer Stefan Reichmuth (rechts) gegen den Einsiedler Sven Neyer in der Kat. 97 kg Freistil.
Der Willisauer Lukas Bosserz (rechts) gegen den Einsiedler Lars Neyer in der Kat. 65 kg Freistil.
Der Willisauer Lukas Bosserz (rechts) gegen den Einsiedler Lars Neyer in der Kat. 65 kg Freistil.
Der Willisauer Lukas Bosserz (oben) gegen den Einsiedler Lars Neyer in der Kat. 65 kg Freistil.
Der Willisauer Lukas Bosserz (rechts) gegen den Einsiedler Lars Neyer in der Kat. 65 kg Freistil.
Der Willisauer Stefan Reichmuth (rechts) gegen den Einsiedler Sven Neyer in der Kat. 97 kg Freistil.
Der Willisauer Timon Zeder (rechts) gegen den Einsiedler Kay Neyer in der Kat. 61 kg Greco.
Der Willisauer Delian Alishahi (unten) gegen den Einsiedler Boris Illenseer in der Kat. 130 kg Greco.
Der Willisauer Timon Zeder (rechts) gegen den Einsiedler Kay Neyer in der Kat. 61 kg Greco.
Der Willisauer Delian Alishahi (rechts) gegen den Einsiedler Boris Illenseer in der Kat. 130 kg Greco.
Der Willisauer Delian Alishahi (rechts) gegen den Einsiedler Boris Illenseer in der Kat. 130 kg Greco.
Der Willisauer Florian Bissig (links) gegen den Einsiedler Dani Kälin in der Kat. 57 kg Freistil.
Der Willisauer Florian Bissig (unten) gegen den Einsiedler Dani Kälin in der Kat. 57 kg Freistil.
Markus Odermatt, Präsident des Ringer Clubs Willisaus (RCW Lions).

Der Willisauer Florian Bissig (links) gegen den Einsiedler Dani Kälin in der Kat. 57 kg Freistil.

Bild: Pius Amrein (Willisau, 12. September 2020)

Unter Urs Bürgler, dem Cheftrainer und zweifachen Olympiateilnehmer im Ringen, mauserte sich Einsiedeln in der höchsten Liga zu einem ernst zu nehmenden Gegner. Wie die Vergangenheit zeigt, tanzen die Schwyzer am liebsten den Willisau Lions frech auf der Nase herum. Letztes Jahr knöpften die Klosterdorf-Ringer in der Qualifikationsphase dem Topfavoriten als einzige Mannschaft mit dem 19:19 ein Unentschieden ab. Wer heuer wieder ein Spektakel der beiden Teams auf Augenhöhe erwartete, der wurde etwas enttäuscht. «Immerhin holten wir gegen den Titelverteidiger vier Siege. Ganz zufrieden bin ich trotzdem nicht», resümierte Urs Bürgler. «Taktisch unterliefen uns noch zu viele Fehler, was zu unnötigen Punktverlusten führte. Wir haben noch Luft nach oben.»

Die Lions gaben diesmal den Takt vor und übernahmen nach dem zweiten Duell des Abends die Führung. In den beiden schwersten Gewichtskategorien überzeugten die Luzerner Hinterländer. Delian Alishahi punktete dank seiner effizienten Bodentechnik den zehn Kilogramm schwereren Boris Illenseer aus. Nach seiner Handverletzung kehrte Stefan Reichmuth, der Bronzemedaillengewinner an der letztjährigen WM, wieder ins Team zurück. Er blieb seinem Ruf nichts schuldig und dominierte das Duell mit schnellen Beinangriffen gegen Sven Neyer. «Mein letzter Wettkampfeinsatz war der dritte Platz an einem internationalen Turnier in Nizza im vergangenen Januar. Deshalb freute ich mich nach der langen Coronapause extrem auf dieses Duell», sagte Reichmuth.

Viel Szenenapplaus erhielt Timon Zeder für seinen deutlichen Sieg gegen Kay Neyer. Er agierte clever, liess seinen Gegner immer wieder ins Leere laufen und konterte mit Gegenangriffen. Nach den ersten fünf Mattenduellen führte der Rekordmeister bereits mit 13:5. Die einzigen Lichtblicke der Gäste waren Dany Kälin und der überragend kämpfende Lars Neyer.

Zuschauer befolgen die Regeln

Nach der Pause sorgten bei den Gastgebern auch die Jungen für die Musik. Das bärenstarke Brüderduo Tobias und Michael Portmann fuhr mit seiner stets hohen Leistungsbereitschaft weitere souveräne Siege ein. Der körperlich überlegene Roger Heiniger liess seinem Kontrahenten Michel Schönbächler keinen Spielraum und gewann klar. Mit einem so hohen 24:14-Sieg hat Thomas Bucheli, Cheftrainer von Willisau, nicht gerechnet. «Einsiedeln ist für uns ein unbequemer Gegner, den wir nie unterschätzen dürfen. Es ging darum, konsequent um jeden Punkt zu kämpfen, was dem Team sehr gut gelungen ist», sagte er. «Ausschlaggebend für den deutlichen Erfolg waren die durchwegs hohen Siege in den schweren und mittleren Gewichtsklassen.»

Die Teammeisterschaft findet unter speziellen Bedingungen und mit einem Corona-Schutzkonzept statt. Während in Einsiedeln strikte Maskenpflicht auf allen Zuschauerplätzen besteht, waren die Maskenträger in der BBZ-Halle in Willisau in der Minderheit. «Wir hatten die Maskenpflicht auf den Sitzplätzen auch diskutiert. Die Gesundheitsbehörde des Kantons Luzern hat uns jedoch bewilligt, in den speziell bezeichneten Sektoren mit 100 Zuschauern die Maske abzulegen», begründet Lions-Präsident Markus Odermatt. Das Contact-Tracing habe gut funktioniert, er habe viele positive Rückmeldungen erhalten. Das Publikum habe sich mehrheitlich an die Hygiene- und Schutzmassnahmen gehalten. Von den 600 verfügbaren Sitzplätzen waren 400 besetzt.

Mannschafts-Meisterschaft. Premium League. 2. Runde: Willisau Lions – Einsiedeln 24:14. Freiamt – Kriessern 26:9. – Rangliste (nach 2 Runden): 1. Willisau Lions und Freiamt je 4. 3. Einsiedeln und Kriessern je 0.

Willisau – Einsiedeln 24:14

57 kg: Florian Bissig v. Dany Kälin 1:2. – 61 kg: Timon Zeder s. Kay Neyer 3:0. – 65 kg: Lukas Bossert v. Lars Neyer 1:2. – 70 kg: Roger Heiniger s. Michel Schönbächler 3:1.  – 75 kg: Tobias Portmann s. Yves Neyer 3:1. – 75 kg: Michael Portmann s. Lukas Schönbächler 4:0. – 80 kg: Mansur Mavlaev v. Andreas Burkhard 1:3. – 86 kg: Daniel Häfliger v. Mathias Käser 0:4. – 97 kg: Stefan Reichmuth s. Sven Neyer 4:0. – 130 kg: Delian Alishahi s. Boris Illenseer 4:1.