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Willisau jagt den Titelverteidiger

Heute Abend (20.00 Uhr) starten vier Innerschweizer Teams in die NLA-Saison. Rekordmeister Willisau greift nach dem 14. Titelgewinn.
Simon Gerber
Willisau mit Stefan Reichmuth (rechts) gegen Joel Ambühl von Hergiswil. (Bild: Nadia Schärli (Willisau, 21.10.2017)

Willisau mit Stefan Reichmuth (rechts) gegen Joel Ambühl von Hergiswil. (Bild: Nadia Schärli (Willisau, 21.10.2017)

Es wäre eine Überraschung, wenn der Schweizer Mannschaftsmeister 2018 nicht Kriessern oder Willisau heissen würde. Im letzten Jahr stemmten die Rheintaler nach der siegreichen Best-of-3-Finalserie die Meistertrophäe in die Höhe. Sie verfügen weiterhin über ein sehr kompaktes Kader und werden alles daran setzen, nach den beiden Titelgewinnen 2016 und 2017 nun den Hattrick zu schaffen. Die Chancen sind jedoch gross, dass im Dezember wieder einmal der ­Rekordmeister Willisau jubeln kann. «Wir haben letzte Saison zwar vieles richtig gemacht, aber Kriessern war noch eine Spur besser und ist für mich auch diesmal wieder der Favorit. Unser Ziel ist es, noch näher zu den Rheintalern aufzuschliessen», sagt Thomas Bucheli, der Cheftrainer der Luzerner.

Sein Team ist ebenfalls sehr gut aufgestellt. Das ohnehin schon breite und robuste Kader wurde zusätzlich durch den Bulgaren Dimitri Sandov verstärkt. Das 19-jährige Talent wurde an den diesjährigen Junioren-EM Fünfter und kommt in der bisherigen Problemzone der beiden leichtesten Gewichtsklassen (57 und 61 kg) zum Einsatz. International erfahrene Athleten wie Stefan Reichmuth, Samuel Scherrer oder das Brüderpaar Tobias und Michael Portmann haben ihren Zenit noch lange nicht erreicht und werden der Konkurrenz tüchtig einheizen. Einzig der Freistilspezialist bis 74 kg, Andreas Reichmuth, fällt nach einer Ellbogenverletzung die ganze Saison aus. Die Vorbereitungsphase sei optimal verlaufen und das Trainingslager auf Mallorca ein voller Erfolg gewesen. «Jeder Ringer ist fit und kämpft auf einem guten Niveau», freut sich Bucheli. Er habe die Saisonplanung so ausgerichtet, dass sich seine Athleten nach dem Erreichen der Halbfinals in den entscheidenden Duellen um den Titel noch weiter steigern können.

Hergiswil hat sich verstärkt

Hinter diesen beiden Topmannschaften formiert sich ein Verfolgerfeld mit den drei Innerschweizer Equipen Hergiswil, Schattdorf, Einsiedeln und der Staffel aus dem Freiamt. Dieses Quartett ist sehr ausgeglichen, die vier Mannschaften hoffen auf den Einzug in die Halbfinals. Das bis vor zwei Jahren sehr erfolgreiche Hergiswil erlebte in der letzten Saison turbulente Zeiten. Während der Saison kam es zu einem überraschenden Abgang des Cheftrainers. Zudem wurde die Verletztenliste immer länger. Die Napfringer zitterten schliesslich bis zum letzten Kampf um den Ligaerhalt. Nur dank einem hauchdünnen 20:19-Sieg gegen Brunnen sicherten sie sich gerade noch den Verbleib in der höchsten Liga. Es war für die Hinterländer die schlechteste Saison seit dem Wiederaufstieg 2005 in die NLA. Eine solch schwierige Phase möchte der Präsident Daniel Stadelmann nicht noch einmal durchmachen. «Es war für uns alle keine einfache Zeit und die lange Ungewissheit forderte von allen sehr viel», so Stadelmann.

Dank deutlichen Verbesserungen in verschiedenen Bereichen können die Luzerner die kommenden Monate wieder ­etwas entspannter angehen. Anders als im Vorjahr waren die Verantwortlichen auf dem Transfermarkt aktiv und melden die Zuzüge der beiden Routiniers Manuel Jakob und Pascal Jungo sowie des Nachwuchs-Internationalen Christian Zemp von Brunnen. «Durch die Verstärkungen sind wir für die Gegner wieder ­etwas unberechenbarer als in der letzten Saison. Auch die jungen Athleten sind um ein Jahr älter und damit reifer geworden. In dieser Konstellation sollte für uns die Halbfinalqualifikation möglich sein», sagt Daniel Stadelmann.

Ambitioniertes Schattdorf

Einsiedeln kämpfte in der Vergangenheit immer wieder gegen den Abstieg. Unter dem neuen Trainer Urs Bürgler überraschten die Klosterdorf-Ringer und erreichten letztes Jahr erstmals den Halbfinal. Sie müssen allerdings auf den verletzten Leistungsträger Yves Neyer verzichten.

Ambitionen hegt auch Schattdorf, welches sich durch die beiden Walliser Kim Besse und Tanguy Darbelley verstärkt hat. Dem langjährigen Cheftrainer Michael Jauch gelingt es immer wieder, gegen vermeintlich stärkere Mannschaften für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. Die jungen Urner haben gute Chancen, wie schon 2015 in den Halbfinal vorzustossen.

Nach je fünf Vor- und Rückrunden erküren die zwei besten Mannschaften im Dezember in einer Best-of-3-Finalserie den Meister.

Schlussrangliste: 1. Kriessern. 2. Willisau. 3. Freiamt. 4. Einsiedeln. 5. Schattdorf. 6. Hergiswil.

1. Runde. Heute (20.00): Schattdorf – Kriessern (Grundmatte). Hergiswil – Einsiedeln (Steinacherhalle). Freiamt – Willisau (Sporthalle Merenschwand).

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