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Willisauer Kampfgeist zum Saisonstart wird belohnt

Hergiswil missglückt der Auftakt in die 2.-Liga-inter-Meisterschaft. Die Nidwaldner verlieren gegen Willisau 1:2.
Michael Wyss
Hergiswil-Goalie Oliver Strohhammer streckt sich vergebens beim 0:1. Bild: Manuela Jans-Koch (10. August 2019)

Hergiswil-Goalie Oliver Strohhammer streckt sich vergebens beim 0:1. Bild: Manuela Jans-Koch (10. August 2019)

«Ich bin stolz auf meine Jungs. Sie haben das umgesetzt, was ich verlangte. Der Sieg ist nicht gestohlen, denn wir zeigten grossen Kampfgeist. Es war eine kollektiv überzeugende Leistung», freute sich der 41-jährige Roger Felber, Trainer der Willisauer. Für den Gast skorten die beiden Mittelfeldspieler Ndue Daka (33. zum 1:0) und Pascal Lang (69. zum 2:1). Für den 1:1-Ausgleich war Devin Arnold (43.) besorgt.

Auf der Gegenseite war der Frust den Nidwaldnern ins Gesicht geschrieben. Der Blick nach Spielschluss war ins Leere gerichtet. Den Auftakt vor heimischer Kulisse mit einer 1:2-Niederlage zu beginnen, war ärgerlich für Verteidiger Luca Mombelli (28, Captain), den dienstältesten Spieler der Hergiswiler. Das Eigengewächs nach dem Spiel: «Wir wollten gewinnen. Das war unser Ziel, doch wir haben für die drei Punkte zu wenig Aufwand betrieben. Wir spielten zu ängstlich, zu verhalten. Weit weg von unseren Möglichkeiten», zeigte er sich frustriert. «Es war kein Feuer, kein Biss ersichtlich. Die Emotionen fehlten. Nun muss eine Leistungssteigerung her», forderte der Hergiswiler.

Apropos Emotionen: im Spiel fehlte ein Akteur, der seine Mitspieler geweckt oder ein Zeichen gesetzt hätte. Hörbar waren nur Trainer Marc Odermatt und sein Assistent Denis Faccenda, die an der Seitenlinie weibelten. Mit Ägeri (Sonntag, 15.00 Chruzelen) wartet auswärts ebenfalls keine leichte Aufgabe. Die Zuger verloren das Startspiel bei Aufstiegsfavorit Emmenbrücke knapp mit 2:3. Mombelli: «Wir müssen von der ersten Minute Bereitschaft und Siegeswille signalisieren. Im Spiel gegen Willisau waren die ersten 20 Minuten gut, da gilt es anzuknüpfen. Es wird ein Kampfspiel geben im Ägerital.»

Sehenswerte Treffer auf beiden Seiten

Dass die Hergiswiler Fussball spielen können und einiges an Qualität haben, zeigten sie ja in den Vorbereitungsspielen (4 Sie-ge; 1 Remis) gegen Sarnen (4:0), Stans (2:1), Emmen (2:2), Hochdorf (4:0) und Horw (13:1). «Wir können auf eine erfolgreiche Vorbereitungsphase unserer ersten Mannschaft zurückblicken», verkündete der Speaker vor dem Spiel. Doch diese Vorbereitungspartien sind auch trügerisch, wie sich nun zeigte. «Du musst am Tag X einfach bereit sein. Wir waren im Kopf nicht bereit für den Kampf. Was war, interessiert niemanden mehr, wenn es losgeht. Wir waren diesmal nicht bei der Sache. 20 Minuten guten Fussball spielen genügt einfach nicht. Wir müssen aufwachen und zeigen, was wir können», übte Odermatt harsche Kritik an seinem Team nach dem Schlusspfiff. «Wenn nicht jeder Spieler 100 Prozent aus sich herausholt, verlierst du.» Die beste Phase hatten die Hergiswiler zu Beginn der Partie, wo sie auch druckvoll spielten, den Gegner dominierten und in die Verteidigungszone drängten. Chancen zur Führung waren vorhanden. Willisau überstand diese Druckphase und zeigte in der Folge erfrischenden Fussball und war stets gefährlich im Konterspiel.

Sehenswert waren die beiden ersten Treffer: Willisaus Ndue Daka zirkelte einen Freistoss aus rund 25 Metern ins hohe linke Eck zum 1:0, unhaltbar für Hergiswils Schlussmann Oliver Strohhammer. Auch das 1:1 durch Devin Arnold fiel durch einen herrlichen Schuss ins hohe rechte Eck, ebenfalls machtlos war in dieser Szene Willisaus Keeper Philip Bolliger. Der Siegestreffer folgte nach einer Unachtsamkeit in der Hintermannschaft des Gastgebers: Pascal Lang spitzelte den Ball nach einem Flankenball zum 2:1 in die Maschen der Nidwaldner. Willisau geht nun gestärkt in die zweite Runde. Es trifft am Samstag (18.00, Schlossfeld) auf Kickers Luzern, die im Startspiel gegen Novazzano 0:0 spielten.

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