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Willisauer Ringer mobilisieren ihre letzten Kräfte

Mit dem Halbfinalsieg streifen die Willisau Lions das Angstgegner-Image gegen Einsiedeln ab. Sie können den Schalter nach der 17:21-Niederlage vor einer Woche noch rechtzeitig umlegen.
Simon Gerber
Gross ist die Freude bei den Willisauern nach dem Finaleinzug. (Bild: Boris Bürgisser (Willisau, 1. Dezember 2018)

Gross ist die Freude bei den Willisauern nach dem Finaleinzug. (Bild: Boris Bürgisser (Willisau, 1. Dezember 2018)

Spektakuläre Duelle, Spannung pur, starke Emotionen – das sind die Facetten, die sich der Ringerfan von einem Spitzenkampf erhofft. Genau dies wurde den 1020 Zuschauern (Saisonrekord) in der BBZ-Halle geboten. Das erste Halbfinalduell vor einer Woche auswärts gegen Einsiedeln war den ersatzgeschwächten Luzernern nicht wie gewünscht gelungen. Sie verloren 17:21. «Ich bin mir sicher, dass wir im Rückkampf zurückschlagen werden und die richtige Antwort haben», erklärte der Cheftrainer Thomas Bucheli nach der dritten Saisonniederlage gegen die Schwyzer.

Tatsächlich zeigten die Lions diesmal die Krallen. Die Entscheidung um den Einzug in den Final fiel allerdings erst im letzten Kampf. Dem Rekordmeister gelang es, den Schalter gerade noch rechtzeitig umzulegen. Dabei sorgten gleich vier Rückkehrer für Aufwind und brachten vor allem auch wieder viel Selbstvertrauen ins Team. Einer davon, Dimitar Sandov, fegte Lars Neyer gleich mit 15:0 Punkten von der Matte. Dieser Erfolg war extrem wichtig und wegweisend für den weiteren Kampfverlauf der Luzerner. Mit Mansur Mavlaev dominierte anfänglich ein weiteres Willisauer Leichtgewicht. Ihm wurden allerdings zwei Kopfklammern seines Kontrahenten Michel Schönbächler noch zum Verhängnis. Herausragend war die Leistung von Michael Portmann. Obwohl erst 17-jährig, kämpfte der talentierte Athlet abgeklärt. Er führte gegen Jan Neyer technisch die feinere Klinge.

Erfolgreiche Rückkehr von Samuel Scherrer

Ein Highlight des Abends gab es in der Gewichtsklasse bis 97 Kilogramm. Der nach einer Knieverletzung zurückgekehrte Samuel Scherrer lieferte bereits wieder eine Topleistung ab. Der Internationale sorgte mit Ausheber und Durchdreher am Boden gegen Sven Neyer für viel Stimmung in der Halle. Nach der 11:6-Pausenführung bauten die Gastgeber im zweiten Kampfabschnitt ihren Vorsprung weiter aus. Der Internationale Stefan Reichmuth platzierte seine gefürchteten Beinangriffe immer sehr präzise und verwies damit den Schweizer Meister Andreas Burkard auf die Verliererstrasse.

Obwohl Jonas Bossert zwei unerwartete Punkte an Lukas Schönbächler verlor, blieb sein deutlicher Sieg unangetastet. Zuletzt kamen die Gastgeber doch noch ins Zittern. Die Niederlage des wagemutigen Andreas Vetsch gegen das Jungtalent Yves Müllhaupt war nicht einkalkuliert. Im letzten Kampf behielt Tobias Portmann dann die Nerven. Er machte von Beginn gegen den aus Polen stammenden Altinternationalen Adrian Mazan den Kampf und kam nie gross in Bedrängnis. Der Sieg kam zu Stande, weil die Lions im richtigen Moment die Energie fanden, um Widerstände zu brechen. Jeder hat gemerkt, dass dies die letzte Chance war, diese Saison noch zu retten. «Es ging ein Ruck durch die Mannschaft und es gelang ihr, die Kräfte zu mobilisieren. Die Leistungsträger wurden ihrer Führungsrolle gerecht, zum Teil waren sie gar übermotiviert», resümierte Willisaus Cheftrainer Thomas Bucheli. Bei ihm war die Erleichterung nach dem Match förmlich zu spüren, auch die Gesichter der Ringer waren entspannt und fröhlich. «Ich bin wirklich stolz auf diese Leistung», betont Bucheli.

Die Enttäuschung im Lager der Einsiedler dagegen ist gross, auch beim Präsidenten Ruedi Bee­ler. «Wir haben den erstmaligen Finaleinzug schon vor einer Woche im Heimkampf verspielt. Es wäre ein deutlich höheres Resultat möglich gewesen. Jetzt waren wir erneut nahe an einem Sieg, aber der dazu nötige Exploit fehlte», sagte Beeler. Der Gegner verfüge halt eindeutig über das breitere und stärkere Kader.

Auch Kriessern ist wieder im Final

Nach einer durchzogenen Qualifikationsphase hat es der Titelverteidiger Kriessern erneut geschafft, auf den «Tag X» bereit zu sein. Nach dem 24:13-Sieg vor einer Woche gegen Freiamt trennten sich die Rheintaler 17:17 unentschieden. Wie schon im letzten Jahr kommt es nun zum Final zwischen Kriessern und Willisau.

Nationalliga A. Mannschaftsmeisterschaft. Halbfinals. Rückkämpfe: Willisau (1. Qualifikation) – Einsiedeln (4.) 21:14; Hinkampf 17:21. Freiamt (2.) – Kriessern (3.) 17:17; 13:24. – Damit im Final (8./15. Dezember): Kriessern – Willisau (Hinkampf in Kriessern). – Um Platz 3 (9./16. Dezember): Einsiedeln – Freiamt (Hinkampf in Einsiedeln).

Willisau Lions – Einsiedeln 21:14

57 kg: Dimitar Sandov s. Lars Neyer 4:0. – 61 kg: Mansur Mavleaev v. Michel Schönbächler 1:2. – 65 kg: Michael Portmann s. Jan Neyer 2:1. – 70 kg: Mirco Studer v. Saifulla Avtorkhanov 0:4. – 74 kg: Andreas Vetsch v. Yves Müllhaupt 1:2. Tobias Portmann s. Adrian Mazan 2:1. – 79 kg: Jonas Bossert s. Lukas Schönbächler 4:1. – 86 kg: Stefan Reichmuth s. Andreas Burkard 3:0. – 97 kg: Samuel Scherrer s. Sven Neyer 4:1. – 130 kg: Marco Riesen v. Andry Vysar 0:2.

Freiamt – Kriessern 17:17

57 kg: Nils Leutert v. Urs Wild 1:2. – 61 kg: Nino Leutert s. Christoph Wittenwiler 2:1. – 65 kg: Michael Bucher s. Gabor Molnar 4:0. – 70 kg: Randy Vock s. Dominik Laritz 2:1. – 74 kg: Pascal Strebel s. David Hungerbühler 3:1. Husein Kadimagomaev v. Marc Dietsche 0:4. – 79 kg: Nico Küng v. Fabio Dietsche 0:3. – 86 kg: Reto Gisler s. Damian Dietsche 2:1. – 97 kg: Marc Weber v. Ramon Betschart 0:4. – 130 kg: Magomed Ayskhanov s. Philipp Hutter 3:0.

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