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HC-Luzern-Stürmer spricht Klartext: «Wir dürfen uns keine Aussetzer leisten»

Bence Horváth wechselte im Sommer zum 1.-Liga-Aufsteiger HC Luzern. Der Eishockey-Stürmer weiss, wo der HCL Defizite hat.
Michael Wyss
Luzerns Verteidiger Cyril Niederhäuser (rechts) wird von Rheintal-Stürmer Lukas Sieber hinter dem HCL-Tor unter Druck gesetzt. Bild: Nadia Schärli (Luzern, 12. Oktober 2019)

Luzerns Verteidiger Cyril Niederhäuser (rechts) wird von Rheintal-Stürmer Lukas Sieber hinter dem HCL-Tor unter Druck gesetzt. Bild: Nadia Schärli (Luzern, 12. Oktober 2019)

«Dass wir Letzte sind, haben wir nicht verdient. Wir sind klar besser, als es die Rangliste zum Ausdruck bringt. Die Bilanz nach dem fünften Spieltag mit fünf Niederlagen ist brutal», so Bence Horváth (kleines Bild). Der 23-Jährige, der im zürcherischen Dietikon wohnt und in Budapest aufgewachsen ist, kam mit 14 Jahren nach La-Chaux-de-Fonds. Unter anderem spielte der Stürmer und derzeitige Student Politikwissenschaft/ Jus der Universität Zürich, für Moutier, Frauenfeld und Wil in der 1. Liga.

Warum wechselte er von Wil, der letzten Station, nach Luzern? «Ich hatte auf diese Saison hin beim Erstligist Uzwil einen Vertrag unterschrieben, dann wurde im Frühjahr der Rückzug des 1.-Ligisten aus finanziellen Gründen bekanntgegeben. Dann kam die Anfrage von Luzern und nach guten Gesprächen mit Luzerns Sportchef Laurent Scheiwiler wechselte ich hierher. Ich spürte das Vertrauen in meine Person», so der Ungare.

Zuviel Aufwand, um ein Tor zu erzielen

Und bereut der Stürmer den Schritt nicht? «Nein. Absolut nicht. Die Herausforderung mit dem Aufsteiger den Ligaerhalt zu schaffen, sehe ich als reizvolle Aufgabe für mich. Wir können das schaffen, denn das Eishockeyspielen müssen wir nicht mehr lernen. Es fehlt nicht viel in dieser Liga. Es sind oft nur Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen», ist Horváth überzeugt und sagt: «Wir müssen an der Konstanz arbeiten und 60 Minuten unser Hockey zeigen. In dieser Liga kann man sich keine Aussetzer leisten. Der Gegner bestraft das auf diesem Niveau. Aus den Partien gegen Herisau, Argovia Stars und Rheintal fehlen natürlich 4 bis 5 Punkte. Wir sind nicht zufrieden mit dem aktuellen Stand. Positiv ist, dass wir uns Chancen kreieren und offensiv Akzente setzen können. Wir erarbeiten uns Möglichkeiten, sind aber nicht effizient genug. Wir betreiben einen enormen Aufwand, damit wir zum Torerfolg kommen.» Besser werden muss auch das Überzahlspiel, aus diesem Luzern zu wenig Profit schlagen kann.

Nach fünf Partien ohne Siegeserlebnis warten nun auswärts die Red Lions Reinach (Samstag 17.30, KEB Oberwynental Reinach). Die Oberwynentaler haben bisher einen Sieg (3 Punkte) verbucht und stehen zwei Punkte vor dem HCL in der Tabelle. Horváth: «Für dieses Spiel muss uns keiner motivieren. Wir wollen gegen die Aargauer den ersten Sieg feiern. Uns fehlt ein Erfolgserlebnis. Das könnte uns beflügeln und neue Kräfte frei setzen.»

Eishockey, 1. Liga

5. Runde: HC Luzern – Rheintal 2:4. Wetzikon – Reinach 5:3. Prättigau-Herrschaft – Argovia Stars 1:4. Wil – Frauenfeld 4:1. Burgdorf – Pikes Oberthurgau 5:6 n. P. Herisau – Bellinzona 8:4. – Rangliste (alle 5 Spiele): 1. Wil 12 (18:13). 2. Frauenfeld 12 (15:10). 3. Wetzikon 11. 4. Burgdorf 10. 5. Pikes Oberthurgau 9. 6. Prättigau-Herrschaft 8 (19:20). 7. Rheintal 8 (12:17). 8. Argovia Stars 6. 9. Herisau 5 (17:17). 10. Bellinzona 5 (20:21). 11. Reinach 3. 12. HC Luzern 1 (8:22).

HC Luzern – Rheintal 2:4 (0:0, 1:1, 1:3)
Eiszentrum. – 150 Zuschauer. – SR Zweidler (Vendrame, Guidi). – Tore: 26. 0:1. 39. Ramsauer (Santer) 1:1. 46. 1:2. 48. 1:3. 56. Emanuel Guidon 2:3. 60 (59:50). 2:4 (ins leere Tor).

Nächstes Spiel. Samstag. 17.30: Red Lions Reinach – Luzern (KEB, Reinach).

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