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Daniel Sieger: «Wir gewinnen mit Herz»

Im Schatten der Schlottermilch schrieben die Reserven des FC Sursee ein kleines Fussballmärchen. Zwei Jahre nach dem Aufstieg in die 3. Liga klettert das Team von Trainer Luigj Nikaj erneut eine Etage höher.
Die Aufsteiger aus Sursee feiern ihren Linksverteidiger Andy Cesar Maciera (oben). (Bild: Christian H. Hildebrand (Rotkreuz, 16. Juni 2018))

Die Aufsteiger aus Sursee feiern ihren Linksverteidiger Andy Cesar Maciera (oben). (Bild: Christian H. Hildebrand (Rotkreuz, 16. Juni 2018))

Die Gefühlswelt der Surseer Fans ähnelt einer Achterbahn. Wenige Tage nach dem bitteren Abstieg der ersten Mannschaft aus der 1. Liga erreichte das Team II in extremis die Aufstiegsspiele – und marschierte mit drei Siegen aus vier Spielen in die 2. Liga. Zwischen Fanion- und Reserveteam besteht nun nur noch ein minimaler Unterschied.

Diese Entwicklung ist umso erstaunlicher, wenn man sich vor Augen führt, wie sich die Situation auf der Schlottermilch vor wenigen Jahren präsentierte. Die zweite Mannschaft in den Niederungen der 4. Liga stand vor dem Aus. Captain Daniel Sieger stand gerade noch mit einer Handvoll Mitspielern auf dem Trainingsplatz. Gemeinsam mit Ehrenpräsident Roli Huber und seinem Vater Guido als damaliger Präsident der Donatoren des FC Sursee, überzeugte Daniel Sieger einige Kollegen, das Surseer Dress überzuziehen. Hinzu kamen weitere eigene Junioren, die via zweite Mannschaft ans 1.-Liga-Team herangeführt werden sollten. Das Resultat ist beeindruckend: Mit Trainer Luigj Nikaj stieg das «Zwöi» vor zwei Jahren in die 3. Liga auf – und jetzt gar in die 2. Liga. «Unsere Entwicklung ist traumhaft», strahlt Daniel «Sigi» Sieger, der als Junior gemeinsam mit WM-Fahrer Haris Seferovic für Sursee auf dem Platz stand. «Jeder geht in unserem Team für den anderen, wir gewinnen mit unserem Herz.» Die Spieler seien sehr solidarisch, man gehe zusammen in den Ausgang, «wenn’s läuft und wenn’s mal nicht so läuft», sagt Sieger. Hinzu komme ein Trainer, der sehr integrierend wirke und junge und ältere Spieler genauso motiviere und weiterbringe.

Siegeswillen eingeimpft

Der so hoch gelobte Luigj Nikaj gibt die Komplimente weiter. «Was mein Team in den letzten sechs, sieben Wochen geleistet hat, wie es immer hart gearbeitet und an das Ziel geglaubt hat, ist unglaublich», freut sich Nikaj. Er habe dem Team den Siegeswillen eingeimpft. «Ich bin ein ehrgeiziger, leidenschaftlicher Trainer. Es war massgebend, dass wir mit voller Überzeugung in die Aufstiegsspiele gegangen sind.» Seine Mannschaft sei eine verschworene Einheit – sicher mit einem ausschlaggebenden Punkt, dass praktisch alle Spieler beim FC Sursee bereits die Juniorenzeit absolviert hatten. Symptomatisch sei das letzte Aufstiegsspiel in Rotkreuz verlaufen, als die Surseer nach einem 0:3-Rückstand noch den Sieg einfahren konnten. «Wir spüren die Unterstützung des Vereins und wir haben viel Potenzial auch in der 2. Liga», ist sich Nikaj sicher.

Die Vereinsführung um Präsident Daniel Willimann ist hocherfreut über den Aufstieg der zweiten Mannschaft. Erich Möstl, der für die sportlichen Belange der 1. Mannschaft zuständig ist, trauert zwar immer noch dem Abstieg des Fanionteams aus der 1. Liga nach. Aber: «Für das Fanionteam kann der Aufstieg der zweiten Mannschaft ein positives Signal sein. Unser ‹Zwöi› hat gezeigt, was man mit eigenen Spielern und einem tollen Teamgeist erreichen kann.» Das Ziel des Vereins wäre es, über die zweite Mannschaft junge Spieler an die erste Mannschaft heranzuführen. Dieses Vorhaben könnte in diesem Sommer aber scheitern. Denn das «Zwöi» dürfte in dieser Form zusammenbleiben, der Aufstieg eines Reservespielers ins Fanionteam ausbleiben – obwohl das Budget des FC Sursee nicht angepasst wird und die Surseer Reserven auch in der 2. Liga für «Gotteslohn» kicken werden. Möstl sagt: «Noch vor wenigen Jahren mussten wir Spieler für die 1. Mannschaft in der 4. Liga aufbauen, jetzt können wie dies in der 2. Liga. Das nährt die Hoffnung, dass wir auch mit dem Fanionteam bald wieder in die 1. Liga aufsteigen können.» (cb)

4. Runde und letzte Runde: Rotkreuz – Sursee II 3:4. Horw – Zug 94 II 9:0. Altbüron-Grossdietwil – Emmenbrücke 2:4.

Rangliste (alle 4 Spiele): 1. Emmenbrücke 12 (16:5). 2. Sursee II 9 (15:9). 3. Rotkreuz 6 (9:0). 4. Horw 4 (10:8). 5. Altbüron-Grossdietwil 2 (6:10). 6. Zug 94 II 1 (2:17). – Emmenbrücke, Sursee II und Rotkreuz steigen in die 2. Liga regional auf. Emmenbrücke ist 3.-Liga-Meister.

Regional. 29 Tore: Christian Binde (Willisau). – 24 Tore: Manuel Bucheli (Obergeissenstein). – 20 Tore: Michael Schwarzenberger (Ägeri). – 18 Tore: Florant Weseli (Emmen). – 17 Tore: Reto Scherer (Cham II). – 15 Tore: Julian Birri (Malters). Yannick Bühlmann (Emmen). – 13 Tore: Simon Britschgi (Littau). Aidan Uebelmann (Malters). Jonas Bühler (Willisau). – 12 Tore: Tobias Walker (Cham II). Philippe Kronenberg (Gunzwil). Abdullah Murati (Küssnacht). Driton Hoxha (Schattdorf). Robin Niederberger (Sins). – 11 Tore: Joao De Jesus Wessley, Michel Britschgi (Littau). Zeljko Karajcic (Willisau). Linus Pfrunder (Ägeri). – 10 Tore: Kastriot Markaj (Luzerner SC). David Lehmann (Stans). Till Fleischli (Gunzwil). – 9 Tore: Stipe Drmic (Luzerner SC). Michael Hohl (Sins).

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