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«Wir haben als Neuling eine gute Visitenkarte abgegeben»

Der Bündner Fadri Holinger hat beim 1.-Liga-Aufsteiger HC Luzern eine neue Herausforderung gefunden.
Michael Wyss
HC-Luzern-Stürmer Fadri Holinger. Bild Michael Wyss

HC-Luzern-Stürmer Fadri Holinger. Bild Michael Wyss

«Ich kannte einige Spieler aus früheren Zeiten, als ich bei Arosa in der 1. Liga spielte. Zudem war Luzern für mich eine interessante Adresse nach dem Aufstieg. Die Herausforderung ist gross, wir wollen den Ligaerhalt schaffen. Das alles hat mich gereizt», sagt Fadri Holinger (26), der im aargauischen Muri wohnt.

Letzte Saison spielte der in St. Moritz aufgewachsene Engadiner noch beim Ligakonkurrenten Reinach, wo er zu den erfolgreichsten Skorern zählte. Die Freude am Eishockey entdeckte Holinger (183 cm, 87 kg), der derzeit Sportmanagement studiert, beim EHC St. Moritz. «Ich hatte auch Angebote aus der MySports League und anderen 1.-Liga-Teams. Doch Luzern war ganz klar mein Favorit.»

Wie zufrieden ist Holinger mit dem Auftakt in die neue Saison? «Wetzikon war klar besser, aber gegen Herisau dürfen wir die 2:0-Führung nicht mehr verspielen. Wir haben sicher zwei Punkte verschenkt, aber gezeigt, dass wir ein würdiger Aufsteiger sind, der mithalten kann, wenn sich jeder Spieler auf seine Aufgaben besinnt.»

Holinger weiss genau, was es braucht, um Erfolg zu haben, um die Ziele zu erreichen: «Ehrgeiz, Wille und Leistungsbereitschaft. Das beginnt bereits in den Trainings. Wir werden stark gefordert, in jedem Spiel. Die 1. Liga ist schnell, mit der 2. Liga nicht mehr zu vergleichen. Da wird jede Unachtsamkeit ausgenutzt.» Ganz entscheidend ist für den 26-jährigen Stürmer auf dem Weg zum Klassenerhalt: «Es werden auch Dämpfer, Niederlagen kommen, vielleicht mehrere in Serie. Das kann passieren. Dann ist es wichtig, dass wir die Ruhe bewahren. Es ist ein Reifeprozess, den wir als Neuling durchlaufen. Geduld ist gefragt. Wir werden unseren Weg meistern.»

Unter Kulttrainer Arno Del Curto gespielt

Was spricht für den HCL, dass er seine sportlichen Ziele erreichen kann? Holinger: «Die Kameradschaft und der Mix aus jungen und älteren, routinierteren Spielern. Die Stimmung ist positiv und ich erlebe das auch sehr familiär. Wir sind eine gute Truppe, mental stark und können die Leistung am Tag X abrufen. Das haben wir nun bewiesen.» Die resultat- und auch leistungsmässig enttäuschenden Vorbereitungsspiele und die jüngsten positiven Auftritte in der Meisterschaft sind nicht miteinander zu vergleichen.

Übrigens: Holinger spielte in der Saison 2011/12 während 16 Partien beim HC Davos in der höchsten Liga unter Kulttrainer Arno Del Curto (63). «Das war ein Highlight für mich als damals 18-jähriger Elitejunior von Davos. Ich spielte unter anderem mit den Gebrüdern Reto und Jan von Arx, Josef Marha, Petr Taticek oder Petr Sykora zusammen. Spieler, die zu diesem Zeitpunkt noch meine Vorbilder waren. Das vergesse ich nie mehr.» Am Samstag (19.30, Eiszentrum) kommt Prättigau-Herrschaft. Ein Sieg ist Pflicht. Holinger: «Klar streben wir nach drei Punkten und wollen den ersten Sieg feiern, nachdem wir ihn gegen Herisau auf ärgerliche Weise verschenkt haben. Wir sind auf Kurs und haben bisher als Neuling eine gute Visitenkarte abgegeben.»

1. Liga, Gruppe Ost: Burgdorf – Argovia Stars 2:1. Reinach – Bellinzona 5:3. Oberthurgau – Frauenfeld 2:3. Luzern – Herisau 2:3 n. P. Rheintal – Wil 3:5. Prättigau-Herrschaft – Wetzikon 5:4 n. V. – Rangliste (alle 2 Spiele): 1. Burgdorf 6 (8:2). 2. Wil 6 (8:4). 3. Frauenfeld 6 (3:3). 4. Wetzikon 4 (9:6). 5. Reinach 3 (6:6.). 6. Bellinzona 4 (6:5). 7. Pikes Oberthurgau 3 (4:1). 8. Herisau 2 (4:5). 9. Prättigau-Herrschaft 2 (6:10). 10. Luzern 1 (3:8). 11. Argovia Stars 0 (2:5). 12. Rheintal 0 (4:13).

Luzern – Herisau 2:3 n. P.
Eiszentrum, Luzern. – 250 Zuschauer. – SR Raskovic (Halberstadt, Vendrame). – Tore: 16. Thöny (Ramsauer) 1:0. 40. Frei 2:0. 56. 2:1. 60. (59:32) 2:2.

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