«Wir sind stecken geblieben»: Volley Luzern bleibt auch im sechsten Heimspiel sieglos

Das NLA-Männerteam von Volley Luzern unterliegt Näfels mit 1:3. Während die Luzerner in den ersten drei Sätzen mit dem Favorit gut mithalten können, passt im vierten Satz nichts mehr zusammen.

René Leupi
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Kein Vorbeikommen: Alexander Berggren (hinten rechts) scheitert mit Volley Luzern an Näfels.

Kein Vorbeikommen: Alexander Berggren (hinten rechts) scheitert mit Volley Luzern an Näfels.

Bild: Pius Amrein (Luzern, 10. Januar 2021)

Sie alle haben in der dreiwöchigen Festtagspause Hoffnung geschöpft, waren zuversichtlich, nach vier Tiebreak-Niederlagen in Folge gegen Näfels in die Spur zu finden und auf die Siegesstrasse zurückzukehren. Geschürt hat diesen Optimismus die bestens verlaufene Vorbereitung nach dem Weihnachtsfest und der Umstand, dass Trainer Alessandro Lodi erstmals in dieser Saison auf das ganze 14-köpfige Kader zurückgreifen konnte. «Es liegt an uns, diese Challenge zu meistern», sagte Aussenangreifer und Topskorer Tim Köpfli vor dem Spiel. Der 26-jährige Aargauer verwies dabei auf die steigende Leistungskurve in den letzten Spielen im alten Jahr und auf die Rückkehr der beiden verletzten Spieler Dominik Fort und Ben Hensler.

Im Startsatz klappte denn auch vieles wie gewünscht. Saubere Annahmen, gute Blockarbeit und variable Angriffe meist über die Aussenpositionen führten, wie schon im Hinspiel in Näfels bei der 1:3-Niederlage, zur 1:0-Führung. Und auch Topskorer Köpfli präsentierte sich in Spiellaune, war mit acht Punkten der sichere Luzerner Rückhalt. Die Zuversicht wuchs, endlich den ersten Heimsieg dieser Saison einfahren zu können.

Luzerner Schiffbruch im vierten Satz

Auch der zweite Satz verlief bis zum 16:16 ausgeglichen. Zwar mussten die Luzerner mehr tun, um zu punkten, doch sie hatten den Gast bis zu diesem Zeitpunkt immer unter Kontrolle. Dann aber bekundeten die Luzerner vermehrt Mühe mit dem variablen Doppelblock der Glarner, liessen zu viele Punkte durch die Mitte zu. Tim Köpfli meinte hinterher:

«Uns hat es an der letzten Konsequenz gefehlt, wir bekamen das Spiel nie richtig in den Griff»

Aber auch die Services der Gäste waren präziser, vor allem aber härter geschlagen.

Satz drei glich dem vorherigen wie ein Ei dem andern. Bis zum 14:14 vermochten die Luzerner mitzuhalten, danach kam Näfels, wiederum durch die Mitte und über Topskorer Antti Ronkainen, zu einfachen Punkten und so zur 2:1-Führung. Im vierten Umgang passte dann rein gar nichts mehr zusammen, das Luzerner Spiel erlitt Schiffbruch, der Satz ging in nur 19 Minuten bachab. «Wir sind stecken geblieben, haben unüberlegt angegriffen», so Tim Köpfli.

Letztlich siegte Näfels verdient, es agierte eine Spur abgeklärter und mannschaftlich geschlossener. Luzern hingegen wartet zu Hause noch immer auf den ersten Sieg. «Jetzt folgen zwei wichtige Spiele gegen Jona», blickt Köpfli bereits den nächsten Aufgaben entgegen. «Das Spiel gegen Näfels hat unsere Defizite aufgedeckt, daran müssen wir in den kommenden Trainings hart arbeiten.» Damit meint der Topskorer vom allem das variable Spiel im Angriff. «Wir müssen in den verbleibenden drei Spielen unsere Form finden, damit wir für die Playoffs gerüstet sind.» Einfacher gesagt als getan.

Volley Luzern – Näfels 1:3
Sporthalle Bahnhof. – keine Zuschauer.
Sätze: 25:22, 20:25, 19:25. 13:25.
Spieldauer: 102 Minuten.
Volley Luzern: Berggren, Dominik Ulrich, Wilmsen, Köpfli; Lars Ulrich, Dominik Fort; Gautschi (Libero); Hensler. Perezic, Döös.
Näfels: Süess, Hudzik, Ronkainen, Aebli, Martinez Roa, Porkka; Küng (Libero); Napiorkowski, Plizga.