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«Wir wollen nochmals Vollgas geben»

Der Krienser Livio Erni wird mit seinem Bieler Partner Florian Geissbühler die letzte Junioren-EM und -WM mit der 420er-Jolle bestreiten. Vor dem altersbedingten Klassenwechsel will das Duo glänzen.
Walter Rudin
Das Duo Livio Erni (Blaue Sturzkappe)/Florian Geissbühler im Training zur EM in Portugal. Bild: Damir Nakrst (Sesimbra, 4. Juli 2018)

Das Duo Livio Erni (Blaue Sturzkappe)/Florian Geissbühler im Training zur EM in Portugal. Bild: Damir Nakrst (Sesimbra, 4. Juli 2018)

Der 17-Jährige Livio Erni galt schon früh als Nachwuchstalent des Segelclub Cham. Bereits im Kindesalter gehörte er bei den kleinen Optimisten zu den Besten der Schweiz. Seit drei Jahren segelt er nun zusammen mit seinem Bieler Partner Florian Geissbühler auf der 420er-Jolle. Dank einem verständnisvollen Arbeitgeber kann der Schreinerlehrling unzählige Trainingstage, Regatten und Selektionsmeisterschaften im europäischen Raum bestreiten.

Der Spagat zwischen Berufslehre und Leistungssport konnte er bisher gut meistern. «Speziell im Segeln sind die Absenzen hoch, da die Trainings ganzjährig etwa alle drei Wochen irgendwo in Europa stattfinden. Mit dem DIRT (Deutschschweizer Interregionale Trainingsgruppe) und dem Schweizer Talentpool von Swiss Sailing fahren wir jeweils nach Griechenland, Italien, Frankreich oder Spanien. Als Segler eines Binnenstaats ist es enorm wichtig, im Ausland auf dem Meer Erfahrung zu sammeln, um für die internationalen Regatten bereit zu sein», erklärt Erni.

Schwierige Bedingungen an der EM

Erni und Geissbühler sind Kadermitglieder des Schweizer Talentpools und gehören zu sieben U19-Paaren, die die hohen Selektionskriterien für die Teilnahme an der 420er-EM in Portugal erfüllt haben. Darüber hinaus haben sich die Beiden dank ihrer ausgezeichneten Resultate auch für die Weltmeisterschaften Anfang August in den USA vor Newport qualifiziert.

Bereits letzte Woche ist das Duo nach Sesimbra südlich von Lissabon gereist, wo die diesjährige Europameisterschaft stattfindet. Dort wollen sie das Segelrevier während einer Trainingswoche kennen lernen und sich an die speziellen Bedingungen vor Ort gewöhnen. Es herrscht ablandiger Wind, der für Wellen sorgt. Dazu kommt die Strömung von einem östlich ins Meer fliessenden Fluss, die durch die einsetzende Flut im Tagesverlauf aber wechselt. Das Segeln vor Sesimbra ist durch die vielen Variablen und Wechsel sehr herausfordernd und anspruchsvoll.

Danach folgt Wechsel in eine olympische Kategorie

In Portugal soll die Bestätigung für die bisher starke letzte Saison auf dem 420er folgen. «Wir wollen im letzten Jahr auf dem 420er-Boot noch einmal Vollgas geben», zeigen sich die Beiden kämpferisch. Danach wird das Duo altersbedingt in eine höhere Klasse wechseln müssen. Infrage kommen die 470er Jolle oder der 49er. Beides sind Olympische Bootsklassen, die den Jungseglern neue Perspektiven eröffnen werden. «Wahrscheinlich wird es der 49er sein, und natürlich träumen wir von Olympia», meint Livio Erni.

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