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Witschonke verpasst Exploit knapp

Das Womens Masters Basel nimmt einen unverhofften Ausgang: Nach sechs Siegen in Serie steht Neuling Oberwallis als Sieger fest. Die Luzerner Juniorinnen von Selina Witschonke verpassen gegen das Schweizer Nationalteam die Sensation.
Frank Marti
Die Luzerner Juniorinnen I verpassen knapp eine Überraschung. Hinten von links: Elena Matthis, Marina Loertscher, Anna Gut. Vorne von links: Skip Selina Witschonke und Coach Mirjam Ott. (Bild: Sandra Witschonke)

Die Luzerner Juniorinnen I verpassen knapp eine Überraschung. Hinten von links: Elena Matthis, Marina Loertscher, Anna Gut. Vorne von links: Skip Selina Witschonke und Coach Mirjam Ott. (Bild: Sandra Witschonke)

Zugegeben: Die wegen Erkrankung von zwei Teammitgliedern kurzfristige Absage der im Welt Curling momentan führenden Schwedin Anna Hasselborg mag den elf Schweizer Teams im international ohnehin weniger prominent als sonst besetzten Teilnehmerfeld die Arbeit etwas leichter gemacht haben. Dass Equipen des Gastgeberlandes aber fünf der acht Playoffplätze besetzten und dass ab den Halbfinals die Schweizerinnen ausschliesslich unter sich waren, übertraf alle Erwartungen.

Dass zuletzt Spielerinnen des Neulings Oberwallis zuoberst auf dem Siegespodest standen, gab dem Ganzen fast einen exotisch-originellen Anstrich. Für Skip Elena Stern hatte sich die Verpflichtung von Briar Hürlimann bereits ausbezahlt: Im Champion Final legte die Tochter des Olympiasiegers Patrick Hürlimann (Nagano 1998) im vorletzten End die Steine zum ersten grossen internationalen Erfolg einer Equipe, die bisher lediglich Mittelmass repräsentierte.

In Arlesheim war der Curlingplatz Luzern auf der Frauen Champions Tour zum ersten Mal mit zwei Equipen vertreten. Das von Skip Selina Witschonke geführte Juniorinnenteam, in welchem Marina Loertscher – auch sie Tochter eines Olympiasiegers – in dieser Saison Melina Bezzola ersetzt, zeigte sich gegenüber Stockholm stark verbessert, verpasste aber dennoch den Einzug in die einträglichen Playoffs. Nach grundsoliden Erfolgen über die Italienerinnen aus der Provinz Trentino und die Chinesinnen aus Peking richteten sich am Samstagvormittag alle Blicke auf Rink Nummer 4, wo die neu von der zweifachen Europameisterin Mirjam Ott (1996, 2008) gecoachten Luzernerinnen gegen das offizielle Schweizer A-Kaderteam von Silvana Tirinzoni sensationell mit 5:3-Steinvorteil in das letzte End gingen.

Schock für die Luzernerinnen

Doch der Exploit blieb aus. Tirinzoni, vor zwei Wochen in der Thames Campus Arena in Chatham-Kent (CAN) im ersten Grand-Slam-Turnier dieser Saison im Final der kanadischen Olympiasiegerin Jennifer Jones (Sotschi) knapp 2:4-unterlegen, gelang es dank ihrer Routine das Blatt noch zu wenden. Zwei Steine führten die Favoritinnen ins Extra End, das sie trotz gegnerischem Vorteil des letzten Steins auch noch für sich zu entscheiden vermochten. Für die Luzernerinnen ein wahrer Schock, von dem sie sich nicht mehr erholten. Erst recht nicht, weil keine zehn Minuten später (!) das vierte und letzte Gruppenspiel angesetzt war, das gegen Limmattal-Schori prompt verloren ging.

Vier für die nahe Zukunft lehrreiche Übungseinheiten, die mit dem negativen Gesamtskore von 16:28-Steinen endeten, bezog die von Corrie Hürlimann als Skip geleitete, neue zweite VLCC-Frauenvertretung mit den Luzernerinnen Flurina Kobler (Third), Malina Bezzola (Second) und Lead Jessica Jäggi. Niederlagern gegen die Tschechin Kubeskova und die neu für Langenthal spielende Bündnerin Feltscher versperrten auch der von der Zugerin Raphaela Keiser geskipten Flimser Equipe den Zugang in die Playoffs.

Arlesheim BL. Womens Masters Basel (19 Teams/Triple Knockout/32 000 Fr.). Playoffs. Viertelfinals: Schweiz/Aarau (Tirinzoni) s. China II/Herbin (Zhang) 6:4. Langenthal (Feltscher) s. Japan (Yoshimura) 5:3. Uzwil (Hegner) s. Tschechien (Kubeskova) 8:5. Oberwallis (Stern) s. Limmattal (Schori) 4:3. – Halbfinals: Langenthal (Feltscher) s. Schweiz (Tirinzoni) 8:7. Oberwallis (Stern) s. Uzwil (Hegner) 5:2. – Final: Oberwallis s. Langenthal 6:4.

Resultate der Innerschweizer Teams. Luzern I (Skip Selina Witschonke, Elena Mathis, Marina Loertscher, Lead Anna Gut): s. Italien Trentino (Zappone) 8:5, s. China/Peking (Zhang) 7:4, u. Schweiz/Aarau (Tirinzoni) 5:6 EE, u. Limmattal (Schori) 2:6.

Luzern II (Skip Corrie Hürlimann, Flurina Kobler, Melina Bezzola, Lead Jessica Jäggi): u. Lausanne (Tanner) 4:6, u. Schweden/Stockholm (Wrana) 6:7, u. Japan/Sapporo (Yoshimura) 4:8, u. Uzwil (Hegner) 2:7.

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