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Zurück nach 3009 Tagen

Der Weggiser SC ist zurück in der 3. Liga. Es soll kein kurzes Abenteuer werden. Verständlich, die Rückkehr dauerte eine Ewigkeit.
Michael Wyss

3009 (!) Tage sind vergangen, als der Weggiser SC in der 3. Liga kickte (2009/10). «Die vergangene Spielzeit war eine spezielle, die wir mit dem Aufstieg krönten. Wir erreichten zudem als Gesamtverein in der Fairnesswertung des Schweizerischen-Fussballverbandes den siebten Rang. Ich bin stolz auf den Verein, die erste Mannschaft und was geleistet wurde», so der 54-jährige Vereinspräsident Didier Hofstetter und sagt: «Dass wir die Promotion ohne finanziellen Aufwand schafften, zeugt von Wille und Herzblut. Wir bezahlen keinen Rappen, die Spieler müssen ihr Hobby selber finanzieren.»

Dass Weggis nicht mit der grossen Kelle anrührt, sei gut, wie der aus Adligenswil stammende WSC-Trainer Christian Kunz (36) bestätigte: «Unser Team besteht aus 100 Prozent Spielern, die hier verwurzelt sind. Sie sind in den Seegemeinden Greppen, Weggis oder Vitznau aufgewachsen. Sie haben das Herz am richtigen Fleck. Das ist entscheidend für den Erfolg. Zudem haben wir eine hervorragende Infrastruktur mit dem neuen Kunstrasenfeld. Das stärkt und beflügelt uns zusätzlich.» Und das könnte, wenn es im Kampf um den Ligaerhalt geht, das «Zünglein an der Waage» spielen. Kunz: «Egal ob Sieg oder Niederlage, wir leben unseren Teamgeist und gehen immer ins Clubhaus nach dem Spiel.»

Mehr als die 3. Liga liegt für Weggis nicht drin

Der Ur-Weggiser und Assistenztrainer Thomas Maurer (31): «Das zeigt den wahren Charakter einer Mannschaft. Wir gewinnen und verlieren als Team.» Hofstetter ergänzt: «Wir wollen natürlich kein kurzes 3.-Liga-Abenteuer. Die dritte Liga ist das Höchste der Gefühle für uns. Mehr liegt nicht drin.» Wer höher kicken will, geht nach Küssnacht (2. Liga) oder Brunnen (2. Liga interregional). Maurer: «Wir setzen auf junge Eigengewächse und arbeiten im Nachwuchsbereich mit Küssnacht erfolgreich zusammen.»

Wie zufrieden ist man mit dem Saisonstart (3 Spiele/6 Punkte)? Das Weggiser-Eigengewächs Yves Zurmühle (34, Mittelfeld): «Wir sind erfolgreich gestartet und können mithalten. Ich spiele 18 Jahre in der ersten Mannschaft. Es ist schön, dass wir wieder in der 3. Liga sind. Das Vereinsumfeld hat das verdient.» Und warum steigt Weggis nicht ab? Zurmühle: «Wir haben einen guten Mix und auf diese Saison keinen Aderlass erlebt. Die Aufstiegsmannschaft blieb zusammen. Das ist sicher ein Vorteil.» Hofstetter: «Bei uns weht immer noch ein Hauch brasilianischer Luft», lachte er. Gemeint hatte der Präsident damit das Nationalteam Brasiliens, welches sich 2006 in Weggis auf die Fussball-Weltmeisterschaft in Deutschland vorbereitete und mit einstigen Stars wie einem Ronaldo, Dida, Cafu, Ronaldinho oder Kaka in der Weggiser-Thermoplan-Arena, der Wirkungsstätte des Drittligisten, trainierte.

Der SK Root dagegen, mit Trainer Silvio Coray (38), ist mit einem Sieg und drei Niederlagen gestartet. Aus der letztjährigen guten Platzierung der Rontaler mit Rang sechs wird wohl nichts. Coray: «Wir haben mit grossen Verletzungssorgen zu kämpfen. Momentan pfeifen wir personell aus dem letzten Loch.» Dass dem so ist, zeigte Corays-Ersatzbank in Weggis, die mit zwei A-Junioren und einem Spieler der zweiten Mannschaft besetzt war. «Momentan gilt unsere Konzentration dem Ligaerhalt. Für mehr reicht die Substanz nicht.» Root verlor in Weggis 2:3.

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