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Fussballer Tim Rogenmoser ist zurück bei seiner Jugendliebe

Der Oberägerer Tim Rogenmoser kehrt nach zehn Jahren zurück zu seinem Stammverein FC Ägeri.
Michael Wyss
Tim Rogenmoser vor der Studienbibliothek Zug. Bild: Michael Wyss (Zug, 7. August 2019)

Tim Rogenmoser vor der Studienbibliothek Zug. Bild: Michael Wyss (Zug, 7. August 2019)

In der Saison 2017/18 stieg Ägeri zur Überraschung aller in die 2. Liga inter auf. Souverän mit 10 Punkten Reserve auf den ersten Verfolger. Was folgte, war eine starke Spielzeit eine Liga höher mit dem 8. Rang. Nun folgt das Jahr der Bestätigung in der höchsten Amateurliga. «Für uns ist der Klassenerhalt Jahr für Jahr eine grosse Challenge. Wir können nicht einfach Spieler rekrutieren, denn Ägeri liegt bekanntlich nicht am Nabel der Welt. Dass wir als Dorfklub auf diesem Niveau spielen, ist eine grosse Herausforderung für den ganzen Verein», weiss der 37-jährige Ägeri-Trainer Dragoljub Salatic. «Es braucht viel Herzblut, Idealismus und Enthusiasmus vieler Personen im Verein, damit wir diese sportliche Herausforderung stemmen können.»

Einer, dem der Verein ans Herz wuchs, ist der 22-jährige Tim Rogenmoser. Der Verteidiger kehrt auf diese Saison hin zurück zu seinem Stammverein. «Ich habe in Aegeri meine Leidenschaft zum Fussball entdeckt und freue mich nach einem Jahr Pause, in der ersten Mannschaft zu spielen. Die Rückkehr ist auch eine Herzenssache. Es ist sozusagen eine Premiere für mich, denn ich spielte die letzten zehn Jahre nach meinem Weggang, nicht mehr für Ägeri.» Rogenmoser, der an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich Maschineningenieur im zweiten Jahr studiert, wechselte in die Nachwuchsabteilungen des Team Zugerlands, SC Kriens (U16) und SC Kriens/ FC Luzern (U17). Später folgte der Wechsel zum Drittligisten FC Baar. «Letzte Saison pausierte ich aus schulischen Gründen. Nun hat es mich aber wieder gepackt», so Rogenmoser, der in Oberägeri aufgewachsen und wohnhaft ist.

Pendeln zwischen Bibliothek und Fussballplatz

In seiner Freizeit geht er gerne zum Wasserskifahren und im Winter zum Skifahren. Wie kam es zum Transfer? «Die Verantwortlichen des FC Ägeri haben mich kontaktiert und wir hatten ein gutes Gespräch. Ich freue mich auf diese Saison.»

Zu Beginn der neuen Meisterschaft wartet mit Emmenbrücke (Samstag, 20.00 Gersag) gleich ein grosses Kaliber, das Aufstiegsambitionen pflegt. Rogenmoser: «Wir fahren ins Stadion Gersag, um zu gewinnen. Ich will immer drei Punkte. Dass wir Aussenseiter sind auf dem Papier, kann sich als Vorteil erweisen.» Er freut sich «auf die vielen Zentralschweizern-Derbys».

In diesen Tagen verbringt der Verteidiger täglich acht bis zehn Stunden in der Studienbibliothek in Zug. „Wenn ich Semester-Prüfungen habe, das ist jeweils im Sommer und Winter der Fall, bin ich hier am Lernen.» Dazu kommen drei Trainingseinheiten in der Woche mit dem Fanionteam. «Momentan pendle ich von der Bibliothek auf den Fussballplatz», lachte der Student. «Doch der Fussball ist meine grosse Leidenschaft. Auf dem Rasen kann ich richtig abschalten vom Studienalltag, der mich fordert.»

Mit Kriens hat er gegen Juventus Turin gespielt

Die Zukunft des Klubs sieht Rogenmoser in der 2. Liga inter: «Ich denke, dass hier auf gutem Niveau gespielt wird. Momentan stimmt die Liga für Ägeri. Auch für mich stimmt es so mit der Ligazugehörigkeit, denn den Traum einer Profikarriere hatte ich einmal in jüngeren Jahren. Heute ist das kein Thema mehr, den Fokus setze ich auf mein Studium. Fussball ist mein Hobby, das mir Freude bereitet.»

In Erinnerung geblieben sind Rogenmoser Spiele aus seiner Jugendzeit mit der U16 des SC Kriens: «Wir spielten gegen Juventus Turin und andere namhaften Teams an einem Turnier in Italien. Das sind so Momente, die man nicht mehr vergisst, wenn man gegen Mannschaften aus europäischen Topteams antreten kann.» Was fasziniert den 22-Jährigen eigentlich am Fussball? «Die Vielseitigkeit dieser Sportart. Die Technik und Taktik. Auch das Mentale und im Team zu funktionieren, ist etwas spannendes. Zudem sind mir das Gesellige und Kollegiale wichtig.»

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