Zurückgekommen um zu bleiben

Nach vier Jahren in der 4. Liga sind die Adligenswiler Fussballer seit dem Sommer wieder in der 3. Liga. Die Luzerner sind respektabel in diese Saison gestartet.

Michael Wyss
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Der Adligenswiler Jonas Korner (links) versucht in extremis den Alpnacher Jascha Joller am Spielaufbau zu hindern. Bild: Manuela Jans-Koch (Adligenswil, 29. September 2018)

Der Adligenswiler Jonas Korner (links) versucht in extremis den Alpnacher Jascha Joller am Spielaufbau zu hindern. Bild: Manuela Jans-Koch (Adligenswil, 29. September 2018)

«Wir möchten gegen Alpnach punkten», sagte Adligenswils Trainer Adrian Indergand vor dem Spiel gegen die stark in die neue Saison gestarteten Obwaldner. Liganeuling Adligenswil feierte am letzten Samstag die Premiere auf dem sanierten Naturrasen der Sportanlage Löösch. Aus dem erhofften positiven Ergebnis wurde allerdings nichts. Punkte blieben Fehlanzeige nach der 0:3-Schlappe. «Schade, dass wir nicht punkten konnten», zeigte sich der 29-jährige Indergand enttäuscht.

Im gleichen Atemzug zeigte sich der in Adligenswil aufgewachsene und wohnhafte Cheftrainer des Fanionteams aber dennoch zufrieden. «Wir sind mit drei Siegen und vier Niederlagen als Aufsteiger respektabel gestartet. Ich bin zufrieden. Wir hatten im Sommer trotz des Aufstieges einen Aderlass von fünf Spielern zu beklagen und wussten nicht genau, wo wir stehen.» Das Team wird zudem mit Akteuren aus der zweiten Mannschaft (5. Liga) ergänzt. Indergand: «Wir haben eine relativ unerfahrene Equipe. Die wenigsten Spieler haben schon dritte Liga Erfahrung. Wir streben nach der Klassenzugehörigkeit. Alles weitere ist Zugabe. Als Aufsteiger willst du Ende Saison nicht in den sauren Apfel beissen.»

Der FC Adligenswil wird wieder wahrgenommen

Letztmals kickten die Adligenswiler in der Spielzeit 2013/14 in der 3. Liga. Indergand, der das Team letzte Saison in seinem ersten Jahr als Trainer von der vierten in die dritten Liga führte: «Wir haben eine junge Equipe, die sich auf diesem Niveau positiv weiterentwickeln kann. Die dritte Liga ist für uns rein sportlich betrachtet sicher sehr attraktiv. Auch für unsere jungen Nachwuchsspieler finde ich es gut und wichtig, dass wir auf diesem Niveau spielen. Wir sind automatisch konkurrenzfähiger und können unsere jungen Spieler eher halten.» Im Nachwuchs (B-Junioren) besteht zwischen dem FC Adligenswil und FC Meggen eine Zusammenarbeit mit einer Spielvereinigung. Und Adligenswils Eigengewächs Dominik Arnold (24, Captain, Verteidiger) sagt: «Die städtischen Clubs und Aushängeschilder des Zentralschweizer-Fussballs, der FC Luzern und der SC Kriens, buhlen um junge talentierte Spieler aus dem Nachwuchs. Deshalb ist es für uns wichtig, dass wir ihnen eine Perspektive bieten können mit der 3. Liga.» Mit dem Kunstrasenspielfeld (seit 2015), dem Clubhaus mit Garderobengebäude und Hauptspielfeld, stimmt auch die Infrastruktur auf dem Löösch, wie Adligenswil-Sportchef Mauro Odermatt (31) bestätigte: «Der FC Adligenswil wird wieder wahrgenommen nach der Promotion. Ich werde von Berufskollegen angesprochen auf unsere Spiele und Resultate. Das war früher nicht oder ganz selten der Fall. Ich bin guten Mutes und überzeugt, dass wir die Klasse halten. Die Spieler kommen alle aus der Nachwuchsabteilung des FC Adligenswil. Zudem stimmt der Mix im Team und die Kameradschaft.» Am nächsten Samstag (18.00, Risch) kommt es zum Derby gegen Ebikon. «Wir brennen und freuen uns auf dieses Duell. Die jüngste Niederlage wird uns nicht aus dem Tritt bringen», glaubt Indergand.

Alpnach, das nun die vierte Spielzeit in der 3. Liga nach der Promotion in Angriff nahm, ist mit fünf Siegen, einem Remis und einer Niederlage äusserst erfolgreich in die neue Spielzeit gestartet. In den letzten beiden Jahren beendeten die Obwaldner die Qualifikation im Mittelfeld (6. und 7. Rang).