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Zwei Urnerinnen glänzen auf Europas Karate-Bühne

Die Schweiz räumt an der Europameisterschaft in Rom im grossen Stil ab und gewinnt das Nationenranking. Aus dem starken Kollektiv ragen zwei Athletinnen mit jeweils vier Medaillen sogar noch heraus: Alessia Lao und Moira Dillier.
Stephan Santschi
Haben gut lachen: die beiden Medaillen-Abräumerinnen Moira Dillier (links) und Alessia Lao von Taisho Karateschule. (Bild: pd)

Haben gut lachen: die beiden Medaillen-Abräumerinnen Moira Dillier (links) und Alessia Lao von Taisho Karateschule. (Bild: pd)

Die Ausbeute an der WM in Spanien im September 2017 mit 12 Medaillen hatte Toni Romano im positiven Sinn fassungslos gemacht. Nun setzte er mit seinem Team an der WTOKF Shotokan Europameisterschaft in Rom sogar einen obendrauf. Gleich 19 Auszeichnungen brachte die Zentralschweizer Delegation vom letzten Wochenende mit nach Hause. «Eine Hammer-Geschichte», sagt der Besitzer der Luzerner Taisho Schule, «wir haben die Medaillenflut aus dem letzten Jahr noch steigern können.» Grund hierfür sei die Verbesserung in den technischen Disziplinen (Kata), während man im kämpferischen Bereich (Kumite) das hohe Level halten konnte. Am Ende belegte die Schweiz, die auch Sportler aus den Kantonen Zürich und Bern im Einsatz hatte, den ersten Platz im 12 Länder umfassenden Nationenranking.

Aus dem starken Kollektiv können dabei vier Athleten noch etwas herausgestrichen werden. Einerseits die Junioren Michael Unternährer (U21, Merlischachen) und Andrés Acevedo (U18, Horw) mit drei Medaillen, andererseits die beiden U16-Juniorinnen Alessia Lao und Moira Dillier aus Uri, die sogar viermal Edelmetall einheimsten. «Der Wechsel von der technischen zur kämpferischen Disziplin, die Einstellung auf Einzel und Teamwettkämpfe – taktisch mussten sie sich immer wieder umstellen. Das haben sie sensationell gemacht. Alessia, Moira, Andrés und Michi haben extreme Leistungen vollbracht», lobt Trainer Romano. Sein Sohn Elio, ebenfalls ein Medaillenkandidat, musste sich derweil auf die Rolle als Coach beschränken, weil er sich kurz vor der EM eine Verletzung am Steissbein zugezogen hatte.

Schweizer Final bei den U16-Juniorinnen

Während Michael Unternährer zweimal Gold im Kumite (Einzel und Team), sowie Silber im Kata gewann, dürfen sich Andrés Acevedo, Alessia Lao und Moira Dillier sogar als dreifache Titelträger bezeichnen. Speziell: Die beiden 15-jährigen Urnerinnen waren sowohl Mannschaftskolleginnen, als auch Konkurrentinnen. So gewannen sie Seite an Seite die U16-Teamwettkämpfe für die Schweiz im Kumite und im Kata. Und sie traten in den jeweiligen Einzelkategorien gegeneinander an. Im Kata verwies die Erstfelderin Alessia Lao ihre Kantonsrivalin aus Schattdorf auf den zweiten Platz, weil sie die technischen Bewegungen sauberer ausführte. Im Kumite, der Kampfkategorie, behielt hingegen Moira Dillier die Oberhand, als sie im Final das Direktduell für sich entschied. «Die Bessere hat jeweils gewonnen», resümiert Romano. «Im Kata profitierte Alessia von ihrer Übersicht und ihrem sicheren Stil. Im Kumite sprach dann die höhere Risikobereitschaft für Moira.»

Die beiden Urnerinnen mochten sich den Erfolg jedenfalls gönnen, «es gibt kein böses Blut», sagen sie unisono. Spannend sei es aber schon gewesen, gegen eine Teamkollegin anzutreten. Am Ende ging die Rechnung für beide auf, die jungen Frauen sprechen vom Höhepunkt ihrer Karate-Karrieren. «In diesem Ausmass hätte ich das nicht erwartet», erklärt Alessia Lao. «Ich war sehr gut vorbereitet und habe mein Ding durchziehen können», meint Moira Dillier.

Im Eiltempo in den Vatikan

Etwas speziell waren auch die Rahmenbedingungen am Wettkampfort. «Italien ist bekannt als Land, das gerne improvisiert. Der Zeitplan wurde nicht eingehalten, die Athleten mussten während acht Stunden ständig parat sein, weil sie jeden Moment an der Reihe sein konnten», berichtet Toni Romano. Am Ende des Tages sei man deshalb entsprechend erschöpft gewesen.

Die Organisation und die kurzen Wege zwischen Halle und Hotel seien ansonsten aber in Ordnung gewesen. Dank dem Veranstalter konnte seine Delegation sogar effizientes Sightseeing betreiben. «Im Vatikan wurden wir an der rund eineinhalb Kilometer langen Warteschlange vorbei zu einem Spezialeingang geschleust. Wir kamen uns ein wenig wie Stars vor», erzählt Romano mit einem Schmunzeln. Ihm sei es wichtig, neben dem Sport jeweils auch ein kulturelles Programm anzubieten. «So schauten wir auf der Rückfahrt in Modena im Ferrari-Museum vorbei.»

Resultate Karate Taisho. Frauen. Mädchen U14: Kumite: 2. Elena Rösch. – Jugend U16. Kata: 1. Alessia Lao. 2. Mora Dillier. 3. Audry Pentassuglia. – Kumite: 1. Moira Dillier. 2. Alessia Lao. 3. Audry Pentassuglia. – U16 Team. Kata: 1. Schweiz (Moira Dillier, Alessia Lao, Audry Pentassuglia). – Kumite: 1. Schweiz (Moira Dillier, Alessia Lao, Audry Pentassuglia), – Junioren U18. Kumite: 1. Nathalie Künzle.

Männer. Knaben U14. Kumite: 2. Marko Vukelic. – Junioren U18. Kata: 1. Andrés Acevedo. 3. Hasan Avsar. – Kumite: 1. Andrés Acevedo. – Junioren U21. Kata: 2. Michael Unternährer. – Kumite: 1. Michael Unternährer. – Elite 18+. Kata: 2. Ivan Zappa. – Kumite: 2. Ivan Zappa. – Team 18+. Kumite: 1. Schweiz (Ivan Zappa, Michael Unternährer, Acevedo Andrés.

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