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Reinhard legt einen speziellen Verpflegungsstopp ein

Der Genussläufer Markus Reinhard (51), der Stadtluzerner Winzer, läuft jedes Jahr in einer anderen Stadt einen grossen Marathon und verbindet das mit einem Städtetrip mit seiner Familie. Die ersten zwei Luzerner Marathons war er ebenfalls über die volle Distanz gelaufen, seit 2010 startet er mit seinen Kollegen vom Skiclub Alpina im Halbmarathon und behält sich und seiner Familie damit den vollen Freiheitsgrad bei der Marathon- beziehungsweise Städtetrip-Auswahl.

Die damalige Reduktion auf die halbe Distanz hat noch einen weiteren Grund: Markus Reinhard und seine Ehefrau Monika bewirtschaften auf ihrem Seeburghof einen relativ jungen Rebberg, 2010 war ihre erste Ernte. «So wie wir uns die Arbeiten aufgeteilt haben, fällt für mich vor allem im Frühling mit dem Schnitt und dem Formaufbau sowie im Herbst mit der Ernte viel Arbeit an», erklärt Markus Reinhard. «Über die Sommermonate, in denen es auf dem Rebberg sehr viel zu tun gibt, haben wir einen Angestellten. So kann ich trotz unserer Reben eine stabile läuferische Basis legen. Und nach der Ernte verbleiben mir immer drei bis vier Wochen für den Feinschliff im Hinblick auf den Luzerner Marathon-Sonntag.» Bei seinen längeren Trainings rennt er dann jeweils über die Horwer Halbinsel, auf der ihr frisch gekelterter Wein bei einem befreundeten Winzer in Fässern lagert. Das sei jedes Mal etwas ganz besonderes, bei seinem eigenen Wein vorbeizujoggen ...

Verschiedene Rituale

Markus Reinhard trainiert unter der Woche meist über Mittag, am Wochenende frühmorgens – damit der Rest des Tages für die Familie frei bleibt. Das macht er, genau wie die Arbeit im Rebberg, bei jedem Wetter. «Darum war es mir auch völlig egal, als es am Sonntagmorgen kalt war, als ich mich an den Halbmarathon-Start aufmachte», zuckt Markus Reinhard mit den Schultern. An den Start seines Heimspiels geht er übrigens immer zu Fuss und läuft sich dabei warm.

Das ist nicht das einzige Ritual von Markus Reinhard rund um den Luzerner Marathon-Sonntag. Nach zirka 10 Kilometern legte er bei seinem Winzerkollegen auf der Horwer Halbinsel – «wie immer!» – einen aussergewöhnlichen Verpflegungsstopp ein. «Es ist Tradition, dass Toni Ottiger auf seinem Weingut mit einem kleinen Glas seines Riesling auf mich wartet», lacht Markus Reinhard, der trotz dieses Abstechers in für seine Verhältnisse schnellen 1:48:13 einlief. Auf die Frage, ob er nicht Bedenken habe, in einer Alkohol-Dopingkontrolle hängen zu bleiben, winkt er ab: «Die Menge ist doch eher symbolisch, darum kann das nicht ein Problem sein.»

Und nach dem Lauf hat sich eingebürgert, dass sich das Alpina-Team zum gemeinsamen Wellnessen im «Palace» trifft. Das geniesse er an diesem Tag genauso wie den eigentlichen Lauf, an dem er im Publikum Hunderte von Leuten kennt.

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