Reise ohne Hoffnung für den SC Kriens?

Die Krienser Fussballer müssen am Sonntag zum allseits prognostizierten Aufsteiger Lausanne fahren.

Turi Bucher
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Der Krienser Diogo Costa springt höher zum Ball als die Winterthurer Roberto Alves (Mitte) und Davide Calla.

Der Krienser Diogo Costa springt höher zum Ball als die Winterthurer Roberto Alves (Mitte) und Davide Calla.

Philipp Schmidli / PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie (Kriens, 25. Januar 2020)

Rang 3 in der Challenge League – so gut war Kriens im Schweizer Fussball seit 13 Jahren nicht mehr klassiert. Mit dem 0:0 zuletzt gegen Winterthur konnte der SCK den 3. Rang zwar nicht halten, wurde von Vaduz überholt. Doch der Punktgewinn war ein weiterer Schritt zur 36-Punkte-Marke, welche beispielsweise Sportchef Bruno Galliker mit dem Ligaerhalt gleichsetzt.

Anders sieht es vor dem Auswärtsmatch gegen Liga-Leader Lausanne (Sonntag, 15 Uhr) Kriens-Trainer Bruno Berner: «36 Punkte haben wir schon letzte Saison geholt. Da wir uns steigern wollen, lautet das Ziel heuer 40 Punkte.» 29 Punkte hat sich die SCK-Mannschaft bisher erkämpft, diese Zahl am Sonntag in Lausanne zu erhöhen ist ja eigentlich das schwierigste Unterfangen, das man in dieser Liga anzupacken hat.

Weil die Krienser im Kampf gegen den Abstiegsplatz nicht ausschliesslich vom Vorrundenpolster leben wollen, möchten sie diese 40-Punkte-Grenze möglichst zügig erreichen. Vor der tonnenschweren Aufgabe gegen Liga-Goliath Lausanne sagt Berner: «Wir haben nichts zu verlieren. Aber wenn wir etwas mitnehmen wollen, müssen wir sehr gut verteidigen und sehr effizient sein.»

«Dies ist ein Punktespiel, kein Testspiel»

Berner vergleicht Lausanne (aktuell mit den meisten Toren und den wenigsten Gegentoren) mit dem letztjährigen Aufsteiger Servette, will aber trotzdem nichts von einem Quasi-Testlauf für das nächste Heimspiel gegen Wil wissen: «Dies ist ein Punktespiel, kein Testspiel.»

Chef Berner wird am Sonntagmorgen in Kriens die Teamsitzung durchführen, auf der Fahrt nach Lausanne wird dann unterwegs zwecks Mittagessen angehalten. In der Kabine im ehemaligen Lausanner Olympiastadion werden später – wenn die Formation des hoch favorisierten Gegners publik wird – die letzten Anweisungen an die Spieler vermittelt. Beim SC Kriens fehlen der gesperrte Albin Sadrijaj und der verletzte Anthony Bürgisser.

Krienser 0:0 in der Nebelsuppe

Die Fussballer des SC Kriens spielen in der ersten Rückrundenpartie der Challenge League daheim gegen den FC Winterthur torlos unentschieden.
Turi Bucher