Rekordschar läuft auf das Stanserhorn

David Senn kürte seine erste Teilnahme am Stanserhorn-Berlauf mit einem Start-Ziel-Sieg. Bei den Frauen war Daniela Gassmann eine Klasse für sich.

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Noch nie so viele Läuferinnen und Läufer liefen auf das Stanserhorn. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)

Noch nie so viele Läuferinnen und Läufer liefen auf das Stanserhorn. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)

Der Stanserhorn-Berglauf bewies einmal mehr seine magische Anziehungskraft: Die Rekordzahl von 453 Läuferinnen und Läufern nahm bei besten äusseren Bedingungen den Aufstieg von Stans aufs Stanserhorn über 10,5 km und 1400 Meter Höhendifferenz unter die Füsse. In Abwesenheit des Deutschen Markus Jenne, dem Sieger der vergangenen drei Jahre, holte sich der Berner David Senn bei seiner ersten Teilnahme gleich einen Start-Ziel-Sieg. Der Berglaufspezialist aus Ostermundigen schlug vom Start weg ein hohes Tempo an und lief so problemlos dem Tagessieg entgegen. Das Rennen auf das Stanserhorn absolvierte er als Training für den Jungfrau-Marathon. Pikant: Der Berner kannte die Streckenverhältnisse nicht, wurde aber von Kollegen auf die Topografie vorbereitet. Nur 50 Sekunden später überquerte der Biathlet Christian Stebler den Zielstrich. «Ich konnte das Rennen dieses Jahr besser einteilen und hatte am Ende noch Reserven», lautete seine plausible Erklärung für die gute Leistung. Dahinter klassierten sich Armin Grob (Brunnadern), vor 14 Tagen Sieger beim Bannalper Berglauf, und die beiden Einheimischen Bruno Joller (Stans) und René Hauser (Ennetbürgen). Hauser ist eigentlich Strassenläufer, fühlt sich aber beim Berglauf auf den Stanser Hausberg sichtlich wohl. Seine Frau Mirjam Hauser liess sich zudem als schnellste Nidwaldnerin feiern.

Bei den Frauen stand Daniela Gassmann aus Galgenen zuoberst auf dem Podest. Die Ausserschwyzerin siegte bereits zum siebten Mal und liess mit über vier Minuten Vorsprung auf Susanne Habegger nie Zweifel über den Sieg aufkommen.

Werner Rupp