Rekurs eingelegt: Der HC Kriens-Luzern zieht vor das Verbandssportgericht – und fordert Wiederholungsspiel gegen Kadetten

Der HC Kriens-Luzern hatte gegen die Kadetten Schaffhausen aufgrund eines nachträglich anerkannten Treffers mit 24:25 verloren. Nun gehen die Verantwortlichen rechtlich gegen den Entscheid vor.

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Das Spiel zwischen dem HC Kriens-Luzern und den Kadetten Schaffhausen war hart umkämpft – nun geht die Auseinandersetzung vor Gericht weiter.

Das Spiel zwischen dem HC Kriens-Luzern und den Kadetten Schaffhausen war hart umkämpft – nun geht die Auseinandersetzung vor Gericht weiter.

Bild: Patrick Hürlimann, Kriens,
21. Februar 2020

(stp) Der HCK-CEO hatte es am vergangenen Dienstag angekündigt: «Wir können den Entscheid der Kommission nicht nachvollziehen», sagte Nick Christen zur Rechtsprechung der Disziplinarkommission Leistungssport (DKL). Diese hatte nämlich in erster Instanz entschieden, das Spiel zwischen dem HC Kriens-Luzern und den Kadetten Schaffhausen mit 25:24 für die Schaffhauser zu werten, da ein von den Schiedsrichtern anerkannter Treffer in der 36. Minute beim Stande von 15:13 für Schaffhausen nicht gezählt wurde.

Nun hat der HCK gegen diesen Entscheid offiziell und fristgerecht Beschwerde eingereicht. Dies geht aus einer Vereinsmitteilung am Samstagmorgen hervor. Nick Christen führt darin aus: «Wir haben nicht die Gutheissung der beiden Proteste beanstandet, sondern deren Rechtsfolge.» Weiter meint er:

«In diesem sehr dynamischen, torreichen, technisch und taktisch überaus variantenreichen Sport kann ein Spiel – je nach Spielstand – sehr differenziert gestaltet werden und deshalb komplett anders verlaufen.»

Weiter begründet Christen die Beschwerde damit, dass der umstrittene Treffer bereits in der 36. Minute gefallen ist. Die beiden Trainer hätten entsprechend noch 24 Spielminuten gehabt, um auf die jeweils aktuellen Zwischenresultate zu reagieren.

Mit dem Rekurs stellt der HC Kriens-Luzern unter anderem den Antrag, das Spiel nicht zu werten, sondern neu anzusetzen. Christen: «Ein Wiederholungsspiel wäre in Anbetracht aller Umstände die sportlich fairste Lösung.» Das letztinstanzliche Urteil des Vebandssportgerichts wird in den kommenden Wochen erwartet.

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Cyril Aregger