Volleyball
Resultatmässig keine Besserung: Volley Luzern fehlt der Killerinstinkt

Volley Luzern verliert das erste Spiel nach dem Trainerwechsel in Jona 1:3. Am Mittwoch bietet sich bereits die Chance zur Revanche.

Stephan Santschi
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Luzerner Lars Wilmsen in Aktion im Januar 2021.

Luzerner Lars Wilmsen in Aktion im Januar 2021.

Bild: Pius Amrein (Luzern, 10. Januar 2021)

12 Spiele, 11 Niederlagen. Die Bilanz von Volley Luzern in dieser Saison liest sich schauderhaft, der vorletzte Tabellenplatz in der NLA ist die Konsequenz. Auch nach der Trennung von Trainer Alessandro Lodi vor zwei Wochen ist zumindest resultatmässig noch keine Besserung eingekehrt, am Samstag verloren die Zentralschweizer in Jona 1:3. «Es funktioniert nicht wie ein Lichtschalter, nicht alles klappt gleich auf Anhieb», sagt Diagonalangreifer Lars Wilmsen. Die Stimmung im Team sei allerdings klar verbessert, «wir bringen wieder Freude und Emotionen aufs Feld, wir motivieren und ziehen uns gegenseitig hoch».

Volley Luzern nahe am Punktgewinn

Lange Zeit sah es tatsächlich gut aus, was die Luzerner in Jona ­boten. Der 1. Satz ging zwar mit 20 zu 25 verloren, der 2. und 3. Durchgang waren indes hart umstritten. Ein Servicewinner von Ben Hensler zum 25:23 brachte den Satzausgleich, und wäre sein Aufschlag im 3. Satz beim Stand von 24:23 nicht zu lang geraten, hätten die Luzerner vielleicht sogar mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen können. Die St.Galler reagierten indes schnell, profitierten von zwei Fehlern des Gegners am Netz und gewannen einen Satz 26:24, in dem sie zumeist zurückgelegen hatten.

Der 4. Durchgang war dann wie beim 1:3 vor zwei Wochen gegen Näfels eine klare Sache, 16:25 verlor ihn Volley Luzern und damit auch das Spiel. «Der Gegner hat es am Ende souverän gemacht, das müssen wir ihm zugestehen. Insgesamt fehlt bei uns aber nicht viel», findet Wilmsen. Vor allem individuelle Fehler hätten sich in ihr Spiel eingeschlichen, «uns mangelt es in 1:1-Situation am Killerinstinkt, den Punkt konsequent zu Ende zu spielen». Wenn sich kein Doppel- oder sogar Dreifachblock stelle, dürfe man den Gegner nicht mit einem schwachen Angriff wieder ins Spiel kommen lassen. «Wir haben zeitweise sehr gute Aktionen. Wenn es aber gegen uns läuft, misslingen drei, vier Dinge hintereinander. Es ist noch immer eine Berg-und-Talfahrt.»

Zwei Spieltage vor dem Ende der NLA-Qualifikation ist der 6. Rang damit ausser Reichweite gerückt. Im Heimspiel am Mittwoch gegen Jona (19.30Uhr, live auf Youtube) und in der Schlussrunde gegen Leader Amriswil geht es in der Tabelle nur noch darum, nicht auf den aktuell von Traktor Basel belegten letzten Platz abzurutschen. «Meine Devise lautet: Entweder gewinnt man oder man lernt», sagt Wilmsen. «Das Allerwichtigste ist, dass wir die positiven Dinge mitnehmen und mit breiter Brust antreten.»