Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Reto Suri erlebt bei seiner Rückkehr nach Zug einen berührenden Moment

Die Rückkehr von Reto Suri an seine alte Wirkungsstätte verläuft emotional. Doch der Ex-Zuger hadert auch nach der Niederlage.
Sven Aregger
Umarmung für den ehemaligen Teamkollegen: Luganos Reto Suri und Zugs Carl Klingberg (vorne). (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 21. September 2019))

Umarmung für den ehemaligen Teamkollegen: Luganos Reto Suri und Zugs Carl Klingberg (vorne). (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 21. September 2019))

Das Spiel gegen den HC Lugano war eben erst vorbei, als das Zuger Publikum bei Reto Suri für Hühnerhaut sorgte. Die Zuschauer skandierten seinen Namen, immer wieder. Minuten später stand Suri in der Garderobe und rang um Worte. «Das ist unbeschreiblich und geht mir sehr nahe. Ein riesiges Chapeau an die Fans», sagte der Stürmer, der im Sommer von Zug nach Lugano gewechselt hatte.

Für den 30-Jährigen war es eine emotionale Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, die sieben Jahre in Zug haben seine Karriere geprägt. Mit den früheren Mitspielern steht er nach wie vor in Kontakt. Aber vor dem Duell zwischen dem EVZ und Lugano habe er sich bewusst distanziert, sagte Suri. Weil er ahnte, dass es «ein sehr spezieller Moment» für ihn werden würde. «Ich versuchte, mich auf meine Mannschaft und das System zu fokussieren.»

Die Geste der Fans zeugt davon, wir gross die Wertschätzung für Suri in Zug noch immer ist. Mit seiner Aufopferungsbereitschaft stand der WM-Silbermedaillengewinner 2013 in der Gunst des Zuger Anhangs weit oben. Aber sportlich durchlebte er auch schwierige Zeiten. Unter Ex-Trainer Harold Kreis wurde er zum Rollenspieler mit vornehmlich defensiven Pflichten. 2018 war er sich mit Lugano über einen Transfer einig, ehe der EVZ im letzten Moment sein Veto einlegte. Suri wirkte irritiert, aber unter dem neuen Headcoach Dan Tangnes blühte er auf. Als emotionaler Leader trug er massgeblich zum Zuger Cupsieg und zum Vorstoss in den Playoff-Final bei. Zug wollte mit ihm verlängern, Suri sah in Lugano allerdings die besseren Perspektiven für sich persönlich. Er will im Tessin ein Zugpferd sein, «Akzente setzen», wie er sagt.

Noch wartet er auf sein erstes Tor. Am Samstag vergab er die grosse Chance auf das 2:0, als er allein vor EVZ-Torhüter Leonardo Genoni auftauchte. «Ich habe schlecht geschossen», ärgerte sich Suri – wohlwissend, dass die Partie bei einem erfolgreichen Abschluss einen anderen Verlauf hätte nehmen können. So aber steht das neu von Sami Kapanen trainierte Lugano nach drei Spielen noch ohne Sieg da. Die Tessiner haben an Substanz eingebüsst. Grégory Hofmann, der beste Torschütze der Liga, versucht sein Glück in Zug. Torhüter Elvis Merzlikins, Luganos wichtigster Einzelspieler, verabschiedete sich in die NHL. Und Leitwölfe wie Raffaele Sannitz (36) sind in die Jahre gekommen. Das einst so glamouröse Lugano gilt als Kandidat für das Verpassen der Playoffs. Suri, einer von acht ehemaligen EVZ-Spielern im Klub, hat andere Pläne: «Wir wollen unter die ersten Sechs.» Es wird sich weisen, ob er sich auch in die Herzen der Tessiner Fans spielen kann.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.