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RINGEN: Hergiswiler wollen verkorkste Saison retten

Die Ringerriege Hergiswil will im Auf-/Abstiegskampf gegen Brunnen den Kopf aus der Schlinge ziehen. Mittendrin im Abstiegskampf: der 30-jährige Routinier Thomas Suppiger.
Simon Gerber
Thomas Suppiger, Ringer Ringerriege Hergiswil: «Mit einem derartigen Szenario rechnete ich wirklich nicht.» (Bild: PD)

Thomas Suppiger, Ringer Ringerriege Hergiswil: «Mit einem derartigen Szenario rechnete ich wirklich nicht.» (Bild: PD)

Hergiswil im Luzerner Hinterland – das bedeutet Ringsport in Reinkultur. Der olympische Zweikampf ist im 1800-Seelen-Dorf am Fusse des Napfs auch in der Bevölkerung tief verwurzelt. Doch einiges ist anders in diesem Herbst. Die Fans strömen nicht mehr in grossen Scharen zu den Wettkämpfen in die Steinacherhalle. Die Stimmung ist weniger euphorisch als noch in den vergangenen Jahren.

Dies hat seinen guten Grund: Die Napfringer blicken auf die mit Abstand schlechteste Saison seit dem Wiederaufstieg in die NLA im Jahr 2005 zurück. In den zehn Begegnungen holten die Luzerner Hinterländer gegen Einsiedeln nur gerade einen Sieg. Nach der Niederlage in der letzten Runde gegen Schattdorf gerieten die erfolgsverwöhnten Mattenspezialisten auch noch in den Abstiegsstrudel. Für die Napfringer war es nach bisher sieben Finalteilnahmen und den beiden Meistertiteln von 2012 und 2013 ein böses Erwachen.

Ganze Saison ist ein Auf und Ab

So auch für das Hergiswiler Urgestein Thomas Suppiger. Er ist seit Jahren Dreh- und Angelpunkt. In der Teammeisterschaft besiegt er meistens sämtliche ihm zugelosten Gegner. Auch in diesem Jahr ist der routinierte Athlet mit acht gewonnenen Duellen erneut der Klassenbeste. «Es ist schon krass, dass wir nun gegen den Abstieg kämpfen müssen. Mit einem solchen Szenario rechnete ich wirklich nicht.» Die ganze Saison sei für das frühere Meisterteam ein Auf und Ab gewesen. Natürlich hätte es nach drei gewichtigen Abgängen für eine Halbfinal­teilnahme ohne auswärtige Ver­stärkung viel Glück gebraucht. «Dann kam das Verletzungspech hinzu, das unser ohnehin schmales Kader weiter schwächte und mit in den Abstiegsstrudel zog», resümiert Thomas Suppiger.

Die Anspannung im Team ist gross

Doch nicht alles sei in dieser Meisterschaft nur schlecht gelaufen, sagt der 30-jährige Familienvater. In der Rückrunde habe man wieder mit mehr Disziplin gekämpft. Gut sei auch das Heranführen der jungen Ringer aus der eigenen Juniorenförderung an die Leistungsträger gelungen. «Es macht viel Freude zu sehen, was da heranwächst und für die Zukunft doch einiges verspricht», freut sich der 30-Jährige. Jetzt gehe es darum, aus der missglückten Saison im Abstiegskampf gegen Brunnen die passende Reaktion zu zeigen. «Jeder Ringer muss in den beiden Wettkämpfen das ganze Können auspacken und seinen Beitrag zum Ligaerhalt leisten. Ich bin guten Mutes, dass uns dies gelingen wird», betont der zweifache Familienvater.

Die Anspannung im Team sei zwar gross, die Stimmung etwas gedrückt, aber immer noch gut. Den dreifachen NLB-Meister Brunnen nehme man als ebenbürtigen Gegner nicht auf die leichte Schulter. «Die Schwyzer verfügen über ein zwar junges, aber sehr motiviertes Team, das mit viel Leidenschaft kämpft», erklärt Thomas Suppiger. Weil die eigene Halle durch einen anderen Verein besetzt ist, müssen die Hergiswiler morgen Abend (20.00) den Heimkampf in der Martinshalle in Zell austragen.

Simon Gerber

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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