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RINGEN: Hitchcock führt Regie

In einem regelrechten Krimi sicherten sich die Schattdorfer den Derbysieg gegen Einsiedeln. Dabei konnten sie ihre bereits mehrmals angedeutete Leistungssteigerung in einen ersten Sieg ummünzen.
Lucas Epp jubelt über den unerwarteten Schultersieg gegen den Ungarn Tamas Ladanyi.B (Bild: ild: Regula Epp (Einsiedeln, 23. September 2017))

Lucas Epp jubelt über den unerwarteten Schultersieg gegen den Ungarn Tamas Ladanyi.B (Bild: ild: Regula Epp (Einsiedeln, 23. September 2017))

Caroline Christen

redaktion@urnerzeitung.ch

Bereits vor dem Saisonstart stand Einsiedeln als Transfersieger fest. Für die Ringerriege Schattdorf war das Team aus dem Schwyzer Klosterdorf in den letzten Jahren stets ein wichtiger Kontrahent im Kampf gegen den Abstieg gewesen. Um beim Aufeinandertreffen vom vergangenen Samstag in Einsiedeln als Sieger von der Matte gehen zu können, musste das Team um Marco Gisler eine Topleistung oder sogar etwas mehr erbringen.

Einsiedeln konnte mit allen Verstärkungen antreten, während Schattdorf auf seine in dieser Saison bereits bewährten Kräfte setzte. Im ersten Duell zwischen Stephan Imholz und Dany Kälin zog sich Imholz gleich zu Beginn eine Rissquetschwunde zu und verlor schliesslich mit 4 zu 5 Punkten. Michael Jauch verlor mit 2 zu 6 gegen Sven Neyer, obwohl er diesen beinahe geschultert hätte. Sven Gamma dominierte gegen Patrick Dähler klar und punktete nach Belieben (18:2). Der Gegner von Elias Kempf, Andrii Vishar, legte seine ganze Routine sowie seine grosse internationale Erfahrung in die Waagschale und liess absolut nichts anbrennen. Nach 95 Sekunden beförderte er Kempf auf die Schultern. Eine spannende Affiche bot das Duell zwischen Simon Gerig und Michel Schönbächler. Gerig zeigte sich absolut auf der Höhe, und mit seinen Verteidigungskünsten nahm er dem Einsiedler den ersten Elan. In der zweiten Hälfte übernahm der Urner dann das Zepter und baute seine Führung aus. Zur Pause stand es zwischen den Urnern und den Schwyzern 9:9.

Lucas Epp sorgt für grosse Sensation

Für die zweite Hälfte war somit höchste Spannung angesagt. Rein vom Papier her hätte Einsiedeln in den folgenden fünf Kämpfen drei Siege verbuchen müssen. Lucas Epp musste zu Beginn seines Kampfes hartes Brot essen. Sein Gegner Tamas Ladanyi ging schnell mit 4 zu 0 in Führung. Doch dies beeindruckte Epp offensichtlich überhaupt nicht. Der Ungare landete nach einem Konter des Schattdorfers überraschend auf dem Rücken. Die Sensation war damit Tatsache geworden. Mateo Dodoš stiess auf den starken Flavio Freuler und verlor klar mit 0 zu 15 Punkten. Andreas Burkard liess Renato Kempf keinen Freiraum und gewann durch technische Überlegenheit.

Damit stand fest: Jeder einzelne Punkt der zwei verbleibenden Kämpfe würde über Sieg oder Niederlage in der Teamwertung entscheiden. Kim Besse legte gegen Jan Neyer wie die Feuerwehr los und diktierte das Geschehen. Er erkämpfte sich einen 11:1-Punktesieg. Nicolas Christen musste schliesslich zum alles entscheidenden Kampf gegen Matthias Käser antreten. Beide bekamen zu Beginn eine Passivität aufgebrummt. Während Christen in der Bodenlage durch Käser keinen Zentimeter bewegt werden konnte, beförderte der Urner den Sensler wiederholt in die Luft und versuchte ihn zu werfen. Käser wehrte sich jedoch mit verbotener Beinarbeit, was der Kampfrichter mit zwei Verwarnungen und Punkten für den Schattdorfer wertete. Christen gestand Käser keinen Punkt zu und brachte so den wichtigen Zu-null-Sieg nach Hause. Der Jubel war gross, als das Schlussergebnis von 19:18 für Schattdorf feststand.

Dank ihres knappen Sieges konnten die Urner die rote Laterne in der NLA-Meisterschaft an Einsiedeln abgeben. Das Urner Team blickt nun auch einiges hoffnungsvoller auf die kommenden Kämpfe. Am kommenden Samstag, 20 Uhr, gastiert Tabellenführer Willisau in Schattdorf.

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