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RINGEN: Nicolas Christen verpasst die Top Ten hauchdünn

Nicolas Christen bestreitet im griechisch-römischen Stil als einziger Athlet der Swiss Wrestling Federation die Europameisterschaften in Russland. Der 24-jährige Urner scheitert im Achtelfinal am amtierenden U23-Europameister.
Erfüllte an der EM in Russland seine Pflicht: der 24-jährige Nicolas Christen aus Schattdorf. (Bild: PD)

Erfüllte an der EM in Russland seine Pflicht: der 24-jährige Nicolas Christen aus Schattdorf. (Bild: PD)

Der für die Ringerriege Schattdorf kämpfende Nicolas Christen reiste mit Nationaltrainer Alfred Ter-Mkrtyan in das am Kaspischen Meer gelegene Kaspiisk. Nach zwei Vorbereitungsturnieren startete Christen erstmals an einer EM in der neuen Gewichtsklasse bis 77 kg. Im vergangenen Jahr holte er sich mit Rang 9 in der Klasse bis 71 kg erstmals einen Top-Ten-Platz, was auch in der neuen Gewichtsklasse das hoch gesetzte Ziel war.

Aus dem 22 Mann starken Starterfeld wurde dem Schattdorfer Oldrich Varga zugelost. Der ein Jahr ältere Tscheche zeigte in diesem Jahr eine starke Saison und machte mit Rang 3 beim letzten Vorbereitungsturnier in Tallinn auf sich aufmerksam. Varga war heuer am internationalen Turnier in Dänemark bereits Gegner des Urners. Damals setzte es für Nicolas Christen eine 1:3-Punkteniederlage ab.

Christen kehrt den Kampf in der letzten Minute

Der Tscheche hatte dann auch zu Beginn des Kampfes klar die Oberhand und zog gegen den passiv kämpfenden Schattdorfer mit 5:0 davon. Dieser Rückstand hielt bis zur letzten Kampfminute an, ehe Christen die Pausenworte seines Trainers, mehr für den Kampf zu tun, umsetzen konnte. Mit einem «Herumreisser» und drei Durchdrehern wendete sich innert wenigen Sekunden das Skore zu Gunsten des Schweizers. Der Startsieg war mit 8:5 Punkten perfekt gelungen.

Im Achtelfinal war Alexandros Kessidis, der amtierende U23-Europameister aus Schweden Gegner des Urners. Der um ein Jahr jüngere Nordländer ist seit einigen Jahren ein Topshot in dieser Gewichtsklasse. Kessidis wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gestand Christen keinen Punkt zu – 0:5-Niederlage.

Damit lag es in den Händen des Schweden, ob der Schattdorfer im Turnier verleibt. Im Viertelfinal konnte Kessidis den Armenier nach Punkten besiegen und stand im so Halbfinal dem amtierenden Weltmeister aus Serbien, Viktor Nemes, gegenüber. Hier behielt der Südosteuropäer mit 2:0 die Oberhand. Diese Niederlage des Nordländers bedeutete auch das Turnierende von Nicolas Christen.

Passivität wird knallhart bestraft

Dass das Niveau in dieser Gewichtsklasse äussert hoch liegt, zeigte sich in der Medaillenvergabe. Niemand Geringerer als Doppel-Olympiasieger aus Russland, Roman Vlasov, gewann das Finale gegen den Weltmeister Viktor Nemes aus Serbien nach Punkten. Die beiden Bronzemedaillen holten sich die Vertreter aus Ungarn und Aserbeidschan, wobei der Ungare Tamas Lorincz den schwedischen Gegner von Nicolas Christen mit 7:2 besiegte. Fazit: Mit dem 11. Schlussrang darf Nicolas Christen sehr zufrieden sein. Eine aktivere Kampfführung muss der Urner nun aber anstreben, denn in derart starken Starterfeldern wird jegliche Passivität enorm effizient in Punkte umgemünzt. Der Urner verbringt nun einige Tage zu Hause, bevor er erneut nach Russland reist, um Mitte Mai in Moskau an den Militär-Weltmeisterschaften teilzunehmen. Als weitere Vertreter der Schweiz werden dann noch Fabio Dietsche (Kriessern) und Damian von Euw aus Brunnen teilnehmen.

Caroline Christen

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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