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RINGEN: Rekordmeister jagt den Titelverteidiger

Am Samstagabend (20.00) startet die NLA-Saison mit ganz neuen Vorzeichen. Thomas Bucheli, Cheftrainer des Rekordmeisters Willisau, verspricht den Finaleinzug.

Die Batterien sind neu geladen, mit frischem Elan und viel Hoffnung steigen die sechs Teams in der Premium-League (NLA) heute Abend in die Meisterschaft. Nach je fünf Vor- und Rück­kämpfen erküren die zwei besten Teams im Dezember in einer Best-of-3-Finalserie den Meister.

Als Hauptfavorit gilt Titelverteidiger Kriessern. Das breite ­Kader der Rheintaler ist be­eindruckend und hat durchaus das Potenzial zum Gewinn des elften Meistertitels in der Klubgeschichte. Entspannter als in den vergangenen Jahren kann Willisau die Meisterschaft angehen. Letztes Jahr erreichten die erfolgsverwöhnten Luzerner nach dem verletzungsbedingten Ausfall zweier Leistungsträger nur Rang vier. Jetzt ist das ausgeglichene und robuste Kader wieder komplett. International erfahrene Leaderfiguren wie Jonas Bossert, Stefan Reichmuth, Samuel Scherrer, Tobias Portmann und Marco Riesen dürften der Konkurrenz tüchtig einheizen.

«Ich zweifle nicht daran, dass wir heuer den Finaleinzug schaffen werden. Die jungen Athleten sind reifer geworden und haben sich technisch weiterentwickelt. In der Vorbereitung wurde viel individuell trainiert», sagt Cheftrainer Thomas Bucheli. «Unsere einzige Problemzone ist die leichteste Gewichtsklasse. Diese müssen wir mit jungen Ringern besetzen. Zudem konnten wir uns mit zwei Zuzügen verstärken.»

Hergiswil backt kleinere Brötchen

Hinter den beiden Hauptfavoriten Kriessern und Willisau zeichnet sich ein harter Kampf um die beiden weiteren Halbfinalplätze ab. Hergiswil, der Meister von 2012 und 2013, erreichte letztes Jahr zum siebten Mal den Final. Nun dürften die Luzerner wieder kleinere Brötchen backen. Die Abgänge der drei langjährigen Leistungsträger Akos Korica, Pascal und Benno Jungo hinterlassen eine grosse Lücke. Dazu fällt mit Werner Suppiger ein weiterer Schwergewichtler aus.

«Es ist uns trotz grosser Bemühungen nicht gelungen, diese Siegringer zu ersetzen. Der Markt ist ausgetrocknet», sagt Daniel Stadelmann, der Präsident von Hergiswil. Er bleibe Realist und hoffe, mit dem zur Verfügung stehenden Kader mindestens den Halbfinal zu erreichen. «Alexander Golin, der neue Trainer, hat mit seiner ruhigen Art bisher sehr gut gearbeitet. Unter ihm entwickeln sich die Jungen technisch und mental weiter. Das Team ist sehr gut vorbereitet», so Stadelmann weiter. Die Napfringer sind bekannt dafür, dass sie sich als einziges Team in den letzten Jahren im Verlaufe der Saison stetig steigern konnten.

Einsiedeln kämpfte in der Vergangenheit in der obersten Liga immer wieder gegen den Abstieg. Unter Urs Bürgler, dem neuen Trainer und zweifachen Olympiateilnehmer im Ringen, weht nun ein frischer Wind. Dazu haben sich die Schwyzer mit dem Tschetschenen Saifulla Avtorkkanow und dem Freiburger Matthias Käser geschickt verstärkt.

Ambitionen hegt auch Schattdorf. Die Urner scheinen auf dem Papier ebenfalls stärker zu sein als in vergangenen Jahren. Damit besitzen sie gute Chancen, wie schon 2015, in die Halbfinals vorzustossen. Eines ist sicher: Die Meisterschaft 2017 dürfte ausgeglichener und spannender verlaufen als in den letzten Jahren.

Simon Gerber

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Teammeisterschaft. Männer, NLA. 1. Runde. Heute (20.00): Willisau – Freiamt (BBZ). Schattdorf – Kriessern (Grundmatte). Einsiedeln – Hergiswil (Brüel).

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