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RINGEN: Sechs Gründe, warum Willisau Meister wird

Am Samstagabend steigt in Widnau der dritte und entscheidende Finalkampf um die Meisterkrone. Dabei greift der Rekordmeister Willisau gegen den Titelverteidiger Kriessern nach der 14. Meisterschaft.
Simon Gerber
Zeigt sinnbildlich das Selbstvertrauen der Willisau Lions: Stefan Reichmuth, hier nach seinem Sieg im ersten Kampf gegen Philipp Hutter (hinten). (Bild: Roger Grütter (Grosswangen, 2. Dezember 2017).)

Zeigt sinnbildlich das Selbstvertrauen der Willisau Lions: Stefan Reichmuth, hier nach seinem Sieg im ersten Kampf gegen Philipp Hutter (hinten). (Bild: Roger Grütter (Grosswangen, 2. Dezember 2017).)

Simon Gerber

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Im ersten Heimkampf der Best-of-3-Serie unterlagen die Wil­lisau Lions gegen Kriessern überraschend hoch mit 20:14-Punkten. Vor einer Woche stellten die ­Luzerner Hinterländer dank starker Teamleistung und einem 19:16-Auswärtssieg überraschend zum 1:1-Gleichstand. Erstmals seit 2011 entscheidet wieder ein dritter Fight über die Vergabe der Schweizer Meisterkrone in der Teammeisterschaft. Obwohl Kriessern noch immer in der Favoritenrolle ist, liegt der 14. Meistertitel für die Grafenstädter wieder in Reichweite. Dabei sprechen sechs Gründe für den Rekordmeister.

Grund 1: Die Formkurve

Die Rechnung der Willisauer, mit einer Topverfassung in die Finalkämpfe zu steigen, ging voll auf. Während am letzten Samstag einige Ringer von Kriessern Schwächen zeigten, erreichten die Luzerner ihre Bestform, das Momentum kippte auf die Seite der Hinterländer. Zudem kennt das Selbstvertrauen kaum Grenzen. Der Glaube, die Rheintaler vom Thron stürzen zu können, verleiht den Willisau Lions Flügel.

Grund 2: Das Kader

Auch wenn das Angebot von Topathleten bei Kriessern klar grösser ist, verfügen die Willisau Lions über ein breites und ausgeglichenes Kader. Die Mischung zwischen Leadern und Jungspunds, zwischen Erfahrung und Hunger stimmt. Es ist ein Team mit grossem Zusammenhalt am Werk, jeder setzt sich für den anderen ein. Die drei schwersten Gewichtsklassen sind eine Festung, die von den Rheintalern kaum zu knacken ist. Als Glücksfall erweist sich der Transfer des Internationalen Andreas Vetsch, des Leihringers von Oberriet-Grabs. Die einzige Problemzone ist die Gewichtsklasse bis 74 Kilogramm im Freistil. Der dritte Match wird in den gleichen Stilarten ausgetragen wie vor einer Woche, was für die Willisau Lions ein weiterer Vorteil ist.

Grund 3: Die Routine

Obwohl Willisau im Durchschnitt die jüngere Riege stellt, haben sich die Hinterländer in den letzten Jahren technisch und taktisch stark weiterentwickelt. Vor zwei Jahren liessen sich die Luzerner mit einer fast identischen Equipe zum 13. Meistertitel gratulieren. Seit einer Woche weiss jeder, dass eine weitere Goldmedaille in Reichweite ist.

Grund 4: Der Druck

Die Zentralschweizer haben in dieser Saison bereits bewiesen, dass sie mit dem Druck gut umgehen können. Im zweiten Finalkampf gegen Kriessern schafften sie die mentale Wende. Der Schlüssel zum Erfolg ist, auch im dritten und entscheidenden Fight wieder mit viel Lockerheit, Mut und Biss anzugreifen.

Grund 5: Der Cheftrainer

Die Willisau Lions verfügen seit 2011 mit Thomas Bucheli über ­einen ausgewiesenen Cheftrainer. Als ehemaliger international erfolgreicher Freistilspezialist bringt der 40-Jährige eine Menge Know-how mit ins Team. Er überzeugt sowohl mit Fachwissen als auch mit Führungsqualitäten. Mit viel Einfühlungsvermögen findet Bucheli für jeden Ringer immer die richtigen Worte und sorgte zusammen mit einem kompetent zusammengesetzten Trainerstab für eine gute Stimmung.

Grund 6: Die Fans

Die Willisauer verfügen seit vielen Jahren über eine grosse Fangemeinde. Am letzten Samstag begleiteten rund 400 Anhänger ihren Klub zum schwierigen Auswärtskampf nach Widnau. Die begeisterungsfähigen Luzerner Hinterländer werden auch beim dritten Fight ihre Lions wieder nach vorne peitschen. Dass eine Auswärtsbegegnung nicht unbedingt ein Nachteil sein muss, unterstreicht diese Playoff-Serie. Kriessern und Willisau glänzten mit Auswärtssiegen.

Hinweis

Männer, NLA. Playoff-Final. 3. Runde. Samstag: Kriessern – Willisau (19.00, Sportzentrum, Widnau).

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