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RINGEN: Trotz Niederlage: Willisau Lions haben rosige Aussichten

Rekordmeister Willisau scheitert auf dem Weg zum 14. Titel in der Best-of-3-Serie gegen Kriessern. Trotzdem herrscht bei den Luzerner Hinterländern kein Katzenjammer.
Simon Gerber
Die Fans der Willisau Lions feuern ihre Kämpfer enthusiastisch an. (Bild: Michel Canonica (Widnau, 16. Dezember 2017))

Die Fans der Willisau Lions feuern ihre Kämpfer enthusiastisch an. (Bild: Michel Canonica (Widnau, 16. Dezember 2017))

Simon Gerber

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Die Willisau Lions hatten am Samstag im dritten und entscheidenden Finalkampf gegen Kriessern mit einer beherzten Leistung versucht, das Blatt noch zu wenden. Sie mussten sich dann aber einem Gegner beugen, der mit seinem kompakten Kader auf vieles eine Antwort wusste, was die Luzerner Hinterländer taten. Trotz der bitteren Pille hielt sich die Enttäuschung beim Präsidenten Pius Roos in Grenzen. «Schade, dass wir die Serie noch aus den Händen gegeben haben. Wir verloren zwar Gold, gewannen jedoch Silber. Mit dem Finaleinzug haben wir unser Saisonziel erreicht und mit einem dritten Kampf gar übertroffen.» Das sahen die zahlreich ins St. Galler Rheintal mitgereisten Fans genauso. Sie feierten ihre Athleten vor der Rückreise in die Zentralschweiz enthusiastisch. Mittendrin auch der Cheftrainer Thomas Bucheli. «Klar ist man im ersten Moment nach einer Finalniederlage enttäuscht. Die Freude, mit einem verschworenen Team die Silbermedaille gewonnen zu haben, überwiegt bei mir jedoch klar. Besonders stolz macht mich, dass uns diese Leistung mit neun eigenen Ringern gelungen ist.»

Einen kleinen Grund, sich zu ärgern, gibt es bei Willisau dennoch. Mit der im Kader vorhandenen Qualität wäre durchaus das Potenzial da gewesen, einen weiteren Titel zu holen. Die junge Equipe hat ihren Zenit aber noch längst nicht erreicht. Die Altersstruktur stimmt.

Keiner der Athleten ist über 30 Jahre alt

Einige Schlüsselathleten wie Samuel Scherrer (20), Stefan Reichmuth (23) und Timon Zeder (21) stehen in der Blüte ihrer Karrieren oder haben sie gar noch vor sich. Keiner der Routiniers, wie Marco Riesen (30), Jonas Bossert (27), Lukas Bossert (24), Andreas Reichmuth (27), Alex Knecht (22), Dominik Bossert (26) und Roger Heiniger (25), ist älter als 30 Jahre. Die Willisau Lions bleiben weiterhin die Mannschaft, die es zu schlagen gilt. Der Erfolgshunger der jungen Truppe ist noch lange nicht gestillt. Die Luzerner Hinterländer haben eine rosige Zukunft vor sich. Nichts ist im Sport jedoch schwieriger, als ein erfolgreiches Team auf Erfolgskurs zu halten.

Eine dritte Mannschaft ist in Planung

Mit ihrer Linie, den Nachwuchs konsequent zu fördern, sind die Willisauer grundsätzlich auf dem richtigen Dampfer. Sie geben sich damit ein klares Profil und eine erfrischende Ausstrahlung, und sie machen auf vernünftige Weise aus der Not eine Tugend. Der enge Schweizer Transfermarkt ist auch für den Rekordmeister kein Wunschkonzert. Das Brüderpaar Tobias (18) und Michael Portmann (16) sowie Mansur Mav­laev (15) haben ihr grosses Zukunftspotenzial in der NLA mit starken Leistungen in dieser Saison bereits bewiesen.

Es ist eine grosse Herausforderung für die Trainer, weitere Talente zu Spitzenathleten zu formen. Der Sportchef der Willisau Lions, Fredi Infanger, ist überzeugt davon, dass von unten einiges nachwächst. Derzeit arbeitet er an einem Nachwuchskonzept. «Wir wollen noch mehr Qualität in den Trainingsbetrieb bringen. Deshalb haben wir einen ehemaligen ungarischen Spitzenringer als Nachwuchstrainer installiert», erklärt der frühere Meistertrainer. Die Willisauer sind zudem daran, eine dritte Mannschaft aufzubauen. Dies wäre ein Novum in der Schweizer Ringerlandschaft.

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