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Roger Federer erspielt sich im Eilzugtempo einen Vorteil, der ihn zum zehnten Basel-Sieg führen könnte

In nur 53 Minuten besiegt Roger Federer in der Auftaktpartie der Swiss Indoors den Deutschen Peter Gojowczyk mit 6:2 und 6:1. Für den weiteren Turnierverlauf hat der Schweizer einen Regenerationsvorteil.
Jakob Weber

Um den Super Monday werden die Swiss Indoors von vielen anderen ATP-Turnieren beneidet. Beim traditionellen Aufeinandertreffen von Kultur und Sport in der Kultur- und Sportstadt Basel ist 2019 die Soul-Sängerin Anastacia zu Gast. Die Amerikanerin hat die Halle schon nach der Begrüssung hinter sich. Auf allen vier Landessprachen wünscht sie dem Publikum einen guten Abend. Auch ihre Songs kommen an. Beim letzten Lied steht die gesamte Halle: «Ich sehe, wir haben ein paar gute Tänzer hier», sagt Anastacia und wird anschliessend mit tosendem Applaus verabschiedet.

Federers Vorband Anastacia sorgte für gute Stimmung. (Bild: Freshfocus)

Federers Vorband Anastacia sorgte für gute Stimmung. (Bild: Freshfocus)

Peter Gojowczyk lacht nur vor dem Spiel

Eine halbe Stunde später wird es noch lauter. Die berühmten Worte von Speaker Christoph Schwegler: «Der erfolgreichste Tennisspieler der Geschichte, Welcome Home, Roger Federer» sorgen für einen Dezibelrekord. Federers Erstrundengegner Peter Gojowczyk sagt vor dem Gang auf den Platz: «Ich freue mich auf das Auswärtsspiel.» Dann lacht der Deutsche, als ahne er schon, dass er in der nächsten Stunde nichts mehr zu lachen hat.

Peter Gojowczyk hatte gegen Roger Federer keine Chance. (Bild: Freshfocus)

Peter Gojowczyk hatte gegen Roger Federer keine Chance. (Bild: Freshfocus)

Im ersten Aufschlagspiel bekundet Federer noch Probleme. Mit der Unterstützung der Zuschauer holt er sich über Einstand das erste Game. «Mit Heimvorteil geht es immer einfacher», sagt Federer nach dem Spiel. Als ein Gojowczyk-Fan ein zaghaftes «Auf gehts Gojo» in die Halle ruft, wird er sofort von einem deutlich lauteren «Come on Roger» gekontert. Auch auf dem Platz hat der Deutsche keine Chance. Schon im zweiten Aufschlagspiel breakt Federer Gojowczyk. Die Richtung ist vorgegeben. Nach nur 22 Minuten verwandelt Federer einen weiteren Breakball und holt sich den ersten Satz mit 6:2.

Gojowczyk punktet fast nur mit dem ersten Aufschlag. Wenn der Ball im Spiel ist, hat der fast fehlerfrei spielende Federer klare Vorteile. Auch in Satz 2 geht Federer früh mit Break in Führung. Kurz scheint es, als könne er einen kürzeren Arbeitstag als Anastacia verbringen. Die Sängerin stand 45 Minuten auf dem Court. Doch weil sich Gojowczyk kurz aufbäumt, dauern die ersten vier Games so lange wie der komplette erste Satz.

«Ich habe überhaupt keine Energie verpufft. Das war ein Supertraining vor Publikum»

Doch dann stellt Federer auf Turbo. Innert neun Minuten holt er sich drei weitere Spiele. Auf den Zwischenruf «Nicht zu schnell, Roger», vor dem letzten Aufschlagsspiel nimmt er keine Rücksicht. Nach 53 Minuten ist sein Arbeitstag beendet. «Ich habe überhaupt keine Energie verpufft. Das war ein Supertraining vor Publikum», sagt Federer.

Weil er auf eigenen Wunsch schon am Montag startete, hat er jetzt mehr Zeit zur Regeneration. «Wenn ich die erste Runde überstehe, ist der Spielplan ein Vorteil für mich», weiss Federer. Dieser Vorteil soll ihn zu seinem zehnten Titel in Basel führen.

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