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ROLLHOCKEY: Durststrecke mit starkem Auftritt beendet

Nach drei Niederlagen in Serie ist Uri auf die Erfolgsstrasse zurückgekehrt. Cupsieger Dornbirn wurde vor heimischer Kulisse mit 5:2 (4:2) abgefertigt.
Urs Hanhart
Uris Legionär André Da Costa (am Ball) erzielt gegen Dornbirn zwei Tore. (Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 18. November 2017))

Uris Legionär André Da Costa (am Ball) erzielt gegen Dornbirn zwei Tore. (Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 18. November 2017))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Die Revanche für das dramatische Halbfinal-Cup-Aus von Anfang Jahr ist dem RHC Uri vollauf gelungen. Dornbirn, das den Urnern seinerzeit den Traum vom erstmaligen Cupsieg in der Vereinsgeschichte vermasselt hatte, wurde von den im Vergleich zu den vorangegangenen Partien fast nicht wiederzuerkennenden Platzherren vor allem in der Startphase richtiggehend an die Wand gespielt. Uri legte los wie die Feuerwehr und kam bereits in der dritten Minute zur ersten Grosschance, die Michael Gehrig jedoch nicht in einen Torerfolg ummünzen konnte.

Nachdem auch André Da Costa mit einem Schuss aus mittlerer Distanz nur knapp gescheitert war, klappte es schliesslich im dritten Anlauf mit dem 1:0. Gehrig konnte in der siebten Minute alleine auf den gegnerischen Kasten losziehen und trickste Gäste-Keeper Raffael Mirantes clever aus. Nur zwei Minuten später doppelte Da Costa nach einer herrlichen Doppelpasseinlage mit Spielertrainer Simon von Allmen zum 2:0 nach. Mitte des ersten Durchgangs verkürzte Dornbirn etwas glücklich durch einen abgefälschten Weitschuss auf 1:2. Doch Da Costa stellte gleich im Gegenzug den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Sein knallharter Schuss kullerte – nachdem ihn Mirantes eigentlich pariert hatte – sehr unglücklich für den Schlussmann doch noch über die Tor­linie. Allerdings wetzten die Vorarlberger diese Scharte schnell wieder aus. Sie bewerkstelligten nur Sekunden später gleich wieder den 2:3-Anschlusstreffer. Den Schlusspunkt unter die überzeugende erste Halbzeit setzte in der 23. Minute Nicola Imhof. Nach einem präzis getimten Rückpass von Da Costa zirkelte der Rückkehrer die Kugel aus spitzem Winkel spektakulär in die nähere obere Torecke. Uri hätte zur Pause gut und gerne noch höher führen können. Da Costa vergab noch zwei direkte Freistösse. Auch die Überzahlphasen brachten nichts Zählbares ein.

Marcel Greimel, der Penaltykiller

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dann ein völlig anderes Bild. Dornbirn übernahm ganz klar das Spieldiktat und setzte alles daran, möglichst schnell wieder den Anschluss zu schaffen. Uris Defensive, die zuvor überzeugt hatte, kam durch den erhöhten Druck vorübergehend ziemlich ins Schleudern. Dass die Gäste in dieser heiklen Phase nicht verkürzen konnten, war vor allem den vielen tollen Paraden von Uri-Keeper Marcel Greimel zu verdanken. Unter anderem machte er in der 32. Minute sogar einen Penalty unschädlich. Drei Minuten vor dem Abpfiff erzielte dann Adrian Briker mit einem blitzschnellen Konterangriff das erlösende 5:2. Damit kaufte er den zähen Österreichern endgültig den Schneid ab. Uri hätte dieses Match schon früher definitiv für sich entscheiden können. Aber diverse Kontermöglichkeiten wurden nicht genutzt. Unter dem Strich feierten die Urschweizer jedoch einen souveränen Sieg, der nie ernsthaft in Gefahr geriet.

Disziplin hat sich ausbezahlt

Von Allmen zeigte sich mit der Darbietung seines Teams sehr zufrieden. Zum Erfolgsrezept sagt er: «Es haben alle sehr diszipliniert gespielt und die vor der Partie besprochene taktische Marschrichtung konsequent umgesetzt. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Matches sind wir wieder als Mannschaft aufgetreten und nicht als Individualisten.» Uri hat dank diesem Erfolg in der Tabelle den vierten Platz verteidigt. Der Rückstand auf Leader Biasca beträgt nur fünf Punkte, wobei die Tessiner bereits ein Spiel mehr ausgetragen haben. Pikanterweise treffen die Innerschweizer im nächsten Heimspiel vom 9. Dezember just auf die Leventiner. Das Gotthard-Derby wird also zum Spitzenkampf. Zunächst müssen die Urner am nächsten Samstag allerdings noch zum Europacup-Rückkampf gegen Correggio antreten. Zur Zielsetzung beim Abstecher nach Italien verriet von Allmen: «Wir wollen auf jeden Fall ein besseres Resultat erzielen als im Hinspiel. Für uns geht es auch darum, weiteres Selbstvertrauen im Hinblick auf die anstehenden schweren Meisterschaftsspiele zu tanken.»

Uri – Dornbirn 5:2 (4:2)

Rollhockeyhalle Seedorf. – 100 Zuschauer. – SR Fermi, Rebughini. – Uri: Greimel, Blöchlinger; Briker (1), von Allmen, Gehrig (1), Nicola Imhof (1), Fussen, Gisler, Gasser, Da Costa (2). – Dornbirn: Mirantes, Gomes; Rodriguez, Gomez, Brunner, Kaul, Hagspiel (1), Fässler, Mostögl, Sahler (1).

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