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Roman Röösli fährt im Skiff allen davon

Der Neuenkircher Roman Röösli hat an den Schweizer Meisterschaften auf dem Rotsee den dritten Titel im schweren Einer gewonnen. Sein Doppelzweier-Partner und Vorjahres-Weltcupsieger Nico Stahlberg verliert gegen den Athleten des SC Sempach klar.
Daniel Wyrsch
Roman Röösli ist im Einer auf dem Rotsee eine Klasse für sich. Sein Vorsprung im Ziel beträgt satte 6,56 Sekunden auf Nico Stahlberg. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 8. Juli 2018)

Roman Röösli ist im Einer auf dem Rotsee eine Klasse für sich. Sein Vorsprung im Ziel beträgt satte 6,56 Sekunden auf Nico Stahlberg. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 8. Juli 2018)

Roman Röösli (24) hat fünf Tage vor der Weltcup-Heimregatta auf dem Rotsee ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Athlet des Seeclubs Sempach war im Skiff der offenen Kategorie eine Klasse für sich. Über 6,5 Sekunden war er vor seinem grössten Widersacher Nico Stahlberg (26) im Ziel. «Mein Rennen ist aufgegangen», sagte Röösli gestern nach seinem dritten Schweizer Meistertitel im schweren Einer. Den deutlichen Vorsprung auf Stahlberg habe er vor allem dank einem «starken Finish» auf den letzten 400 Metern herausgefahren, erklärte der Rotsee-Lokalmatador.

Trotz aller Freude über den Triumph von Röösli könnten sich Schweizer Ruder-Interessierte fragen, ob der Ausgang dieses nationalen Skiff-Finals für den Schweizer Doppelzweier in der Besetzung mit Röösli/Stahlberg negative Folgen haben könnte. Der Neuenkircher Roman Röösli winkte ab und ist überzeugt: «Am nächsten Wochenende werden Nico Stahlberg und ich bei der Weltcup-Regatta gemeinsam eine gute Figur abgeben.» Kürzlich hatten der Luzerner Röösli und der Frauenfelder Stahlberg vom RC Kreuzlingen im österreichischen Linz bei der dortigen Weltcup-Regatta Platz 3 im Doppelzweier herausgerudert.

Röösli hätte auch im Einer Chance auf WM-Medaille

Zwar hat der Schweizerische Ruderverband (SRV) noch nicht entschieden, ob das Duo auch an den Europameisterschaften in Glasgow und an den Weltmeisterschaften im bulgarischen Plovdiv im Doppelzweier an den Start gehen wird, aber offensichtlich haben die beiden das Potenzial für eine Medaille an diesen Titelkämpfen. Allerdings wird das Abschneiden von Röösli mit dem Vorjahres-Weltcupsieger im Skiff, Stahlberg, nächstes Wochenende in Luzern grosse Bedeutung für die Zukunft haben. Denn Röösli hat früher in der Saison in Belgrad bereits gezeigt, dass er durchaus auch im Skiff zu den Besten der Welt gehören kann. Sein zweiter Rang in jener Weltcup-Regatta war gewiss kein Zufall. Röösli scheint nicht abgeneigt, auf die Karte Einer zu setzen. Er sagt aber auch klipp und klar: «Der Verband fällt den Entscheid, mit welchen Booten wir EM und WM bestreiten. Ich gebe immer mein Bestes.»

Profi für die nächsten zwei Jahre bis Olympia in Tokio

Für den 1,91 Meter grossen und 88 Kilo schweren Topruderer spricht denn auch seine Willensstärke und Disziplin. «Das Schöne am Rudern ist für mich, je mehr ich dafür aufwende, desto mehr kommt zurück.» Der Student der Betriebswirtschaftslehre und Geografie an der Uni Bern hat ein grosses Ziel: Er will an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio eine Medaille gewinnen. Für den Bachelor muss er noch die Abschlussarbeit schreiben, erst nach Olympia will er den Master in Angriff nehmen. Das heisst: Er wird die nächsten zwei Jahre bis Tokio voll auf den Rudersport setzen können. Bereits hat der Neuenkircher von Bern in eine Wohngemeinschaft nach Luzern gezügelt. In seiner Innerschweizer Heimatstadt wird Roman ­Röösli noch näher am Sarnersee sein. Dort an der SRV-Heimbasis finden fast alle Trainings der ­Nationalteammitglieder statt.

Obwohl sich Röösli auf den Spuren der Olympiasieger Xeno Müller und Mario Gyr befindet, will er sich nicht zu arg aus dem Fenster lehnen. «Eine Medaille in Tokio strebe ich an, dazu stehe ich.» Mehr lässt er sich aber nicht entlocken. Dagegen hat sich ­Röösli gestern den Tadel der Trainer zu Herzen genommen. «Sie sagten mir, dass mein SM-Finallauf technisch zu wenig sauber war.» Das will er schnell besser machen.

Luzern. Schweizer Meisterschaften. Männer. Offene Kategorie. Einer (Skiff): 1. Roman Röösli (Sempach) 6:45,22. 2. Stahlberg (Kreuzlingen) 6:51,78. 3. Bärlocher (Baden) 6:58,74. – Doppelzweier: 1. Matthias Fer­nandez/Andri Struzina (Zug) 6:23,67. 2. Plock/Condrau (Rapperswil-Jona) 6:24,48. 3. Copes/Ryser (Thalwil) 6:28,76. – Zweier ohne Steuermann: 1. Rüedi/Joye (Grasshoppers) 6:43,03. 2. Alexander Schneider/Von Bodungen (Biel) 6:47,64. 3. Fabio Bekcic/Luca Schuler (Luzern) 6:50,27. – Doppelvierer: 1. Lausanne 5:59,62. 2. Zürich 6:00,70. 3. Schaffhausen 6:30,11. – Vierer ohne Steuermann: 1. Grasshoppers 6:17,45. 2. Thalwil 6:19,86. 3. Baden 6:23,72. – Achter mit Steuermann: 1. Grasshoppers 5:46,84. 2. Zürich 5:48,21. 3. Belvoir Zürich 5:50,83. – Leichtgewichte. Einer (Skiff): 1. Matthias Fernandez (Zug) 7:12,65. 2. Comandini (Ceresio) 7:16,22. 3. Schaller (Fribourg) 7:27,33. – Doppelzweier: 1. Nelis/Jenni (Zürich) 6:41,85. 2. Reber/Steffen (Blauweiss Basel) 6:44,02. 3. Bührer/Loosli (Schaffhausen) 6:44,08. – Zweier ohne Steuermann: 1. Breckenridge/Pozzo (Genf) 6:47,56. 2. Jeanneret/Rouge (Vevey) 6:53,21. 3. Paul Busch/Patrik Herger (Zug) 7:05,75.

Frauen. Offene Kategorien. Einer (Skiff): 1. Valérie Rosset (Sempach) 7:49,72. 2. Rol (Genf) 7:54,51. 3. Von der Schulenberg (Küsnacht) 7:56,00. – Doppelzweier: 1. Rol/Seydoux (Lausanne) 7:10,84. 2. Negm/Rol (Genf) 7:14,04. 3. Meakin/Delacroix (Zürich) 7:20,97. – Zweier ohne Steuerfrau: 1. Delacroix/Ador (Vésenaz) 7:33,47. 2. Meier/Walser (Thalwil) 7:34,54. 3. Staley/Feuz (Bern) 7:44,00. – Doppelvierer: 1. Zürich 6:46,54. 2. Belvoir Zürich/Baden 7:01,51. 3. Lausanne 7:19,07. – Vierer ohne Steuerfrau (neue Kategorie): 1. Zug (Manon Büchel, Jana Thea Nussbaumer, Nicole Vonesch, Christina Leu) 6:54:85. 2. Thalwil 6:57,00. 3. Belvoir Zürich 6:59,56. – Achter mit Steuerfrau: 1. Zug (Büchel, Nussbaumer, Deborah Birrer, Ines Weiss, Vonesch, Leu, Eveline Kaufmann, Lisa Bachmann, Stf. Patricia Merz) 6:43,42. 2. Zürich 6:45,65. 3. Zürich 6:50,39. – Leichtgewichte. Einer (Skiff): 1. Patricia Merz (Zug) 7:39,19. 2. (Baden) 8:00,74. 3. Mosler (Schaffhausen) 8:13,41. – Doppelzweier: 1. Adriana Wälti/Seraina Rodewald (Blauweiss Basel) 7:40,21. 2. Marie Battistolo/Aline Schwyzer (Thalwil) 7:44,30. 3. Samira Benli/Jana Schuppli (Thalwil) 7:56,88.

Clubwertungen: 1. Zug, 48 Punkte. 2. Grasshoppers 35. 3. Thalwil, 34 Punkte. 4. Reuss Luzern, 30 Punkte. 5. u. a. Luzern 26.

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