ROTTERDAM: Denkwürdiges Eigentor eines Torhüters

Die Szene wird Jeroen Zoet, Torhüter von PSV Eindhoven, wohl nie vergessen. Indem er den Ball zu sich an die Brust nahm, verursachte er ein Eigentor, das seine Mannschaft am Schluss den Meistertitel kosten könnte.

Drucken
Teilen

Im Match zwischen Feyenoord Rotterdam und Eindhoven parierte Zoet auf der Torlinie einen Kopfball aus kurzer Distanz von Feyenoords Verteidiger Arie van der Heijden. Der Ball lag jetzt für einen Moment direkt vor der Torlinie und vor dem Goalie am Boden. Zoet nahm kniend den Ball auf und drückte ihn in der üblichen Manier gegen die Brust. In dem Moment muss die kleine Lampe am Handgelenk von Schiedsrichter Bas Nijhuis aufgeleuchtet haben, denn dieser erkannte auf Tor. Aufgrund der in einem Test befindlichen, aber verbindlichen Torlinientechnologie hatte der Ref keine andere Wahl. Der Ball musste also die Torlinie im vollen Umfang überschritten haben, als Zoet ihn an sich nahm.

Das kuriose Tor bedeutete Feyenoords 2:1-Sieg im Spitzenkampf. Die Mannschaft ist mit diesen drei Punkten nahe an ihrem ersten Meistertitel seit 1999, während der dritte Titel in Serie für Eindhoven kaum noch in Frage kommt. Feyenoord führt zehn Runden vor Schluss fünf Punkte vor Ajax Amsterdam und schon elf Punkte vor PSV Eindhoven. (sda)