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Interview

Ruben Vargas zu seinem Transfer: «Trainer Martin Schmidt hat mir erklärt, wie der FC Augsburg funktioniert»

Der FC Luzern verliert mit Aussenangreifer Ruben Vargas (20) den Spieler mit dem grössten Potenzial. Nachdem Trainer Martin Schmidt ihn überzeugte hatte, unterschrieb der Adligenswiler beim FC Augsburg einen Fünfjahresvertrag bis 2024.
Daniel Wyrsch

Für FCL-Jungprofi Ruben Vargas (20) war es ein grosser Tag. Am Montag fuhr er mit seinem Berater Josef Jost zu den medizinischen Checks und zur Vertragsunterschrift nach Augsburg. Vor Ort mit dabei war zudem ein Spezialist der Agentur IFM, der die nötigen Kontakte in der Bundesliga hat – wie zu Stefan Reuter, Sport-CEO des FC Augsburg.

Ruben Vargas (Mitte) mit seinem Berater Josef Jost (rechts) und dem Augsburg-Geschäftsführer Michael Ströll bei der Präsentation beim Bundesligisten. (Bild: FC Augsburg, 17. Juni 2019)

Ruben Vargas (Mitte) mit seinem Berater Josef Jost (rechts) und dem Augsburg-Geschäftsführer Michael Ströll bei der Präsentation beim Bundesligisten. (Bild: FC Augsburg, 17. Juni 2019)

Aussenangreifer Ruben Vargas wurde schon länger von einem Augsburg-Scout beobachtet. Josef Jost weiss: «Die beiden Tore von Ruben beim 3:0-Heimsieg gegen Zürich gaben schliesslich den Ausschlag für ihn.» Und Vargas gab schliesslich Augsburg gegenüber Freiburg, das ebenfalls Interesse am Adligenswiler gezeigt hatte, den Vorzug.

Der FC Luzern bekommt für Vargas vom FC Augsburg mindestens 2,5 Millionen Euro, also rund 3 Millionen Franken, überwiesen. Damit ist der Schweiz-Dominikaner und U21-Internationale mit Dario Lezcano (siehe Grafik weiter unten) der am teuersten verkaufte FCL-Profi. Vargas hat nach 50 Super-League-Spielen (9 Tore, 12 Assists) für Luzern beim 15. der vergangenen Bundesliga-Saison einen Fünfjahresvertrag bis 2024 unterschrieben.

Wie erlebten Sie den Tag in Augsburg, der in der Unterzeichnung des ersten Auslandvertrages mündete?

Ruben Vargas: Für mich war es ein aufregender, aber auch anstrengender Tag. Um 9 Uhr fuhren wir in Luzern los, zwölf Stunden später ging’s zurück in die Schweiz. In Augsburg musste ich den Medizin-Check absolvieren. Weil drei Spitalgebäude recht weit voneinander entfernt sind, kam ich zu einer Stadtrundfahrt.

Wie ist der erste Eindruck von der 290000 Einwohner zählenden Stadt in Bayern?

Augsburg ist eine wirklich schöne Stadt mit vielen altehrwürdigen und gepflegten Häusern. Alles ist neu für mich, auch das Stadion für 30000 Fans mit den steilen Rampen und die Trainingsanlage haben mich beeindruckt.

Der Youngster im Video-Interview mit seinem neuen Arbeitgeber:

Was bedeutet es Ihnen, per sofort bei einem Bundesligisten unter Vertrag zu stehen?

Für mich ist es der erste Schritt in die richtige Richtung. In der Bundesliga wird auf einem höheren Niveau Fussball gespielt, doch glaube ich, dass ich diese Aufgabe meistern kann. Ein Traum geht für mich in Erfüllung, wenn ich Bundesliga spielen kann. Seit Kindertagen habe ich das Geschehen in dieser Liga verfolgt.

Haben Sie Respekt vor diesem grossen Schritt?

Ich glaube an mich, bleibe ruhig, falls es mir nicht sogleich laufen sollte. Wenn ich immer das Beste gebe, geht früher oder später der Knopf auf. Beim FCL hatte ich eigentlich nicht gedacht, dass ich so schnell vorwärts komme – und ich bereits an diesem Punkt bin.

Haben Sie nie daran gedacht, noch eine dritte Saison in Luzern anzuhängen?

Ich habe mir die Sache reiflich überlegt. Sicher gibt es jetzt Leute, die sagen, ich hätte in Luzern bleiben sollen. Andere finden den Moment richtig, um zu wechseln. Ich muss auf mich selber hören, für mich kommt der Wechsel zum genau richtigen Zeitpunkt.

Verabschieden Sie sich noch vom Team in Luzern?

Selbstverständlich gehe ich beim FCL vorbei, um allen Spielern, Trainern und Mitarbeitern Danke und auf Wiedersehen zu sagen, allerdings erst nächste Woche, wenn auch die Nationalspieler zurück aus den Ferien sind.

Stimmt es, dass YB und Basel ebenfalls an Ihrer Verpflichtung interessiert waren?

Ja. Für meinen Berater Seppi Jost und mich war eine Aussage des Luzerner Sportchefs ausschlaggebend. Remo Meyer sagte, dass ich diesen Sommer nicht innerhalb der Schweiz wechseln dürfe; so musste ich ins Ausland gehen.

Am 28. Juni beginnt für Sie die Vorbereitung mit Augsburg. Was gab den Ausschlag für den neuen Arbeitgeber?

Ich habe gespürt, dass sie mich wollen. Eine Woche vor der Einigung haben Jost und ich Trainer Martin Schmidt in Bern getroffen. Er kam aus seiner Walliser Heimat. Wir tauschten uns über zwei Stunden aus. Martin Schmidt hat uns erklärt, wie der Club funktioniert, wofür er steht und welche Aufgaben und Entwicklung er für mich vorsieht. Nach diesem Gespräch war ich überzeugt, dass Augsburg für mich der richtige neue Verein ist.

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