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RUDERN: Die Spiele kamen zu früh

Der Doppelvierer mit dem Neuenkircher Roman Röösli schafft den Finaleinzug nicht. Nach einer schwierigen Saison ist die Enttäuschung beim Quartett gross.
Müssen nun in den B-Final: der Schweizer Doppelvierer mit Nico Stahlberg, Augustin Maillefer, Roman Röösli und Barnabé Delarze (von rechts). (Bild: AP)

Müssen nun in den B-Final: der Schweizer Doppelvierer mit Nico Stahlberg, Augustin Maillefer, Roman Röösli und Barnabé Delarze (von rechts). (Bild: AP)

Raya Badraun, Rio de Janeiro

Die Christusstatue lässt sich an diesem Tag nicht blicken. Die Hügel um die Lagune in Rio de Janeiro sind wolkenverhangen, die Teerböden feucht vom Regen. Immerhin ist der Wind verschwunden, der am Sonntag das Rudern noch unmöglich gemacht hat. Als der Schweizer Doppelvierer zum Rennen startet, stören kaum Wellen die Wasseroberfläche. Die besseren Wetterbedingungen bringen Barnabé Delarze, Augustin Maillefer, Roman Röösli und Nico Stahlberg jedoch kein Glück. Mit dem vierten Rang im Hoffnungslauf verpassen sie den angestrebten A-Final deutlich – und damit auch eine Medaille. Zwar hatten sie dieses Ziel nie so deutlich formuliert. Nach dem fünften Rang vor einem Jahr an der WM war es jedoch durchaus möglich. Entsprechend gross war die Enttäuschung. «Vier Jahre haben wir jeden Tag hart darauf hingearbeitet», sagt Röösli. «Nun hat sich der Traum innerhalb von sechs Minuten in Luft aufgelöst.»

Dabei sah es zu Beginn des Rennens gut aus. Die Schweizer starteten deutlich aggressiver als noch im Vorlauf. Sie kämpften, den idealen Rhythmus fanden sie jedoch nicht. «Das hat viel Kraft gekostet», sagt der Neuenkircher. Auf den letzten 500 Metern, auf denen das Quartett normalerweise stark ist, fehlte dieses Mal die Energie. Olympiasieger Deutschland lag zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich vorne. Im letzten Abschnitt mussten die Schweizer Ruderer auch noch Grossbritannien und Litauen ziehen lassen.

Optimismus vor dem Wettkampf

«Wir haben jedoch bis zum Schluss gehofft und gekämpft», sagt Röösli. Diese Zuversicht behielten die Ruderer nicht nur im Rennen, sie half ihnen auch durch die schwierige Saison. Für den Doppelvierer lief diese nach mehreren Ausfällen alles andere als ideal. Maillefer und Schlagmann Delarze mussten lange pausieren. Der eine hatte die Hand gebrochen, der andere kämpfte mit Rückenproblemen. So konnte das Quartett erst beim letzten Weltcup der Saison in Poznan wieder in Originalbesetzung starten. In den vergangenen Wochen vor den Olympischen Spielen versuchten die Ruderer, den Rückstand doch noch aufzuholen. «Wir stehen unter Zeitdruck», sagte Stahlberg damals. Vor allem an den Abstimmungen mussten sie arbeiten. Aufgrund der fehlenden Routine war der Rhythmus noch nicht ideal. «Im Vorbereitungslager in Italien konnten wir jedoch nochmals Fortschritte erzielen», sagt Röösli. «Wir waren optimistisch, dass es für viel reichen kann.» Doch die Olympischen Spiele kamen für den Doppelvierer zu früh.

Ein schwacher Trost

Ganz vorbei ist der Auftritt des Doppelvierers in Rio de Janeiro jedoch noch nicht. Morgen hat das Quartett im B-Final noch die Chance, mit dem siebten oder achten Rang ein Diplom zu holen. Dies wäre immerhin eine Steigerung zum zwölften Rang an den Olympischen Spielen in London vor vier Jahren. Für die jungen Ruderer, die mit so grossen Träumen nach Brasilien gereist waren, ist das jedoch nur ein schwacher Trost.

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