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RUDERN: Eine Machtdemonstration nach dem Schock

Der Schweizer Leichtgewichtsvierer zieht in beeindruckender Manier in den morgigen Final ein. Das Ziel ist eine Olympiamedaille, deshalb überlassen die Ruderer nichts dem Zufall.
Raya Badraun, Rio De Janeiro
Starke Reaktion gezeigt: der Leichtgewichtsvierer mit Lucas Tramèr, Simon Schürch, Simon Niepmann und Mario Gyr (von links). (Bild: AP Photo/Luca Bruno)

Starke Reaktion gezeigt: der Leichtgewichtsvierer mit Lucas Tramèr, Simon Schürch, Simon Niepmann und Mario Gyr (von links). (Bild: AP Photo/Luca Bruno)

Raya Badraun, Rio de Janeiro

Während der Olympischen Spiele wohnen die Leichtgewichtsruderer in der Nähe der Lagune. Von dort können die beiden Luzerner Mario Gyr und Simon Schürch sowie Simon Niepmann und Lucas Tramèr mit dem Velo zum Wettkampfplatz fahren. So sind sie nicht von Shuttlebussen abhängig, die wegen Staus oft zu spät kommen. Doch das ist nicht der einzige Grund

dafür, dass die vier Schweizer nicht im Athletendorf leben. Das Apartment ist für sie auch ein Rückzugsort. «Wir wollen so lange wie möglich Abstand halten, damit die Anspannung nicht zu früh zu gross wird», sagte Niepmann bereits vor dem ersten Wettkampftag. Denn die Erwartungen an den Leichtgewichtsvierer sind hoch – vor allem ihre eigenen. Das Quartett ist Weltmeister, Europameister und letztjähriger Gesamtweltcup-Sieger. In den vergangenen zwei Jahren verloren die Schweizer nur drei A-Finals, alle anderen haben sie gewonnen. Das wollen sie auch in Rio schaffen. «Wir wollen im Final unser bestes Rennen zeigen, damit wir alle besiegen können», sagt Tramèr.

1,77 Sekunden Vorsprung

Gestern haben die Ruderer im Halbfinal bereits gezeigt, wozu sie fähig sind. Im Vorlauf hatten sie noch den dritten Rang belegt. Das war selbst für die Athleten ein kleiner Schock. «Es hat uns schon etwas verunsichert», räumt der 26-jährige Tramèr ein. «Wir verlieren überhaupt nicht gerne.» Gestern kam schliesslich die Reaktion. Ihren Gegnern liessen die Schweizer auf den zwei Kilometern trotz starkem Gegenwind keine Chance. Bereits nach wenigen Metern übernahmen sie die Führung und gaben diese nicht mehr aus der Hand. Am Ende siegten sie 1,77 Sekunden vor den Dänen – eine Machtdemonstration. «Es war noch nicht optimal», sagt Tramèr. «Physisch sind wir zwar total ausgepowert, doch technisch geht noch mehr.»

Bis zum morgigen Final will die Mannschaft noch einen weiteren Schritt nach vorne machen. Deshalb stieg sie nach dem Rennen nicht gleich aus dem Boot aus. Stattdessen tranken die Gyr, Schürch und Co. einen Shake und ruderten weiter. Eine halbe Stunde blieben sie dafür auf dem See, eine weitere verbrachten sie auf dem Ergometer. Grund: Um das Laktat abzubauen, müssen die Athleten nach dem Wettkampf in Bewegung bleiben.

Für die Erholung folgten anschliessend Massagen und ein Eisbad. Heute steht mindestens ein weiteres Training an, dazu kommen weitere Massagen und Physiotherapie.

Routine gibt Sicherheit

Für die vier Ruderer ist das alles nichts Neues. Dieser Ablauf wiederholt sich an jedem Wettkampf. Er gibt den Athleten Sicherheit. Die Routine zeigt auch, wie durchgeplant der Erfolg des Schweizer Leichtgewichtsvierers ist. Um morgen die Goldmedaille zu holen, überlassen Ruderer und Trainer in diesen Tagen nichts dem Zufall.

Enttäuscht: Michael Schmid. (Bild: Keystone/ Laurent Gillieron)

Enttäuscht: Michael Schmid. (Bild: Keystone/ Laurent Gillieron)

Auf Medaillenkurs: Jeannine Gmelin. (Bild: EPA/Franck Robichon)

Auf Medaillenkurs: Jeannine Gmelin. (Bild: EPA/Franck Robichon)

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