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RUDERN: Erneut Gold dank Aufholjagd

Der Schweizer Leichtgewichts-Vierer verteidigt seinen EM-Titel souverän. Der Olympiafahrplan stimmt. Doch der wahre Härtetest folgt erst auf dem Rotsee.
Jonas von Flüe
Der Luzerner Mario Gyr (links) und der Schenkoner Simon Schürch strecken zum Zeichen der erfolgreichen Titelverteidigung die Faust in die Höhe – Simon Niepmann und Lucas Tramèr (rechts) freuen sich ohne Regung. (Bild: EQ/Soenar Chamid)

Der Luzerner Mario Gyr (links) und der Schenkoner Simon Schürch strecken zum Zeichen der erfolgreichen Titelverteidigung die Faust in die Höhe – Simon Niepmann und Lucas Tramèr (rechts) freuen sich ohne Regung. (Bild: EQ/Soenar Chamid)

Jonas von Flüe

Die Zielsetzung vor der Saison war klar. Selbstbewusst sagte der Luzerner Mario Gyr: «Wir wollen in diesem Jahr jedes Rennen gewinnen.» Nach zwei von fünf Wettkämpfen lässt sich sagen: Der Schweizer Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann ist auf Kurs. Nach dem Sieg beim Weltcup-Auftakt vor drei Wochen in Varese doppelte das Quartett um Gyr (31), Simon Schürch (25), Simon Niepmann (30) und Lucas Tramèr (26) gestern nach. Sie wurden in Brandenburg an der Havel Europameister und verteidigten ihren Titel aus dem Vorjahr. Sie verwiesen Grossbritannien und Deutschland auf die Plätze 2 und 3. «Es war ein harter Kampf gegen Wind und Wellen», sagt der Schenkoner Schürch.

Neue Rennsituation

Der Vorsprung auf die starken Briten betrug im Ziel 2,49 Sekunden. Die Differenz täuscht jedoch über den dramatischen Rennverlauf hinweg. Die Schweizer starteten bei starkem Wellengang alles andere als wunschgemäss und lagen nach 500 Metern rund eine Sekunde hinter den Briten, die wie die Schweizer ihren Vorlauf auf souveräne Art für sich entschieden hatten. Für die erfolgsverwöhnten Schweizer eine neue Situation: Erstmals in dieser Saison mussten sie einen Rückstand wettmachen, mussten sie bei schwierigen Bedingungen ruhig bleiben, um ihre Pace bis am Schluss durchziehen und die Briten noch abfangen zu können.

Schwierige Bedingungen

Die Nervenprüfung bestanden die Schweizer mit Bravour. Die Briten brachen im zweiten Streckenteil richtiggehend ein, während Gyr, Niepmann, Schürch und Tramèr dank eines Zwischenspurts bei Rennhälfte an ihnen vorbeizogen. «Wenn du als Titelverteidiger am Start stehst, hast du den Anspruch, zu gewinnen. Das ist uns trotz ganz schwieriger Bedingungen gelungen», kommentiert Gyr das Rennen. Schürch ergänzt: «Ich bin in den letzten sechs Jahren wohl nie bei so schlechten Bedingungen ein Rennen gerudert. Es war jedoch eine gute Erfahrung, denn in Rio könnten die Verhältnisse auch so sein.» Die Ruder-Wettkämpfe an den Olympischen Spielen beginnen am 6. August.

Starke Konkurrenz

Zwei Rennen, zwei Siege. Besser hätte die Saison bisher für das Schweizer Quartett nicht verlaufen können. Doch den ganz grossen Härtetest vor den Olympischen Spielen, an denen sie ebenfalls Gold anstreben, haben sie noch vor sich: in drei Wochen am Weltcup auf dem Rotsee, wo sich die ganze Weltspitze versammeln wird. Denn gestern duellierten sich die Schweizer zwar zum ersten Mal mit den Briten, doch gegen die Dänen und die Franzosen, die an der letztjährigen WM hinter der Schweiz die weiteren Podestplätze belegten, traten sie in diesem Jahr noch nicht an. Die Dänen waren in der offenen Kategorie am Start, die Franzosen verzichteten auf eine Teilnahme.

Simon Schürch sagt: «Auf dem Rotsee werden dann wohl auch unsere grössten Widersacher aus Neuseeland, Frankreich und Dänemark am Start sein. Dann werden wir wissen, wo wir stehen.» Der Olympiafahrplan stimmt.

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