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RUDERN: See-Club Zug: Erfolgreichster Verein der Schweiz wird ausgezeichnet

Der See-Club Zug ist in der Saison 2017 der erfolgreichste Verein der Schweiz gewesen und wird am kommenden Samstag dafür ausgezeichnet. Ein Grund für die Hausse ist der Klubcoach Stephan Wiget.
Michael Wyss
Stephan Wiget (im Ruderhaus in Zug) hat bereits mit 19 Jahren seine Aktivkarriere beendet, um Trainer zu werden. (Bild: Werner Schelbert (24. November 2017))

Stephan Wiget (im Ruderhaus in Zug) hat bereits mit 19 Jahren seine Aktivkarriere beendet, um Trainer zu werden. (Bild: Werner Schelbert (24. November 2017))

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

Dass der See-Club Zug (SCZ) dieses Jahr dank seiner Erfolge als erfolgreichster Ruderclub der Schweiz ausgezeichnet wird, ist auch das Verdienst von Stephan Wiget. Doch der Klubcoach des SCZ (70-Prozent-Pensum) zeigt sich beim Treffen mit unserer Zeitung im Bootshaus in Zug ganz bescheiden: «Ich bin nur ein Teil dieses Puzzles. Alle Personen im Verein müssen mitziehen, damit wir erfolgreich sind – zusammen sind wir stark. Egal ob Jung oder Alt, ob Breiten- oder Leistungssport, im Verein sind wir eine Familie, die harmonieren muss», sagt Wiget und doppelt mit den Worten nach: «Nur wer beharrlich und ehrlich seinen Weg geht, aber auch bereit ist, mehr zu machen als andere, hat Erfolg. Wichtig dabei ist immer, auf dem Boden zu bleiben. Die erfolgreichen Leistungssportler zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Bodenhaftung nicht verlieren.»

Wiget, der einst beim Sportclub Cham als Junior kickte, entdeckte im Alter von 14 Jahren die Freude am Rudern. «Durch einen Schulkollegen, dessen Vater Präsident im Ruderclub Cham (RCC) war, fand ich den Weg dazu», sagt der 48-Jährige. Heute lebt der Familienvater von Louis (17), Eva (14) und Henry (6) in der Stadt Zug. Seine Ruderkarriere war nur von kurzer Dauer. Im Alter von 19 Jahren hörte er auf und wurde Trainer im RCC. «Das reizte mich. Die jungen Athletinnen und Athleten auf ihrem Weg zu begleiten, sah ich als grosse Herausforderung.» Im Jahr 2006 wechselte Wiget zum See-Club Zug, weil er dort «bessere Zukunftsperspektiven» vorfand. «Im See-Club Zug konnte ich eine neue Herausforderung antreten und einen Schritt vorwärtsmachen. Gerade, was die professionelle Strukturen, die 2004 eingeführt wurden, betrifft.» Auch heute, elf Jahre später, sei es immer noch eine Challenge für ihn, «aus jeder Ruderin und jedem Ruderer das Optimum herauszuholen».

Die jüngsten Resultate sprechen für sich. Wiget, der als Klubcoach – seine Funktion beinhaltet Organisation und Coaching – eine der wichtigsten Personen im Verein ist, kann auf ein sensationelles Jahr zurückblicken. Der SCZ hat erstmals in seiner 135-jährigen Geschichte die Schweizer Vereinswertung gewonnen. «Wir waren in der jüngsten Vergangenheit immer unter den Top drei gewesen, nun schafften wir es ganz nach oben. Das macht einen natürlich stolz», sagt Wiget.

Bis dreimal täglich am Trainieren

In der Klubwertung werden die Resultate aller Kategorien an den Schweizer Meisterschaften berücksichtigt. Darüber hinaus holten diverse Ruderinnen und Ruderer des SCZ Medaillen an Wettkämpfen im nationalen und internationalen Vergleich (siehe Box). «Diese Erfolge bestätigen uns in der Arbeit, die wir tagtäglich verrichten. Unsere Ruderinnen und Ruderer sind täglich im Training. Die Besten, die den Sprung ins Nationalkader schaffen, sogar bis dreim-al täglich.» Was ist aus Sicht von Wiget das Geheimnis des Erfolges im SCZ? «Harte und ehrliche Arbeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Nicht mehr, nicht weniger. Wichtig ist, dass du am Abend in den Spiegel schauen und sagen kannst, heute habe ich mein Bestes gegeben.»

Am kommenden Samstag wird dem See-Club Zug in Morges an der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Rudersportverbandes die Trophäe als erfolgreichster Verein der Schweiz überreicht. «Das macht uns stolz, motiviert und spornt uns an. Einmal ganz oben zu stehen, ist nicht das Schwierigste. Dieses Niveau über längere Zeit zu halten, ist das Herausfordernde und das, was uns im Verein reizt», sagt Wiget.

Was ist für den Zuger das Spezielle am Rudersport? Wiget, der im SCZ auch Kurse anbietet, sagt: «Rudern ist ein sehr abwechslungsreicher und sehr urchiger Sport. Hier zählen Fairplay und Respekt. Der Zugersee ist ein wunderbarer Ort, um Sport zu betreiben. Zudem kann man es als Einzelsportler oder in der Mannschaft ausüben. Und das während zwölf Monaten im Jahr.»

Der Präsident kennt die Erfolgsformel

Der SCZ-Präsident Christian Steiger sagt auf den Erfolg angesprochen, dass der See-Club Zug mit dem gleichen Wasser wie die andern koche. Doch es gebe Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen: «Im Kernbereich setzen wir mit unserem Klubcoach Stephan Wiget konsequent auf eine Professionalisierung der Leitung des Rennbetriebs und setzen in der Breite gleichzeitig ebenso konsequent auf ehrenamtliche Arbeit.» Für das grosse Regattateam brauche es viele engagierte ehrenamtliche Trainer. «Professionalisierung und Ehrenamtlichkeit müssen sich fruchtbar ergänzen», führt Steiger aus, «wir sind dabei auf dem richtig eingeschlagenen Weg.»

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