Ruderwelt Luzern wartet mit Topbesetzung auf

Genau neun Wochen vor Eröffnung der Sommerspiele in London beginnt am Freitag auf dem Rotsee die bestbesetzte Weltcup-Regatta der Olympia-Saison.

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Auf dem Rotsee am Start: der Doppelvierer mit (von links) André Vonarburg (SC Sempach), Nico Stahlberg (RC Kreuzlingen), Florian Stofer (SC Sempach), Augustin Maillefer (Lausanne-Sports). (Bild: Jakob Ineichen/Neue LZ)

Auf dem Rotsee am Start: der Doppelvierer mit (von links) André Vonarburg (SC Sempach), Nico Stahlberg (RC Kreuzlingen), Florian Stofer (SC Sempach), Augustin Maillefer (Lausanne-Sports). (Bild: Jakob Ineichen/Neue LZ)

Das Weltcup-Finale findet heuer zwar für einmal in München statt, weil sich Luzern mit der Übernahme der letzten Olympia-Qualifikationsregatta aus organisatorischen Gründen für den Weltcup-Termin im Anschluss daran entschied. So muss die temporäre Infrastruktur im Naturschutzgebiet am Rotsee nur einmal aufgebaut werden. Die Weltelite ist dennoch praktisch lückenlos vertreten, nachdem zum Auftakt der dreiteiligen Serie in Belgrad noch einige Nationen gefehlt hatten.

Luzerner stark vertreten

Für die Schweizer sind die Heimrennen immer ein Highlight. Die Planung der beiden Olympia-Boote ist zwar ganz auf den August und die Sommerspiele ausgerichtet. Doch allein die Tatsache, dass vier der acht Olympia-Athleten aus dem Kanton Luzern kommen, genügt als Argument für den Stellenwert. Der Leichtgewichts-Vierer mit Mario Gyr, Simon Niepmann, Valentin Gmelin und Simon Schürch tritt wie schon beim Saisonstart Mitte April in Piediluco (It) nicht in Bestbesetzung an. Lucas Tramèr wurde vor zwei Wochen wegen einer Sehnenentzündung am Handgelenk operiert, sollte aber vor dem Finale Mitte Juni wieder ins Boot zurückkehren können.

Der leichte Vierer träumt von einer Olympia-Medaille. Ein erster Weltcup-Podestplatz im Vorfeld nach mehreren 4. Rängen in der Vergangenheit würde den grossen Ambitionen Nachdruck verleihen. Im Gegensatz zur Crew um Schlagmann Gyr trat der schwere Doppelvierer schon in Belgrad an. Als Schwachpunkt erwies sich dort das erste Streckenviertel vom Start bis zur 500-m-Marke. Der 8. Rang korrespondierte nicht mit den Ansprüchen, von denen sich die Sempacher Routiniers André Vonarburg und Florian Stofer sowie die Youngsters Nico Stahlberg (20) und Augustin Maillefer (19) auf ihrem Weg nach London leiten lassen.

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Ruderwelt Luzern am Samstag. (Bild: Rober Zbinden/Neue LZ)
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Ruderwelt Luzern am Samstag. (Bild: Rober Zbinden/Neue LZ)
Ruderwelt Luzern am Samstag. (Bild: Rober Grütter/Neue LZ)
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Ruderwelt Luzern am Samstag. Schwerer 4-er: André Vonarburg, Nico Stahlberg, Florian Stofer, Augustin Maillefer (von hinten nach vorne). (Bild: Rober Zbinden/Neue LZ)
Samuel Annen. (Bild: Keystone)
Samuel Annen. (Bild: Keystone)
Dimitri Weinauer. (Bild: Keystone)
Samstag: (v.r.n.l) Augustin Maillefer, Florian Stofer, Nico Stahlberg und André Vonarburg vom Leichtgewicht-Vierer der Schweiz. (Bild: Keystone)
Ruderwelt Luzern am Samstag. (Bild: Rober Zbinden/Neue LZ)
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Ruderwelt Luzern am Samstag. (Bild: Rober Zbinden/Neue LZ)
Bild: Keystone/Sigi Tischler
Die Tschechin Mirka Knapkova. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)
Pamela Weisshaupt vom RC Küssnacht. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)
Vorlauf des Leichtgewichts-Vierer. Von links nach rechts: Mario Gyr, Simon Niepmann, Simon Schürch, Valentin Gmelin. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)
Leonie Pless aus Deutschland. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)
Michaela Taupe-Traer aus Österreich. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)
Mario Gyr vom Leichtgewichts Vierer auf dem Weg in den Rotsee. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Die Ruderer Mario Gyr, Trainer Simon Cox, Valentin Gmelin, Simon Niepmann und Simon Schürch bei der Teamsitzung am Donnerstagmorgen (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Aufwärmen: Simon Schürch und Mario Gyr (vorne von links) und Simon Niepmann und Valentin Gmelin im Training mit dem Ergometer. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Simon Schürch vom Leichtgewichts Vierer auf dem Weg in den Rotsee. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Mario Gyr vom Leichtgewichts Vierer auf dem Weg in den Rotsee. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Mario Gyr (vorne) und Simon Niepmann auf dem Weg ins Boot. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Valentin Gmelin,Simon Schürch, Simon Niepmann und Mario Gyr (von links) im Leichtgewichts Vierer. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Michael Schmid (links) und Silvan Zehnder. (Bild: Keystone)
Silvan Zehnder (links) und Michael Schmid im Ziel. (Bild: Keystone)
Simon Schürch (links) und Mario Gyr in ihrem Zimer im Ruderclub in Sarnen. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
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Nora Fiechter (links) und Sarah Zurbrügg-Greenaway. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Regina Naunheim vom Seeclub Wädenswil. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Eliane Waser aus Stans (links) und Olivia Wyss aus Zofingen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Michael Schmid (links) und Silvan Zehnder. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Die Deutschen Kerstin Hartmann (links) und Marlene Sinnig. (Bild: Keystone)
Die Holländerinnen Inge Janssen (links) und Elisabeth Hogerwerf. (Bild: Keystone)
Die Polinnen Kamila Socko, Joanna Leszczynska, Syiwia Lewanowska und Natalia Madaj (von links) jubeln nach der Zieldurchfahrt. (Bild: Keystone)
Das deutsche Frauenteam jubelt im Ziel. (Bild: Keystone)

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André Vonarburg: Der Kreis schliesst sich

«Ich bin froh, ist ihnen in Belgrad noch nicht die Wahnsinnsleistung gelungen. Sonst wäre alles zu leicht gegangen», sagt Verbandsdirektor Christian Stofer, der 2000 in Sydney und 2004 in Athen selber im Doppelvierer sass. Im Sydney-Doppelvierer begann auch die Olympia-Laufbahn des André Vonarburg, für den sich nun als 34-Jähriger und nach zwei weiteren, erfolglosen Olympia-Teilnahmen im Skiff ein Kreis schliesst. Um die Sempach-Connection quasi zu komplettieren, zählt nun Christian Stofers jüngerer Bruder Florian zu den Bootspartnern.

Im Vergleich zum Vorjahr, als der Doppelvierer auf dem Rotsee den 4. Platz belegte, musste die Crew auf einer Position verändert werden. Statt des rekonvaleszenten Jérémy Maillefer figuriert dessen fünf Jahre jüngerer Bruder Augustin im (Olympia-)Aufgebot. Den suboptimalen Saisonstart an dieser familieninternen Rochade festzumachen wäre bei der Ursachenforschung gemäss Christian Stofer der falsche Ansatz gewesen: «Augustin befindet sich physisch mit dem Jérémy vom letzten Jahr auf Augenhöhe und hat das grössere Potenzial.»

Neben den Olympia-Booten hat der SRV für das Heimspiel lediglich vier Skiffs gemeldet. Für die sieben Athletinnen und Athleten, die am Montag und am Mittwoch an der Olympia-Qualifikationsregatta scheiterten, kam ein Doppelstart nie in Frage. Die besten Chancen auf einen Podestplatz hat einmal mehr Pamela Weisshaupt im Leichtgewichts-Skiff - einer Kategorie, die heuer mangels Olympia-Status von noch geringerer Bedeutung ist als ohnehin schon. Im schweren Einer der Männer rudern der Doppelvierer-Ersatzmann Samuel Annen sowie Dimitri Weitnauer; Frédéric Hanselmann tritt bei den Leichtgewichten an.

sda

Ruderwelt Luern: Programm und Schweizer Aufgebot

Programm. Freitag: Vorläufe ab 09.00 Uhr, Hoffnungsläufe ab 16.00 Uhr. – Samstag: Vormittagssession ab 09.30 Uhr, Nachmittagssession mit Halbfinals in den olympischen Bootsklassen ab 13.30 Uhr. – Sonntag: Vormittagssession mit A-Finals ab 10.22 Uhr, Nachmittagssession mit A-Finals ab 13.03 Uhr.

Schweizer Aufgebot. Olympische Bootsklassen. Männer. Offene Kategorie. Skiff: Samuel Annen (SC Zug); Dimitri Weitnauer (RC Thalwil). - Doppelvierer: André Vonarburg (SC Sempach), Nico Stahlberg (RC Kreuzlingen), Florian Stofer (SC Sempach), Augustin Maillefer (Lausanne-Sports). - Leichtgewicht. Vierer ohne: Mario Gyr (SC Luzern), Simon Niepmann (SC Zürich), Valentin Gmelin (RC Uster), Simon Schürch (SC Sursee). - Nichtolympische Bootsklassen. Leichtgewicht. Skiff. Männer: Frédéric Hanselmann (Lausanne-Sports). - Frauen: Pamela Weisshaupt (SC Küsnacht).

Gratis-Eintritt. Weitere Infos auf www.ruderwelt-luzern.ch

sda