Russische Superstars als Markenbotschafter

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Karbonstöcke Aller Anfang ist schwer. Diese Erfahrung machte auch die Schweizer Firma Busch, als sie vor 25 Jahren den ersten aus Karbon gefertigten Eishockeystock auf den Markt brachte. Eine Knacknuss waren die Spieler: Sie mussten ihren Spielstil den neuartigen Stöcken anpassen. Aus Karbon gefertigte Stöcke biegen sich anders als herkömmliche Stöcke aus Holz. Entsprechend mussten die Spieler ihren Stil ändern. Manche hätten dies am Anfang nicht getan und sich dann über Schulterschmerzen beklagt, sagte Busch-Vizechef Alain Lallemand. Er war dabei, als der Busch-Stock entwickelt wurde.

Um den Namen bekannt zu machen, ging das jurassische Unternehmen Partnerschaften mit etablierten Marken ein. In der Schweiz zählte Busch zudem auf zwei namhafte Markenbotschafter: Slawa Bykow und Andrej Chomutow, die russischen Superstars beim damaligen NLA-Verein Fribourg-Gottéron, machten die Busch-Stöcke bekannt. Sie hätten etwas ausgelöst, sagte Lallemand. «Man nahm uns plötzlich ernst.» Stolz macht die Busch-Verantwortlichen heute noch, dass 1997 rund ein Dutzend Spieler der Detroit Red Wings mit Busch-Stöcken die wichtigste Trophäe im Eishockey, den Stanley-Cup in Nordamerika, gewannen. Die Schweiz sei der Hauptmarkt der 4000 Stöcke, die heute noch produziert werden, sagte Julien Coeudevez, der seit 2007 zuständig für das Hockeygeschäft des Unternehmens ist. 95 Prozent der Schläger würden hierzulande verkauft.

Im Gegensatz zu den grossen Produzenten, die vom Helm bis zum Schlittschuh alle Ausrüstungsgegenstände anbieten, spezialisiert sich die Firma Composites Busch einzig auf die Schläger. Alle zwei Jahre bringt Busch ein neues Modell auf den Markt. Derzeit wird im Jura an jenem für die nächste Saison getüftelt. (sda)

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