Saisonende für HC Kriens-Luzern trotz Sieg

Der HC Kriens-Luzern verabschiedet sich mit einer Erfolgsmeldung und einem Ausrufezeichen aus der Saison: Gegen den amtierenden Schweizermeister holten die Zentralschweizer einen knappen Sieg.

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Enttäuschte Krienser nach dem Spielende am Freitag im Spiel gegen den BSV Bern Muri. (Bild: Maria Schmid/Neue LZ)

Enttäuschte Krienser nach dem Spielende am Freitag im Spiel gegen den BSV Bern Muri. (Bild: Maria Schmid/Neue LZ)

Auch wenn die Krienser wegen des Pfadi-Sieges in Bern damit auf Rang drei bleiben, ist der 37:36 Auswärts-Erfolg ein Sahnehäubchen auf einer Saison, die insgesamt mehr als nur erfreulich war. Und die den HCK auf kommende Saison ins Europacup-Geschäft bringt und etwas internationale Luft durch die Zentralschweiz wehen lassen wird.

Charakter hat, wer hinfällt und trotzdem wieder aufsteht. An diese Lebensweisheit schien sich das Team des HC Kriens-Luzern bei der Fahrt nach Schaffhausen zu halten. Denn auch wenn die Chancen auf Rang 2 nach der unerwarteten Niederlage am Freitag gegen den BSV Bern nur noch minim waren, riss sich das Team am berühmten Riemen und präsentierte sich in Schaffhausen in erfreulicher Verfassung. Zwar war die Absenzenliste unverändert lang. Doch viele jene Spieler, denen am Freitag nicht viel gelingen wollte, meldeten sich eindrücklich zurück - Saisonende hin oder her. Das Goalie-Duo hielt gut, und das Routinier-Trio Steiger / Hofstetter / Stankovic griff tief ins Arsenal von erlebten Situationen dieser Art.

Was rauskam, war ein spannendes NLA-Spiel. Nicht dass Schaffhausen dem HCK Geschenke verteilt hätte. Aber es war nicht zu übersehen, dass auf Schaffhauser Seite die vielleicht allerletzte Konsequenz fehlte. Denn für sie geht es ab nächster Woche um alles oder nichts. Nun gegen Pfadi Winterthur und nicht gegen Kriens. Also konnte es nur darum gehen, sich in Schonhaltung und möglichst verletzungsfrei durch das letzte Spiel zu bewegen.

Dennoch war es mehr der Wille der Krienser als die «Schonhaltung» der Schaffhauser, die das Spiel entschieden. Beim HCK war gut erkennbar, dass das Team sich für den Freitags-Auftritt rehabilitieren wollte. Und das gelang denn auch. Die Mannschaft zeigte Charakter, kämpfte sich tapfer über die letzten Minuten der Saison und erzwang sich das Wettkampfglück. Der 37:36-Erfolg war der verdiente Lohn dafür. Wohlwissend, dass er am Verdikt der Saison nichts änderte, weil die zweite Hälfte des Handball-Wunders (mit einem Sieg des BSV Bern gegen Pfadi) ausblieb.

Benedikt Anderes/HC Kriens

Kadetten Schaffhausen - HC Kriens-Luzern 36:37 (18:15)
Schweizersbild. 500 Zuschauer. SR Jergen/Zaugg.
Spielverlauf: 3:3, 6:8, 11:8,17:13, 17:14, 18:15; 20:19, 23:22, 28:24, 31:28, 33:34 36:37.
HC Kriens-Luzern: Schelbert/Aleksejev; Herrmann, Hess (3), Hofstetter (8), Lingg, Portmann, Raemy (3), Stankovic (10), Steiger (11/4), Willisch, Yalciner, Zimmermann (2), Lengacher.
Bemerkungen: Kriens ohne die verletzten Nyffenegger, Schmid, Vukelic, Schlegel und Podvrsic. Schaffhausen ohne Vrany.