Saisonhöhepunkt
Angeführt von Wicki und Schurtenberger: Diese 17 Schwinger vertreten die Innerschweiz am Kilchberg-Schwinget

Der Innerschweizer Schwingerverband hat seine Athleten für den Kilchberg-Schwinget nominiert. Sieben Eidgenossen stehen im Aufgebot. Überraschungen bleiben aus. Die Luzerner stellen die stärkste Fraktion.

Claudio Zanini
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Joel Wicki (rechts) im Duell mit Sven Schurtenberger am letzten Sonntag in Schachen.

Joel Wicki (rechts) im Duell mit Sven Schurtenberger am letzten Sonntag in Schachen.

Urs Flüeler/Keystone

Am Samstag in einer Woche steht der Höhepunkt der Schwingsaison an, der Kilchberg-Schwinget. Am Dienstagmorgen teilte der Innerschweizer Schwingerverband (ISV) mit, welche Athleten er ins Rennen schickt. Unter den 17 nominierten Schwingern sind sieben Eidgenossen. Auf die Innerschweizer Kantonalverbände sieht die Verteilung so aus: 9 Luzerner, 4 Schwyzer, 2 Urner, 1 Ob-/Nidwaldner sowie 1 Zuger.

Personell enthält das Aufgebot kaum Überraschungen. Angeführt wird das Team von den beiden Luzernern Joel Wicki und Sven Schurtenberger. Wicki kam soeben aus einer fünfwöchigen Verletzungspause, insgesamt konnte er zwei Kranzfestsiege feiern. Schurtenberger ist der Dauerbrenner: In diesem Jahr gewann er sagenhafte 8 Kränze. Wicki und Schurtenberger trafen am vergangenen Sonntag beim Luzerner Kantonalen in Schachen im fünften Gang aufeinander – und trennten sich unentschieden. Wicki zeigte ein eindrückliches Comeback und holte sich letztlich den Festsieg.

Nebst Routiniers wie Benji von Ah, Christian Schuler oder Reto Nötzli sind auch Schwinger im Aufgebot, die erst in diesem Jahr den Durchbruch schafften. Unter ihnen etwa Ronny Schöpfer, der 2021 Kranzgewinne beim Innerschweizer Schwingfest und beim Rigi-Schwinget feiern konnte. Der 22-Jährige vom Entlebucher Schwingerverband ist der jüngste ISV-Athlet. Nicht berücksichtigt wurden die Eidgenossen René Suppiger, Alex Schuler, Martin Zimmermann und Andi Imhof. Sie alle blieben in dieser Saison unter den Erwartungen.

Berner verzichten auf Thomas Sempach

Der ISV darf gemäss Verteilschlüssel des Eidgenössischen Schwingerverbands am meisten Athleten nominieren. Die Berner und Nordostschweizer sind mit je 16 Athleten am Start. Die Berner stellen trotz des Ausfalls von König Christian Stucki eine schlagkräftige Equipe und bieten 9 Eidgenossen auf. Mit König Kilian Wenger, Matthias Aeschbacher, Fabian Staudenmann oder Kilian von Weissenfluh gibt es immer noch mehrere Schwinger, die zu einem Spitzenplatz fähig sind. Man konnte es sich sogar leisten, Thomas Sempach, den Brünig-Sieger von 2016 und vierfachen Eidgenossen, auf die Pikettliste zu setzen.

Die Nordostchweizer treten mit 8 Eidgenossen an. Herausragende Figur ist der Thurgauer Samuel Giger, der in dieser Saison sechs Kranzfeste gewinnen konnte und als Topfavorit gehandelt wird. Dahinter folgen Aufsteiger wie Damian Ott oder Werner Schlegel. Beim ebenfalls nominierten Armon Orlik gibt es Fragezeichen zum Gesundheitszustand.

Aussenseiterchancen haben die Nordwestschweizer (6 Teilnehmer) und die Südwestschweizer (5). Insgesamt sind 60 Schwinger zugelassen.

Die 17 nominierten Innerschweizer Schwinger:

  • Ambühl Joel** (Hergiswil b. Willisau)
  • Arnold Stefan** (Attinghausen)
  • Doppmann Urs** (Romoos)
  • Fankhauser Erich*** (Hasle LU)
  • Fankhauser Marco** (Hasle LU)
  • Herger Matthias** (Altdorf UR)
  • Lang Sven** (Emmenbrücke)
  • Müllestein Mike*** (Steinerberg)
  • Nötzli Reto*** (Pfäffikon SZ)
  • Reichmuth Marco** (Cham)
  • Schöpfer Ronny** (Wiggen)
  • Schuler Christian*** (Rothenthurm)
  • Schurtenberger Sven*** (Buttisholz)
  • Steinauer Adrian** (Vorderthal)
  • Suppiger Werner** (Wauwil)
  • von Ah Benji*** (Giswil)
  • Wicki Joel*** (Sörenberg)

*** Eidgenosse; ** Berg-/Teilverbandskranzer

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