SC KRIENS: Meier: «Das wird ein Wahnsinnsspiel»

Kriens braucht gegen Delémont einen Sieg, um weiter an den Ligaerhalt glauben zu können. Interimstrainer Bigi Meier erklärt, wie er die Wende erzwingen will.

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Kriens-Interimstrainer Bigi Meier zeigte im Training an, was er heute von seiner Mannschaft fordert: drei Punkte gegen Delémont. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Kriens-Interimstrainer Bigi Meier zeigte im Training an, was er heute von seiner Mannschaft fordert: drei Punkte gegen Delémont. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Bigi Meier, mit welchem Gefühl gehen Sie Ihre Rolle als Feuerwehrmann nach dem Abgang von Stefan Marini in den letzten drei Runden an?
Bigi Meier: Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen, die anderen Teams im Abstiegskampf haben den gleichen Druck. Wir müssen konstante Leistungen bringen und im Training, in der Vorbereitung und im Spiel alles geben.

Sind Sie guten Mutes, die Wende mit der Mannschaft noch schaffen zu können?
Meier: Die Statistik der Rückrunde sieht nicht gut aus. Doch wir waren immer im Spiel, bezogen nie eine Kanterniederlage. Es fehlte die letzte Konsequenz im Torschuss oder bei einer Standard-Situation, um die drei Punkte zu erzwingen. Daran kränkeln wir die ganze Saison, Unentschieden sind im Abstiegskampf nicht nützlich. Es sind noch neun Punkte zu vergeben, sechs davon müssen her. Das ist viel. In der Rückrunde gewann Kriens bisher nur zweimal.

Fehlt im Angriff die Klasse?
Meier: Ja, die fehlt. Wir haben vorne keinen Spieler, der die entscheidenden Sachen macht. Jeder muss deshalb mehr Verantwortung übernehmen, weite Wege gehen, Zweikämpfe gewinnen und in die Nähe des Tors gelangen. Doch ich kann nicht bewirken, dass die Tore plötzlich fallen. Ich kann den Spielern nur Vertrauen geben. Das ist meine wichtigste Aufgabe: Ich muss jetzt für jeden Spieler die richtigen Worte finden.

Wo legen Sie im Training die Schwerpunkte?
Meier: Wir müssen wieder zu Sicherheit in Schuss und Pass gelangen. Wir gehen im Training aufs Tor zu. Gerade bei den Standards ist viel herauszuholen. Da fallen im heutigen Fussball die Tore.

Spüren Sie bei der Mannschaft noch den Glauben an den Ligaerhalt?
Meier: Ja. Für jeden ist das jetzt ein Neuanfang. Wir sind unter dem Strich, eigentlich können wir nur gewinnen. Die Spieler machen im Training tipptopp mit, es gibt keine Grüppchenbildung. Wir müssen als Team auftreten und auf den Bonus hoffen, den uns die Zuschauer durch ihre Unterstützung geben können. Ich werde jedenfalls 200 bis 300 Junioren für das Spiel mobilisieren. Jeder Junior hat den Traum Super League, und dieser ist einfacher zu erreichen, wenn der SCK in der Challenge League spielt.

Interview Stephan Santschi

Das ausführliche Interview lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.